Tool - Fear Inoculum

Review

Das Warten hat ein Ende. Endlich können wir mit geschwollener Brust in die Öffentlichkeit treten und den Leuten in Gesicht schreien: „It’s TOOL-Time, bitches!“

13 lange Jahre haben wir gewartet, 2.961.623 schlechte Internetmemes ertragen, und nun ist der Nachfolger von „10,000 Days“, „Fear Inoculum“, endlich Realität geworden. Natürlich wird es den ein oder anderen Verschwörungstheoretiker geben, der die Realität des Albums immer noch absprechen wird, genauso wie die Existenz Bielefelds, aber lassen wir mal die X-Akten beiseite.

Bevor ich beginne, soll natürlich gesagt sein, dass es zwei Versionen des Albums gibt. Einmal die digitale Version mit zehn Tracks und dann die physische Special Edition mit sieben Songs für 80 € bis 90 €, je nach Anbieter. Auch wenn es dem Geldbeutel geschadet hat, habe ich mich mit beiden Versionen beschäftigt, werde dennoch die Wertung auf der digitalen Version basieren, da diese mit hoher Wahrscheinlichkeit die am meisten gehörte sein wird. Des Weiteren werde ich nicht auf die Debatte um die Special Edition eingehen. Dafür wurden Kommentarspalten entwickelt, um philosophisch solch Fragen zu diskutieren, wie „Was ist Wert?“, „Was ist ein Produkt?“, „Wann wird ein Produkt zu Wert?“, und natürlich der Klassiker: „Wann genau ist ein Wert gerechtfertigt?“

Nun denn, bleiben wir bei der Musik und beginnen…

Die hohe Schule des Songwritings

TOOL haben sich in ihrer Karriere natürlich einen Namen für ihr Songwriting und ihr musikalisches Können gemacht. Eingängige, jedoch komplexe Kompositionen, die durch psychedelische Einflüsse etwas in die Länge gehen konnten, aber dennoch kompakt wirkten, sind ein Markenzeichen der Band. Wir erinnern uns an Songs wie „Schism“, „Stinkfist“ oder „The Pot“. Solche kompakt wirkenden Songs gibt es auf „Fear Inoculum“ nicht. Das Album besteht aus sechs Hauptkompositionen, die alle entweder über oder um die Zehnminutenmarke gehen. Die anderen Songs sind zwei Interludes („Litanie contre la Peur“, Legion Inoculum“), ein Outro („Mockingbeat“) und das Drumsolo Satans höchstpersönlich („Chocolate Chip Trip“). Die Herausforderung, die eine Band mit solch langen Kompositionen hat, ist den Hörer in der Zeit so lange zu beschäftigen, dass es ihm nicht langweilig wird.

TOOL schaffen dies mit Bravour. Die ersten erklingenden Noten des Openers und Titeltracks blenden die Außenwelt komplett aus, und der Hörer wird durch eine Welt voller eingängiger Melodien, komplexen Polyrhythmen und Zählzeiten und Sci-Fi-Einflüssen geschleudert, bis hin zum Abrisssong des Albums – „7empest“. Das Album wird durch gewisse musikalische Wechsel innerhalb der Songs sehr interessant. Während Maynard James Keenan (Vocals) und Adam Jones (Gitarre) gerade keine große Melodie in das Stück einbringen, können wir die Arbeit eines der talentierstesten Rhythmussektionen in Justin Chancellor (Bass) und Danny Carey (Drums) bewundern. Aus solchen rhythmisch prägnanten Abschnitten öffnen TOOL meist das musikalische Thema, um den Stück Eingängigkeit zu verleihen. Die besten Hörbeispiele hierfür sind „Pneuma“ und „Invincible“. Am Beispiel „Pneuma“ verdeutlicht, singt Keenan den sehr prägnanten Hook „We are born of One Breath, One Word. […]“, danach öffnet Adam Jones das musikalische Thema, und der Song wird im Ganzen melodisch; allerdings verbirgt sich zur selben Zeit eine große Komplexität in den Breaks, die Carey auf dem Schlagzeug uns im Hintergrund präsentiert. Dem Hörer wird somit ein enormes Klangbild geboten.

