Sinistral King - Serpent Uncoiling

Review

Vendetta ist ja ein kleines und feines Label, das in schöner Regelmäßigkeit düstere Perlen hervorbringt. Ein potentieller Kandidat für ein neues kleines Schmankerl ist der Erstling von SINISTRAL KING. Auch wenn das Trio sonst anonym bleiben will, so ist dennoch bekannt, dass es sich aus Mitgliedern von UNLIGHT, VREDEHAMMER und TRIUMPH OF DEATH zusammensetzt.

Mit derart illustren Kappellen im Lebenslauf sollte das doch erst recht den Verdacht erhärten, dass der geneigte Hörer einiges erwarten kann. Vielleicht sind die freudig gespannten Ohren dann aber auch so mit Vorschusslorbeeren vollgestopft, dass es schwerfällt, das Dargebotene noch an und für sich wahrzunehmen.

SINISTRAL KING – okkultes Durcheinander mit großen Momenten

Ähnlich ging es dem Verfasser dieser Review. ”Serpernt Uncoiling” startet mit seinem gleichnamigen Opener vielversprechend. Nach einem düsteren Intro nehmen SINISTRAL KING mit mal flirrenden, mal einschneidenden Gitarren Fahrt auf und gipfeln kurz darauf in einem eruptiv-rhythmischen Chorus. Erinnert alles ein wenig an neuere BEHEMOTH. Dann: Bruch. Atmosphärisches Geklimper. Nochmal von vorn. Ein wenig Chor, weiblich.

Was sich beim ersten der fünf Tracks noch recht songdienlich gestaltet, wirkt im Folgenden arg zerfahren. Chöre, diesmal männlich, Ausbruch. War was? Erst in der zweiten Hälfte von ”Nahemoth” kommt das Ganze wieder in die Spur. Ein packendes und verdammt tightes Gitarrensolo fesselt die Aufmerksamkeit wieder. Hmm, nicht schlecht, aber wie sind wir da hingekommen? Kann mich nicht erinnern.

”Serpent Uncoiling” verlieren sich im Dramatischem

Auch die nächsten beiden Songs ”Isheth Zenunim” und ”Fields Of Necromance” versuchen mit eher mäßigem Erfolg, das große Drama mit peitschender Raserei zu vereinen. Letzterer bekommt das Kunststück noch am besten von allen vieren hin. Bevor wir uns falsch verstehen: Handwerklich und produktionstechnisch ist das alles erwartungsgemäß auf hohem Niveau. Und weil da eben Könner am Werk sind, bekommt die Platte einige Umläufe mehr.

Da waren doch auch immer wieder Parts, an denen das Ohr hängen bleiben konnte. Nur was war dazwischen?  SINISTRAL KING schaffen es leider einfach nicht, über die gesamte Länge diese guten Momente zu einem ganzen Song zusammenzusetzen, der nachhaltig zündet. Und mit ”Where Nothingness Precedes Cosmos” schliddern die Drei zum Schluss nur knapp am Belanglosen vorbei. Vielleicht würde das ohne die Vorschusslorbeeren im Gehörgang eher auffallen.

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15.05.2020

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