Steve Hackett - The Circus And The Nightwhale

Review

Mit “The Circus And The Nightwale“ schickt STEVE HACKETT bereits seine dreißigste Soloveröffentlichung ins Rennen. “The Circus And The Nightwale“ ist ein Konzeptalbum mit einer Übergangsritus-Geschichte, die sich um den jugendlichen Charakter namens Travla dreht. Der begnadete Gitarrist, der zwischen 1971 und 1977 sein Talent bei GENESIS einbrachte, sagt selbst über sein aktuelles Werk, es habe eine autobiographische Perspektive und sage die Dinge aus, die er schon seit einer sehr langen Zeit hätte sagen wollen.

STEVE HACKETT geht unter die Zirkusdirektoren

Für das Line-Up von “The Circus And The Nightwale“ hat sich STEVE HACKETT wieder allerhand namhafte Unterstützung geholt, die von Roger King an Keyboards, Programmierung und Orchesterarrangements, Rob Townsend am Saxophon, Nad Sylvan an den Vocals, Craig Blundell an den Drums bis Amanda Lehmann an den Vocals rangiert. Weiter kehren als Gastmusiker Nick D’Virgilio und Hugo Degenhardt an den Drums, Benedict Fenner am Keyboard und Malik Mansurov mit der Tar zurück, und es gibt eine Darbietung von Steves Bruder John Hackett auf der Flöte.

So viel zur Besetzung. Wie sieht es mit Inhalt und Sound aus? Wie von STEVE HACKETT gewohnt lassen auch die nichts zu wünschen übrig. Bereits “People Of The Smoke“ überrascht mit einem elektronischen, vom Geräusch einer startenden Dampflok eingeleiteten Intro, das weniger aufmerksame Zuhörer auf eine falsche Fährte locken könnte, sich dann aber in glasklaren Progrock auflöst und die Story auch thematisch in Fahrt bringt. “Found And Lost“ dient als langsames, verjazztes Intro für “Enter The Ring“, welches wiederum stark an Werke von Arjen Lucassen (STAR ONE, AYREON) erinnert.

Eines der Highlights von “The Circus And The Nightwale“ ist das sehnsüchtige “Ghost Moon And Living Love“, das den Zuhörer in andere Sphären schickt und zum Träumen einlädt. Exotisch wird es dann in “Circo Inferno“ mit orientalischen Melodielinien und treibendem Drumbeat. Ein weiteres Highlight des Albums ist “Wherever You Are“. Ein starker Song mit packender Melodie und absoluter Ohrwurmtauglichkeit, dessen proggig-verspielter Mittelteil die helle Freude für alle Fans von STEVE HACKETT sein dürfte. Den würdigen Abschluss von “The Circus And The Nightwale“ bildet das ruhige, auf Mandoline und Gitarre gezupfte Instrumentalstück “White Dove“.

“The Circus And The Nightwale“ – dicker Fang?

Auf jeden Fall! Dass Steve Hackett ein Meister seines Faches ist, darüber muss nicht mehr diskutiert werden. Auch mit seinem neuesten Werk hat er wieder ins Schwarze getroffen. Der Zuhörer wird hier auf eine abwechslungsreiche Progrock-Reise mit Weltmusik-Einflüssen geschickt, die es in sich hat und die zwar eine interessante Grundgeschichte mitbringt, bei der aber die Musik im Vordergrund steht. “The Circus And The Nightwale“ ist definitiv eine Empfehlung wert!

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11.02.2024

Der metal.de Serviervorschlag

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1 Kommentar zu Steve Hackett - The Circus And The Nightwhale

  1. Werner sagt:

    Sorry,

    ich werde mit Steve Hackett einfach nicht warm. Spätestens im dritten Song bei dem unsäglichen Jazz Saxophonsolo bin ich wieder total genervt gewesen und frage mich – warum macht der keinen Jazz und wird einem sowas als Rock verkauft?

    Vergleiche zu Arjen Lucassen wie in der Review hinken bei mir – das ist eine ganz andere Liga.
    Zumal Lucassen nie so einen uninteressanten Sound kreieren würde.

    Ich verspreche mir jedesmal erst gar nicht in die neuen Werke reinzuhören – dann werden sie aber entweder wieder über den Klee gelobt oder aber – wie in dem Fall – verspreche ich mir Grund des guten Covermotivs mehr und bin dann wieder enttäuscht und entnervt.
    Nach ner halben Stunde hab ich den Stecker gezogen, weil ichs einfach nicht abkann.

    4/10