Des Weiteren haben die Songs innerhalb ihrer Struktur mehrere Spannungsbögen und dementsprechend mehrere Höhepunkte. Solch ein Hin und Her geben den Songs Abwechslung, was vor allem längere Tracks brauchen, um spannend zu bleiben. Es gibt nicht einen Song auf dem Album, bei dem ich nicht mindestens einmal Gänsehaut bekommen habe. Doch die prägnantesten Songs sind „Invincible“, „Descending“ und „7empest“. „7empest“ ist hierbei ein anderes Monster als die restlichen Songs. Während die anderen Songs sehr lange sich relativ ruhig aufbauen und Keenan größtenteils sanft singt, drehen die Jungs bei „7empest“ nach kurzer Zeit auf und Keenans Gesang ist deutlich aggressiver. Im letzten Song bekommt das Album nochmal einen ordentlichen Geschwindigkeitsboost. Ein großer Schluss für ein großartiges Album.

Warum also keine 10/10?

Trotz der ganzen Lobpreisungen gibt es genau zwei Kritikpunkte, die doch einen Punktabzug rechtfertigen. Zunächst sind es die Interludes. „Litanie contre la Peur“, „Legion Inoculum“ und „Mockingbeat“ mögen zwar interessante Klangwelten wiedergeben, dennoch wirken sie etwas sehr aus dem restlichen musikalischen Kontext des Albums herausgerissen und ziehen ein ohnehin schon langes Album unnötig weiter in die Länge. Auf der physischen Version gibt es diese Songs nicht, was das Album in der Form perfekt machen würde. Doch lege ich die digitale Version als Basis der Bewertung zugrunde. Was also physisch eine 10/10 wäre, ist durch die digital vorhandenen Zwischensequenzen ein Punkt weniger.

Der zweite Kritikpunkt ist ein Punkt, der vielleicht etwas zu vernachlässigen ist, ich aber dennoch erwähnen möchte. Trotz dessen, dass TOOL es schaffen, die langen Songs sehr abwechslungsreich zu gestalten, kann das Erforschen der musikalischen Themen der Band für manchen Hörer mühsam sein. Nicht jeder kann sich an der Komplexität der Zählzeiten oder der Polyrhythmik auf Dauer erfreuen. Selbst Hörer, die mit der Band etwas anfangen können, mag es an einer gewissen Kompaktheit fehlen, die in früheren Songs, wie „Parabola“ oder „Vicarious“ gegeben war, aber in einer 13-minütigen, psychedelisch-progressiven Jam-Session, wie „Descending“, etwas fehlt und die musikalische Komplexität vielleicht ab einen gewissen Grad für den ein oder anderen anstrengend wird.

Letztlich bleibt zu sagen, dass „Fear Inoculum“ die lange Wartezeit wert war. Es ist nicht das beste Album der Band, aber defintiv ein großartiges Album.

03.09.2019

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43 Kommentare zu Tool - Fear Inoculum

  1. doktor von pain sagt:

    Da ich physische Tonträger sammle, musste ich schon zweimal hingucken: 80 bis 90 Euro für die Special Edition mit irgendelchem überflüssigen Technik-Schnickschnack? Als normales Album hätte ich mir „Fear Inoculum“ wahrscheinlich gekauft, aber da es (derzeit) nur die maßlos überteuerte Special Edition gibt, habe ich vo Kauf abgesehen. Mehr noch: Ich habe mir aus Prinzip nicht einen Song vom Album angehört. Ha! Nehmt das, Tool! Nee, mal ernsthaft: Unter solchen Umständen verliere ich tatsächlich das Interesse an der Musik.

    1. ClutchNixon sagt:

      Ich habe das Album via Download gekauft und komme nicht umhin, die Preise der physical copies als Realsatire in Produktion aufzufassen. Hintergedanken hatten die Bengel ja immer.

      1. marioanna sagt:

        😂😂😂 Das sind die Belieber und Justin Bieber, die TOOL streamen oder noch besser, downloaden. So bleibt mehr echte Ware auf dem Markt für die, die es verstehen und anwenden können.

      2. ClutchNixon sagt:

        Was stimmt denn mit dir bitte nich? Oder bist du es Nili, der seinen Tool Hass nun so vertrollt? Ist doch schön, so dir Tool deine drogenumnebelte Realität mit den ECHTEN Inhalten zu füllen vermögen.

    2. chrisse sagt:

      dafür gibt’s einen hd download (24bit/96khz). ist mir persönlich lieber als cd, die steht ungenutzt in meinem regal.

