The Dead Daisies - Revolución

Review

Galerie mit 12 Bildern: The Dead Daisies auf dem Wacken Open Air 2016

THE DEAD DAISIES als Supergroup zu bezeichnen, ist sicherlich nicht verkehrt: Die Band versteht sich als Kollektiv von zahlreichen bekannten Musikern, das in verschiedenen Besetzungen tourt oder Alben aufnimmt. Jüngst war die Band in Deutschland im Vorprogramm von KISS zu sehen, und mit im Gepäck hatte sie das neue Album „Revolución“, das von Marco Mendoza (Bass; THIN LIZZY, WHITESNAKE), Dizzy Reed (Keys; GUNS N‘ ROSES), David Lowy (Gitarre), Richard Fortus (Gitarre; GUNS N‘ ROSES), Jackie Barnes (Drums) und Sänger John Corabi (MÖTLEY CRÜE, RATT) eingespielt wurde.

Eine namhafte Truppe also, und „Revolución“ ist ein starkes Rockalbum im klassischen Sinn: Im Vordergrund stehen die dreizehn Songs, die sich an den letzten vierzig Jahren Rockmusik orientieren. Im Vordergrund steht aber auch die Unaufgeregtheit, mit der die Songs inszeniert wurden – da gibt es keine wilden Gitarrensoli an den falschen Stellen, keine Egotrips, keine Mätzchen. Bei einem Song wie „Empty Heart“ hat man beispielsweise zunächst das Gefühl, dass ihm ein wesentlich schnelleres Tempo gut zu Gesicht stehen würde, bis man den hymnischen Refrain gehört hat: Der profitiert letztlich vom vermeintlich gemächlichen Tempo – die Musiker wissen einfach viel zu gut, wie sie die Zutaten am effektivsten einsetzen müssen, und da gehört jugendliche Hyperaktivität nicht gerade dazu (selbst wenn man bei „Evil“ bisweilen an einen David Coverdale in jungen Jahren denken muss…). Das Album versprüht vielmehr häufig ein Laid-Back-Feeling und fährt gut damit.

Natürlich sind THE DEAD DAISIES aber auch coole Säue – allen voran Sänger John Corabi, dessen Textzeilen man mit einem Grinsen quittiert, selbst wenn er darin lediglich über Drinks und die Unbill des Alltags philosophiert. Mein Favorit in dieser Reihe: „Midnight Moses“. Aber die Band tut auch alles dafür, dass man ihre Musik ernst nimmt – so wie man halt Rockmusik ernst nehmen kann, wenn man ihn in erster Linie als Unterhaltung sieht.

Kurzum: „Revolución“ ist ein Album, mit dem man nichts verkehrt machen kann, einfach weil es so gut ist. Keine Ausfälle, dafür kristallisieren sich eine Reihe Hits heraus, deren Auswahl, je nach Vorliebe, durchaus unterschiedlich ausfallen kann. Stark!

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12.06.2015

- Dreaming in Red -

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