The Dead Daisies - Burn It Down

Review

Galerie mit 12 Bildern: The Dead Daisies auf dem Wacken Open Air 2016

Wer auf klassischen Hard Rock steht, ist in den letzten Jahren wohl kaum an THE DEAD DAISIES vorbei gekommen. Schließlich war die Supergroup mit den stetig wechselnden Mitglieder nicht nur auf den Bühnen dieser Welt umtriebig, sondern hat seit 2013 bereits drei starke Platten veröffentlicht. Nach der letztjährigen Konzertauslese „Live & Louder“ folgt jetzt Studiostreich Nummer vier: „Burn It Down“.

THE DEAD DAISIES gehen den nächsten Schritt

Auffällig ist sofort, dass das Album gegenüber den Vorgängern einen moderneren Stil fährt. „Resurrected“ und „Rise Up“ wildern im Modern Metal und Alternative Rock. Dank Sänger John Corabi erinnert das verdammt stark an das einzige von ihm eingesungene MÖTLEY CRÜE-Album aus den 90ern. Fans der vorherigen THE DEAD DAISIES-Alben könnten sich da etwas vor den Kopf gestoßen fühlen. Nüchtern betrachtet steht diese Weiterentwicklung den DAISIES gut zu Gesicht und sorgt dafür, dass „Burn It Down“ nicht wie eine stumpfe Kopie seiner erfolgreichen Vorgänger klingt. Der Titelsong schlägt dann auch gleich weitaus bluesigere Töne an, genau wie das anschließende „Judgement Day“ mit seinem Mundharmonika-Einsatz. Allerdings begehen THE DEAD DAISIES nicht den Fehler, ihr stärkstes Pulver in der ersten Albumhälfte zu verbraten. Mit „Dead And Gone“ befindet sich der größte Hit der Platte im letzten Drittel. Live wird der Song mit Sicherheit von einem lauten Publikumschor unterstützt.

 

„Burn It Down“ sorgt für Staunen

Die handwerklichen Fähigkeiten der beteiligten Musiker sind derweil immer noch über jeden Zweifel erhaben. Insbesondere Saitenhexer Doug Aldrich (ex-WHITESNAKE) sticht aber wieder einmal besonders hervor. Egal ob gefühlvolle Licks („Set Me Free“) oder virtuoses Metal-Shredding („Bitch“), Aldrich beherrscht jede Stilrichtung, die im Rock gefragt ist perfekt und sorgt ein ums andere Mal für Staunen. Genauso beeindruckend ist aber Frontmann John Corabi, dessen rauchiges Organ mit jedem weiteren Jahr nur noch besser wird. Einziger Neuzugang im Bandgefüge ist diesmal Schlagzeuger Deen Castronovo, der zuvor bereits bei BAD ENGLISH und JOURNEY getrommelt hat. Seinen Vorgängern bei THE DEAD DAISIES steht er in nichts nach. Sein akzentuiertes Spiel harmoniert perfekt mit Bassist Marco Mendoza (ex-WHITESNAKE, ex-THIN LIZZY), wodurch ein sattes Fundament für die Gitarrenriffs entsteht.

Genug der langen Worte. „Burn It Down“ ist das bislang wohl abwechslungsreichste und beste Album im THE DEAD DAISIES-Katalog. Und jetzt legt euch die Platte verdammt noch mal zu!

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30.03.2018

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