    3. HH7 sagt:

      Also wenn du dir wegen solchen Nebensächlichkeiten die 6 Überlängen-Songs nicht rein ziehst, und du eigentlich Fan von guter Musik bist, dann kann ich nur sagen, hoffentlich gehst du nicht ins Grab, bevor du dir dieses Tool-Album angehört hast!!! Tool ist anders, darum machen die auch so einen Aufriss! Kann mir nicht vorstellen, dass es solchen Künstlern ums Geld geht. Ich hab mir die Songs bei utube mit dem mp3-Umwandler runter gezogen. Kostet 0,0Nix 😉

      1. doktor von pain sagt:

        Ich halte bei Musik nix von Downlads oder Streaming.

        „Kann mir nicht vorstellen, dass es solchen Künstlern ums Geld geht.“
        Ich schon. Und vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass sie es toll finden, wenn jemand ihre Musik für lau zieht. Oder anders ausgedrückt: klaut.

      2. nili68 sagt:

        Es macht vielleicht nicht jede Band so’n Trara wie Metallica darum, aber wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, die Band hätte nichts dagegen? Denken viele so? Meine Hoffnung in die Menschheit schwindet immer mehr..

  2. marioanna sagt:

    -10/10
    minus10 von 10 für diese Kritik !!!

    Warum darf einer, der offensichtlich GAR KEINE Ahnung von Spiritualität und Wissen über Erleuchtung hat, den Auftrag einer Kritik über dieses Album ausführen?!
    Das kommt dem Vergleich nahe, dass ein Bauarbeiter die OP eines Herzchirurgen analysieren soll!
    Ich check‘ das einfach nicht. Da wird der Platz im Internet für eine ganz sachliche und bereits durch und durch bekannte Beschreibung des musikalischen Könnens von TOOL verschwendet – so als ob dieser Metal.de-Kritiker uns nach knapp 30 Jahren TOOL-Bandgeschichte nochmal eben kurz das kleine 1×1 erklären müsste, nur, weil er seinen Pseudo-Intellekt grotesk fehl einschätzt. (Wenn die Wut und das Unverständnis darüber nicht wären, hätte ich mich schlapp gelacht!)

    Da kommt nach all diesen Jahren -unerwartet, muss man schon sagen- diese Perfektion von Konzeptalbum daher
    (Notiz für den Kritiker von Metal.de : bitte recherchieren, was die Eckpfeiler eines Konzeptalbums sind!)
    … und dieser Kritiker rafft es einfach nicht, dass diese Interludes die absoluten Reinformen von perfekten Outros bzw. Intros der entsprechenden nachfolgenden/vorhergehenden Tracks sind – nicht nur von der jeweiligen Klangbildentwicklung jedes einzelnen Tracks, sondern vielmehr (und das erhöht das Level des Anspruchs in diesem Album ein weiteres Mal), weil es die zusammenhängenden Erklärungskapitel, was die Songs eigentlich sind, qualitativ perfekt abgerundet voneinander trennt. Sehr gute und somit nützliche Abtrenner in der „musisch erklärenden“ Thematik; am hochwertigsten erkennbar im Übergang von Legion Inoculant zu Descending in Form von Ozeanklängen = vom Geimpft-sein gegen all die Ängste ist das Abtauchen im Ozean der ewigen Elemente möglich! (Denken Sie da mal drüber nach, Herr Metal.de-Kritiker, wenn Sie das nächste Mal wieder auf der Baustelle arbeiten müssen; vielleicht ein bisschen Metallica interpretieren, aber bitte keine Herz-OP-Analysen mehr!)

    Es bleibt zusammenfassend nur zu sagen, dass in dieser armen, armen Kritik das Offensichtliche mal wieder mit viel Überflusspolemik beschrieben wurde; das Allerwichtigste und Wertvollste aber aus Gründen des fehlenden Wissens über die vorliegende Thematik ungesagt geblieben ist. Was sehr arm daher kommt; so nach 14 Jahren möglich gewesenem Training.

    So gesehen schließt sich dank TOOLs Vorausschau auch hier, sogar mithilfe des Wortspiels, der perfekte Kreis ::
    FEAR INOCULUM (bitte Deklaration hierfür proaktiv selbst googeln) = es bleibt nach wie vor nur eine Mikro (haha…) kleine (Rein-)Gruppe, die für die Auf- und Weiterzucht genommen werden kann! Himmelhoher Dank an TOOL für die Klarstellung !!!
    Da hat man nach 10.000 Days tatsächlich gedacht, es wäre alles gesagt worden und die vier wahrhaftigen Musiker schaffen es ihre bisherigen vier Alben in einem fünften auf die erstaunlichste Weise erklärend zusammenzufassen, eine Art Wegbeschreibung darzustellen und ihr Talent mit diesem perfekten Konzeptalbum und modernem TOOL-Sound zu materialisieren.

