The Legion - A Bliss To Suffer

Review

Es ist kein einfaches Unterfangen, die Schweden von THE LEGION vernünftig unter einen Genre-Hut zu stecken. Da dies selbst mit dem heutzutage gängigen, riesigen Metal-Vokabular kaum möglich ist, lasse ich es einfach und versuche stattdessen, einzelne Aspekte zu beleuchten. Selbst wenn ich hier typische Werbewäschereien wie, THE LEGION sei auf der Motivation begründet worden, Gewalt und Zerstörung zu bringen, anführe, so ist das nicht mal unbedingt falsch. Ganz grob umrissen, stelle man sich die Nordeuropäer einfach mal als neuere BEHEMOTH mit im Durchschnitt noch etwas erhöhtem Tempo und stärkerer Black-Metal-Ausrichtung vor.

Eine entsprechende Atmosphäre, der im Black Metal normalerweise primäre Bedeutung zukommen sollte, ist hier, wenn überhaupt, nur Nebenprodukt. Eine solche schimmert lediglich dann durch die wütenden Instrumentarien, wenn die Band chorale Elemente einsetzt, so geschehen bei den meines Erachtens stärksten Songs der Platte “Shining Redemption“ und “The Reaping Of Flesh And Blood“. Ansonsten pfeffern sich THE LEGION durch die gesamte Spielzeit hinweg, technisch extrem versiert und dabei doch immerzu weitgehend nachvollziehbar, auch wenn ein paar Durchläufe zum Entfachen des Feuers unabdinglich sind.

Sehr gut gelungen sind dabei die dauerhaften Verweise gen Death Metal, die auch in der stilistischen Zwischenperiode von BEHEMOTH hauptsächlich für deren Lorbeeren und Einzigartigkeit gesorgt haben. Eine dominante Double Bass, eine sehr saubere Produktion und eine bemerkenswerte Riff-Variation sorgen dafür, dass jeder Akkord in Richtung Magengrube trachtet und dass man sich ein ums andere Mal vielleicht sogar an technisch angehauchten Death Metal erinnert. Dagegen wirkt allerdings das höllische Gekeife von Lazr Martinsson, das gewisse Parallelen zu MARDUK zulässt. Diese existieren sogar auf dem Papier, denn THE LEGION-Drummer Emil Dragutinovic hat schließlich auch die letzte Platte der Panzerdivision namens “Rom 5:12“ eingetrümmert.

Im Wesentlichen herrschen auf “A Bliss To Suffer“ durchweg noch schwarzmetallische Züge vor, die aber soweit modifiziert sind, sodass THE LEGION mit einer ganz eigenen Black-Metal-Essenz arbeiten. So hat das Gemisch weder viel mit konventionellem Knüppel-BM noch mit der atmosphärischen Schwarzvariante gemein. Die Schweden haben ihre Nische zweifelsfrei gefunden, obgleich ich mir neuartige Bezeichnungen dahingehend direkt erspare. Hört einfach mal rein und lasst euch zerfetzen!

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08.04.2009

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