The Iniquity Descent - The Human Apheresis

Review

Es ist doch immer wieder schön, junge Black-Metal-Bands zu finden, die nicht nur durch Image und Provokation zu überzeugen versuchen, sondern durch ihre Musik. THE INIQUITY DESCENT aus Finnland möchte ich glatt einmal in diese Riege einordnen – kein Trauriger-Clown-Corpsepaint, keine bösen Pseudonyme, einfach nur fünf Leute, die Musik machen, dabei zwar – natürlich – düster vorgehen (ist ja immerhin Black Metal), aber nicht aus Selbstzweck, sondern tatsächlich, um das zu bereichern, was doch eigentlich zählen sollte.

„The Human Apheresis“ ist das erste Full-Length-Album der Band, wobei drei Songs bereits auf der in Eigenregie veröffentlichten EP „Trust The Serpent“ von 2010 erschienen sind. Das offensichtlichste Qualitätsmerkmal ist dabei sicherlich die geschickte, wie nur selten gut funktionierende Vermischung von Black Metal mit Rock und Einflüssen aus dem Avantgarde-Bereich. So lebt „The Human Apheresis“ von seinem rockigen Mid-Tempo-Groove, der die meisten Songs dominiert und für eine gute Portion Eingängigkeit sorgt. Dabei vergessen THE INIQUITY DESCENT jedoch nicht, auch der norwegischen Kälte Einlass in den bandeigenen Sound zu gewähren und mit Avantgarde-lastigen Passagen, oft im langsamen Bereich angesiedelt, für die nötige Abwechslung zu sorgen. Vergleichsgrößen wären hier die Norweger VREID, teilweise, in den avantgardistischeren Momenten, SECRETS OF THE MOON zu „Antithesis“-Zeiten, aber auch die Deutschen FARSOT mit ihrem Album „IIII“ sind nicht ganz weit entfernt.

Eingängig, kalt, abwechslungsreich – will man mehr? Nun ja, vielleicht ein bisschen mehr Atmosphäre und ein bisschen mehr Eigenständigkeit. Vor allem letzteres, denn im Grunde machen THE INIQUITY DESCENT nichts, was nicht andere auch schon gemacht haben. Trotzdem ist „The Human Apheresis“ ein gutes Album ohne allzu große Makel, so ist diese Review inklusive der Punktwertung nicht als unbedingte Kaufempfehlung, aber zumindest als Aufforderung zu verstehen, sich die Band mal auf die „Antesten“-Liste zu schreiben, wenn man mit den oben genannten Bands etwas anfangen kann.

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14.05.2012

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