    In diesem Sinne, Herr Metal.de-Kritiker, die besten Wünsche für Ihre persönliche Evolution und Erleuchtung !

    10/10
    1. BlindeGardine sagt:

      Ganz genau, es sollten auch nur leute rezensionen zu cannibal corpse verfassen, die mindestens ein gesicht mit einem hammer zu brei gehauen oder beischlaf mit einem messer praktiziert haben. Reviews zu destruction alben sollten außerdem nur ausgebildete fleischer mit einer anerkannten, diagnostizierten mentalen störung haben und zu voivod darf man sich eh nur äußern, wenn man mindestens 3 jahre wachdienst in der area 51 geschoben hat. Man man man, soviel aufgeblasener unfug in einem kommentar…bist du das mai?

      Zum tool album kann ich mich noch nicht abschließend äußern, habe ich doch bisher nur 2 durchgänge hinter mir und bin noch nicht so richtig damit warm geworden. Das brimborium im vorfeld und die preisgestaltung ist allerdings schon recht peinlich.

    2. Vincent sagt:

      Also als Staire finde ich diesen Kommentar amüsant. Auch wenn ich mir nicht vorstellen möchte, das er ernsthaft gemeint wäre….dann hätten wir hier einen stark gekränkten Metal-Fan, der leider nie als Rezensent genommen wurde, trotz unzähliger Bewerbungen. Ein Hobbyrezensent mit viel Liebe für Tool.

    3. Stefan sagt:

      Vielleicht sind die Interludes auch die Strafe für den Download. Gerade der Track „Mockingbeat“ klärt schon durch den Titel vielleicht über die wahre Bedeutung der Interludes auf.
      Wären sie soooo notwendig zur Unterteilung des Albums, hätte die pysische Version auch genauso gut eine Doppel CD werden können. Ich denke die Unschärfe bezüglich der Bedeutung der Interludes macht die Sache eher künstlerisch interessant. Ich habe sie aus meinem Ordner aber herausgenommen.

      Vielleicht schließt mich das in den Augen von Marioanna nun für die Weiterzucht in der reinen Gruppe aus (was für ein braun-esoterisches Faschogequassel, hat nix mit dem Album und erst recht nix mit Erleuchtung zu tun) aber zum Glück steh ich nicht so auf Eugenik und entscheide lieber selbst ob und mit wem ich mich fortpflanze.

      10/10
    4. Stefan sagt:

      Du hast vielleicht deinem Usernamen nach ein bisschen Ahnung von Psychedelik, bist aber voll im Abyss hängengeblieben und selber von Erleuchtung entfernt, wenn du jemanden so entwertest, nur weil er die Interludes als überflüssig bezeichnet hat und Ketzerei an deinen Göttern betrieben hat.
      Wir leben in einem Land der Meinungsfreiheit. Um die Pressefreiheit ist es hier noch recht gut bestellt. Mensch darf Tool mögen oder nicht. Bei der Verherrlichung von Eugenik fängt allegrdings irgendwann das an was juristisch unter Volksverhetzung läuft. Das haben Tool nirgendwo gesagt oder angedeutet, so eine elitäre und auch autoritäre Perspektive auf Spiritualität interpretierst du da hinein. Voll im Abyss gelandet, Herr teutonischer Zauberlehrling, die besten Wünsche dass du da wieder herauskommst, aus eigener Kraft wird das nicht gehen, such dir schamanische Hilfe.

      Hat der doch wirklich irgendwas über „Weiterzucht der reinen Gruppe“ in den Titel des Albums reinhalluziniert. Und so ein Hass und Fanatismus will sich als Spiritualität verkaufen. Nee wirklich, Hilfe suchen, Therapie machen, bei jemandem der oder die spirituell etwas weiter und entspannter ist. Jemandem mit so ner Verbalgewalt den Mund verbieten wollen nur weil er statt 10 nur 9 Punkte vergeben hat ist Wahnsinn. Bei nem Verriss kann ich verstehen dass eins sich als Fan ärgert. Vielleicht hast du auch nicht gecheckt dass die Interludes ein Joke sind, die den KäuferInnen der physischen CD erspart bleiben, da sie die „reine Gruppe“ der eigentlichen Songs bekommen 😀
      Vielleicht lacht sich Maynard auch gerade darüber kaputt, wie manche Leute den Mockingbeat als göttliche Offenbarung feiern. Cosmic Joke nicht geblickt, braucht wohl noch ne Ehrenrunde im Erleuchtungskurs.

