The Eternal Afflict Featuring Qntal - San Diego 2k9 (Luminographic Agony)

Review

Ich muss gestehen, dass ich den „größten Tanzflächer-Füller der Indie-Szene“ bisher nicht kannte, irgendwie muss mir „San Diego“ die letzten 17 Jahre völlig durch die Lappen gegangen sein, was jedoch vielleicht auch mit einem persönlich generell angespannten Verhältnis zur Musik von THE ETERNAL AFFLICT zusammenhängen dürfte. Fans von THE ETERNAL AFFLICT werden jetzt wahrscheinlich schon toben, gilt „San Diego“ seit 1992 doch als bekanntester Track ihrer Lieblinge und ist wohl auch heute noch in den Playlists der Clubs zu finden. Schande über mein Haupt, es ist nun aber so und somit ist auch die neue „Version 2k9“ für mich zunächst einmal kein Remake, sondern ein gefühlter neuer Song. Soweit zu den Voraussetzungen, kommen wir zu den Fakten.

Das vorliegende Album kann als Startschuss für eine Reihe von Wiederveröffentlichungen aller bisherigen Alben von THE ETERNAL AFFLICT auf dem hauseigenen Label betrachtet werden. Und was bietet sich da mehr an, als dafür den größten Hit der Band zu nehmen, diesen gemeinsam mit QNTAL neu einzuspielen und zusätzlich noch ein paar angesagten Bands zum Remixen vorzulegen. So gibt es „San Diego 2k9“ in gleich fünf neuen und sehr elektrolastigen Versionen zu hören, zusätzlich ergänzt mit dem elfenhaften Gesang von QNTAL-Sängerin Syrah. Dieser ist allerdings primär im Hintergrund zu hören, auch im speziellen QNTAL-Remix. Das Mittelalter-Feeling hält sich somit sehr in Grenzen und es sind vor allem die tanzbaren elektronischen Beats, die „San Diego 2k9“ kennzeichnen. Durchaus nett anzuhören, was allerdings die „alten Fans“ zu dieser doch sehr modernen Versionen sagen werden, bleibt abzuwarten und entzieht sich meiner Kenntnis. Hinzu kommen weitere Remixe von JESUS ON EXTASY, PATENBRIGADE WOLFF und PROJECT PITCHFORK, die sich alle recht nah am Original orientieren und nur durch bandspezfische Feinheiten verändert wurden.

Unabhängig der neuen Version von „San Diego“ dürften sich die Fans von THE ETERNAL AFFLICT dann vor allem über wie Wiederauflage der „(Luminographic) Agony“-EP aus dem Jahr 1992 freuen, auf der auch die Ur-Version von „San Diego“ zu finden ist. Neueinsteiger lernen THE ETERNAL AFFLICT hier von ihrer Elektro-(Dark) Wave-Seite kennen und vielleicht auch lieben. Kult hin oder her – bei mir ist es dafür zu spät, meine Liebe konnte damit nicht entfacht werden, mir ist das alles einfach zu „wavig“ und zu anstrengend. Aber egal, denn das Glück der Fans perfekt machen dürften zum Abschluss die beiden Videoclips zu „Agony I Like“ und „San Diego“, letzterer aufgenommen im Jahr 2005 bei einem Konzert in Hannover. So schließt sich dann auch der Kreis zwischen Gegenwart und Vergangenheit und das nächste Re-Release samt Bonusmaterial steht mit Sicherheit schon in den Startlöchern…

21.02.2009

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