The Dead Daisies - Radiance

Review

Soundcheck September 2022# 17 Galerie mit 22 Bildern: The Dead Daisies - Live 2022 in Stuttgart

Vergangenes Jahr stellten THE DEAD DAISIES auf „Holy Ground“ ein neues Line-up vor, angeführt von Neu-Frontmann und -Bassist Glenn Hughes. In der kurzen Zeit seitdem entstand die neue Platte „Radiance“, die abermals einen Besetzungswechsel mit sich bringt. Diesmal kehrt Schlagzeuger Brian Tichy in den Schoß der Band zurück.

THE DEAD DAISIES nehmen Feinjustierungen vor

Einen großen Einschnitt in den Bandsound stellt dieser Wechsel aber nicht dar. „Radiance“ knüpft in vielen Punkten nahtlos an „Holy Ground“ an. Insbesondere die funkigen Einflüsse und der leichte Soul-Einschlag, die zwefellos von Hughes stammen, dominieren weiterhin zahlreiche Songs. Der zurückgelehnte Opener „Face Your Fear“ erinnert damit stark an DEEP PURPLE zu „Burn“- und „Stormbringer“-Zeiten.

Neben diesen Anknüpfungspunkten schlägt das Quartett in mancher Hinsicht eine andere Richtung ein als auf dem Vorgänger. Die Atmosphäre auf „Radiance“ ist längst nicht so düster, weniger Dicke-Hose-Riffs gibt es ebenfalls. Stattdessen regiert eine lässige, fast schon entspannte Stimmung. Druckvolle Songs wie das vorpreschende „Shine On“ oder das breitbeinige „Cascade“ stellen aber klar, dass THE DEAD DAISIES nichts von ihrem Arschtrittfaktor verloren haben.

„Radiance“ ist das Gegenmittel zum Herbstblues

Zudem fügt sich Hughes‘ Stimme im zweiten Anlauf deutlich besser ins Gesamtbild ein als noch auf „Holy Ground“. Klar, ein solcher Gesangsgott liefert immer überzeugend ab. Trotzdem fühlt sich „Holy Ground“ im Rückblick so an, als wären manche der Songs ursprünglich noch mit Sänger John Corabi im Hinterkopf entstanden, der stimmlich einen ganz anderen Ansatz als Hughes verfolgt.

Diesmal gibt es solche Momente nicht. Songs wie „Courageous“ oder „Kiss The Sun“ sind ganz klar auf Hughes zugeschnitten. Der spielt seine Stärken, die in den hohen Stimmlagen liegen, insbesondere in den Refrains aus, die sich unentwegt in die Gehörgänge fräsen.

So legen THE DEAD DAISIES eine Hardrock-Platte vor, die aufbauende Vibes mit einer lockeren Grundstimmung verbindet und jede Menge Hits kredenzt. Also genau das richtige Gegenmittel zum anstehenden Herbstblues – und eine weiterer starker Genrebeitrag der All-Star-Truppe.

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22.09.2022

"Irgendeiner wartet immer."

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