    5. Der_Bauk sagt:

      Freut Euch doch einfach, dass Intronaut endlich n Sänger gefunden haben…
      Ansonsten:
      Intellenz und ihre Folgen müsst Ihr aushalten…

      10/10
    6. Stefan sagt:

      Schließlich ist nur sehr sehr begrenzt „Platz im Internet“ und die Erleuchteten-Fraktion der Redaktion von metal.de hat einfach nicht genug Platz eingeräumt bekommen sich über das Album zu äußern, denn ALLE Erleuchteten finden die Interludes absolut notwendig für die weitere Evolution und Weiterzucht der reinen Gruppe und würden somit ausnahmslos alle 10/10 vergeben. Beschluss der Großen Weißen Bruderschaft des Lichtes, nur wer 10/10 gibt bekommt den Auftrag. Wer von sich aus und ohne Auftrag von oben im Internet über Musik schreibt, die ihm/ihr gefällt, nimmt eh nur Platz weg, für die Erleuchteten die gerne weitergezüchtet werden wollen. Also, die gerne auch mal ran wollen. An die Tasten, versteht sich. 9 von 10! Das ist ja wohl ein Witz. (ach?)
      Stattdessen äußert sich hier ein offensichtlich Unerleuchteter ÖFFENTLICH über das neue Tool Album.
      Und nicht etwa in einem Agnostiker-Forum für Interlude-Allergiker, nein auf einer Metal-Seite!!1! Ketzerei! Volksverrat! Entarteter Musikgeschmack! Nur wer 10 vergibt darf sich hier äußern. Und wer weniger als 10 gibt sollte zumindest einen Reiki Ausweis bei sich tragen!

    7. Stefan sagt:

      Du meinst wohl, bei diesem Metal-Rezensenten ist eine weniger spirituelle Wurzelrasse eingekreuzt, nicht zur Weiterzucht geeignet. Das wolltest du doch sagen, oder, Herr Esoterik-Faschist? Wer führt denn die angeblich kosmischen Aufträge aus, zu entscheiden wer leben darf und wer nicht? Die „reine Gruppe“? So etwas hatten wir schon mal.
      „Himmelhoher Dank an Tool für die Klarstellung“, wie schmierig-heuchlerisch. Danke dafür dass sie für deine krankhaften Überlegenheitsfantasien herhalten müssen? Du weißt doch nix über den Himmel, kommst doch über dein möchtegern-erleuchtetes Ego nicht hinaus, wie willst du denn himmelhohen Dank aussprechen? Hättest du dich für die Musik und die Erfahrung bedankt, die dir zuteil wurde. Stattdessen sucht der Egomind in den Lyrics verbissen nach Bestätigung für seine kruden Thesen. Unglaublich erleuchtet.

      Und um deine anfängliche Frage noch mal klar zu beantworten, warum der Rezensent sich über Tool äußern darf: Weil wir noch in nem relativ freien Land leben. Und daran werden auch verirrte Fascho´s wie ihr nichts ändern. Leute wie du hindern andere am spirituellen Erwachen, ihr zieht sie in eure esoterischen Macht- und Bewertungsspielchen hinein und verkauft eure elitäre Pseudospiritualität als Heilung.

      Kein Fußbreit den Faschisten, aber trotzdem auch dir ein Namasté,
      Lokah samasta sukhino bhavantu, Mögen alle Wesen glücklich und frei von Leid sein.

  3. Sane sagt:

    Als hätten Februar bis Juni und nili ein Kind gezeugt.

