Steve Hackett - Genesis Revisited: Live at the Royal Albert Hall (Remastered)

Review

Sieben Jahre ist es mittlerweile her, dass der ehemalige GENESIS-Gitarren-Hohepriester Steve Hackett in der legendären und (selbstverständlich) ausverkauften Royal Albert Hall in London, seine loyalen Progjünger um sich scharte und eine ausführliche Werkschau mit dem passenden Titel „Genesis Revisited“ seiner Zeit bei dem Prog-Hochadel von GENESIS zum Besten gab.

Von 1971 bis 1977 spielte Hackett bis zu seinem Ausstieg auf insgesamt sechs Studioalben und Klassikern wie „Foxtrott“, „Selling England By The Pound“ oder dem legendären Live-Album „The Lamb Lies Down On Broadway“ mit. Auch wenn eine Reunion des „klassischen“ Lineups, bestehend aus Peter Gabriel, Phil Collins, Tony Banks und Mike Rutherford bis heute eher unwahrscheinlich und noch in weiter Ferne erscheint, so ist es trotzdem immer wieder eine Freude, wenn sich ehemalige Mitglieder dem GENESIS-Material annehmen und ihre Magie wirken lassen.

STEVE HACKETT beherrscht das kleine große Prog-Einmaleins

Der Gitarrenvirtuose sammelt dabei eine hochkompetente Band bestehend aus Roger King an den Tasten, Drummer Gary O’Toole, Saxophonist Rob Townsend, Lee Pomeroy am Tieftöner und dem fähigen Sänger Nad Sylvan um sich. Bei einem Auftritt in so einer prestigeträchtigen Konzertlocation wie der Royal Albert Hall dürfen natürlich auch nicht hochkarätige Gastmusiker fehlen.

Neben Sänger Ray Wilson, der in den Neunzigern vorübergehend GENESIS seine Stimme verlieh, ist auch der renommierte schwedische Gitarrist Roine Stolt dabei, der mit seiner Band FLOWER KINGS eine deutliche Retro-Progressive-Duftmarke hinterlassen hat und bereits auch für den YES-Barden Jon Anderson in die Saiten greifen durfte. Mit Sängerin Amanda Lehmann bittet Hackett seine Ehefrau auf die Bühne, die selber Musikerin ist – it’s all in the family! Das Highlight unter den Gastmusikern ist ohne Zweifel der 2017 verstorbene John Wetton, der als Sänger und Bassist bei den Prog-Göttern von KING CRIMSON und ASIA Songs für die Ewigkeit geschrieben hat und mit Hackett zusammen den Klassiker „Firth Of Fifth“ vom Album „Selling England By The Pound“ von 1973 zum Besten gibt.

Man merkt Hackett, seiner Band und den Gastmusikern den Spaß auf der Bühne deutlich an. Mit kurzen und sympathischen Ansagen kündigt der Star-Gitarrist Hit um Hit seines GENESIS-Revisited-Projekts an und zaubert dem zugeneigten Prog-Fan Song um Song ein wissendes Lächeln auf die Lippen. Bereits der Opener „Dance On A Volcano“ vom 1976er Album „A Trick Of Tail“ schüttelt schon mächtig durch und zeigt, dass Steve Hackett bis heute zur Avantgarde der virtuosen Gitarristenfront gehört. Highlights sind zudem „Dancing With The Moonlit Knight“ vom Knaller-Album „Selling England By The Pound“ oder der Über-GENESIS-Song „Supper’s Ready“ vom 1972er Klassiker „Foxtrott“, bei dem die ganze Band in dem 20-Minuten-Opus-Magnum ganz tief in die Prog-Trickkiste greift. Dass die Aufnahmequalität vom Feinsten ist, erklärt sich hier wohl fast von selbst.

„Genesis Revisited“ – zeitlos klassisch

Wer sich nur ansatzweise für Prog-Rock oder dem Schaffen von GENESIS begeistern kann, kann bei Steve Hackett und seinem GENESIS-Revisted-Projekt bedenkenlos zuschlagen. Auf 18 Songs bekommt man nahezu alle Highlights aus der Anfangsphase der Prog-Götter kredenzt, die sich angenehm nah am Original halten, aber auch nicht vor lauter Respekt die Lust am Entdecken der Songs verlieren. Und auch wenn die (originale) GENESIS-Reunion nicht mehr stattfinden sollte, dieses Stück Musik lädt alte und neue Fans auf eine wahre Entdeckungsreise ein.

Text von: Oliver Strosetzki

22.06.2020

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