    Ich komme Blut vor lachen! :-))

  4. chrisse sagt:

    ich glaub’s nicht. punktabzug für die interludien? die gibt’s seit aenima (10/10), auch 10,000 days (auch 10/10) hat sie. nun veröffentlichen tool zum ersten mal seit undertow eine cd ohne interludien (abgesehen von cct) und es gibt abzug, weil die downloadversion welche hat?
    ganz abegesehen davon, dass ich eben jene auf keinem anderen album so passend fand (abgesehen vom jimmy-intro) und sie eine willkommene verschnaufpause zwischen songs darstellen.
    und um noch den klugscheißer rauszulassen: der autor hat die download variante in abgrenzung zur cd als digital bezeichnet. ist die cd etwa analog?
    btw, der analoge tonträger soll gegen ende des jahres kommen. und ich kann mir gut vorstellen, dass auch noch eine normsle cd kommt. vielleicht aber auch nicht.

    1. marioanna sagt:

      Witzig, dass es -wie der Zufall so will- nach diesem JustinBieber-#Bummer-Vorfall gerade für die digitale Version (Autor-Formulierung) diese an-die-Hand-nehmen-10er-Verlängerung gibt; die reine Version aber sehr bewusst mit 7 Tracks vollkommen ist und gerade deswegen 7empest mit der 7 geschrieben wird!
      #Mockingbirds
      Nichts wird dem Zufall überlassen, könnte man denken. 😉

    2. BlindeGardine sagt:

      Die Fragen sind doch, muss ein Tool-Album automatisch 10/10 bekommen und warum wird wieder eine Rezension zu einem aktuellen Album an einer 20 (!!!) Jahre alten Rezension eines anderen Autors gemessen?
      Der Rezensent hat hier 2 Kritikpunkte genannt, die das Album für ihn subjektiv (Rezensionen sind IMMER subjektiv) nicht zu einem perfekten Hörerlebnis machen und auf nichts anderes als ein perfektes Hörerlebnis sollte man auch die volle Punktzahl geben. Fertig. Hier wird ja mitunter so getan, als wäre 9/10 eine schlechte Bewertung, 10/10 das Minumum und 11/10 eigentlich nur fair.
      Ja, Tool sind eine tolle und talentierte Band, aber man kann es mit dem blinden Hype auch etwas übertreiben. Ich würde übrigens einen Punkt für das urhässliche Cover abziehen, das Album lasse selbst lasse ich wie gesagt noch auf mich wirken.

  5. nili68 sagt:

    Was hab‘ ich denn schon wieder damit zu tun? Ihr seid ja paranoid.
    Das Lied ist natürlich meh, wie immer. Diesen Satz habe ich auch nur geschrieben, damit (potentielle) Sektenanhänger sich noch erleuchteter fühlen können. Da kann man nur hoffen, dass es eine Selbstmord-Sekte ist, dann lösen Tool sich vielleicht auf, wenn keine Käufer mehr da sind. Die können aber auch von Aliens abgeholt werden (in die Psychiatrie gebracht), ist mir auch recht..

  6. Berthold.Brechteisen sagt:

    Großartiges Album das mich zu keiner Sekunde langweilt. Bin mach dreizehn jahren warten nicht enttäuscht wurden. Für mich bis jetzt das wohl stärkste Album des Jahres.

    10/10
  7. royale sagt:

    So! Nun lief das Scheibchen dreimal im chilligen Nachtdienst via YouTube durch. Schlecht ist es nicht.

    „Warum also keine 10/10“?

    Das neue Tool Album ist echt okay, aber mehr wie acht Punkte?
    10 von 10 ist doch die absolute superduperoberhammer…. und die volle Punktzahl vergibt man ja nicht oft.
    Da fand ich Bands wie Bitchhammer, Idle Hands, Tanith, Vulture, The Riven usw. 2019 echt spannender und
    was ich bisher von Disillusion, Screamer oder Atlantean Kodex gehört habe, fand ich bis jetzt auch cooler.
    Jo ich weiss, anderes Genre, nicht vergleichbar, ich kenn die Toolargumente 😉

    8/10
    1. BlindeGardine sagt:

      Ich bin da nach mehreren Durchläufen ganz bei dir. Objektiv gesehen mal wieder ein fantastisches Album fantastischer Musiker mit fantastischer Produktion, in jeder Hinsicht wieder ein Gesamtkunstwerk. Und auch subjektiv gibt es vieles, was mir gefällt. Tool existieren seit jeher in ihrem eigenen, vom Rest der Musikwelt abgeschotteten Klangkosmos…in dem sie aber eben auch immer nach Tool klingen. Deswegen ist ein neues Album auch irgendwie immer gleichermaßen ehrfurchtgebietend und trotzdem wenig überraschend. Tool drehen sich quasi um sich selbst, was hier bitte nicht negativ aufzufassen ist.
      ABER ich muss nach mehrmaligem Hören halt auch sagen, dass mich die Scheibe nicht mehr so abholt wie seinerzeit die „Lateralus“, auch wenn ich die Exzellenz wie gesagt durchaus anerkenne. Tool sind eine dieser Bands, für deren Alben man in Stimmung sein und sich Zeit nehmen muss.Das hört man eben nicht nebenbei und auch nicht zur gemütlichen Unterhaltung, da bedarf es schon einer aufmerksamen Auseinandersetzung. Mal mach ich das gerne, insgesamt bevorzuge ich aber auch jene Alben, die ich immer und zu jeder Zeit auflegen und Spaß damit haben kann. Wie eben einige der von royale genannten. Deswegen auch von mir „nur“ 8 Punkte.

      8/10
  8. L@THERIVERFLOW sagt:

    ,,Tool sind eine dieser Bands, für deren Alben man in Stimmung sein und sich Zeit nehmen muss.Das hört man eben nicht nebenbei und auch nicht zur gemütlichen Unterhaltung, da bedarf es schon einer aufmerksamen Auseinandersetzung. Mal mach ich das gerne, insgesamt bevorzuge ich aber auch jene Alben, die ich immer und zu jeder Zeit auflegen und Spaß damit haben kann.“

    Amen!

    Mir ist das Zeug von Tool zu wenig alltagstauglich… aber geil ist es auf jeden Fall. Obwohl ich auch sagen muss das FEAR INOCULUM nicht ihr bestes Werk geworden ist. Deswegen auch von mir gute acht Punkte ✌️

    8/10
  9. Christian sagt:

    Alles ist glücklicherweise so, wie es sein soll.

    10/10
  10. ian_tank sagt:

    Ich gestatte mir mal, meine auf Amazon veröffentlichte Bewertung mit Euch zu teilen:

    Zwei kritische Anmerkungen vorab:

    1. Die Entscheidung, das Album physisch exklusiv in Form dieser opulenten Deluxe-Ausgabe zu veröffentlichen, sehe auch ich sehr kritisch. Es gibt – gerade im Bereich der „handgemachten“ Musik – immer noch viele Leute, denen ein anfassbares Produkt sehr wichtig ist. Nicht jeder von diesen kann – oder möchte – aber 80 Euro für eine CD ausgeben. Eine „Standard“-CD-Ausgabe wäre aus meiner Sicht unbedingt notwendig gewesen, zumal die digitale Download-Version nur in qualitativ minderwertigem, komprimiertem mp3-Format angeboten wird.

    2. Die Preispolitik $ zu €
    Das Produkt hat bei Erscheinen in den USA um die 40 Dollar gekostet. Warum kostet so etwas in der EU dann 80 €? Rechnet man den Dollarpreis um, dann hätten hier ca. 37 € aufgerufen werden müssen.

    Abschlussbemerkung dazu: Sehr viele Rezensenten auf Amazon bewerten das Album aufgrund des erstgenannten Punktes nur mit einem oder zwei Sternen. Dem schließe ich mich nicht an, aus zwei Gründen: Erstens ist der Preis von 80 € für das angebotene Schmuckstück absolut angemessen. Zweitens möchte ich in meiner Bewertung eines Albums vorrangig die Musik bewerten, nicht die Präsentation. Und drittens… aber lest selbst.

    Kurzer Ausschnitt aus der jüngsten Vorgeschichte des Albums

    Kaum ein Album dürfte in der Rockwelt in den letzten 20 Jahren so sehnlich erwartet worden sein wie das neue Tool-Album. Mehr als 13 Jahre nach dem letzten Release „10,000 days“ erschien am 30.08.2019 „Fear Inoculum“, zuvor flankiert von der Veröffentlichung aller Tool-Alben auf sämtlichen Streamingplattformen, auf welchen bis dato keinerlei Tool-Tracks existierten.

    Mit einem Gemisch aus Angst – davor, dass das neue Album das Ende der bis dato vollkommen unbefleckten Großartigkeit der gesamten Diskographie markieren könnte – und neugieriger, aufgeregter Erwartung und Hoffnung warteten Millionen Toolfans weltweit auf dieses Album. Die Erwartungen an dieses Album waren nahezu unerfüllbar hoch. Überirdisch hoch. Monatelang wurden die Erwartungen weiter geschürt, hier mit einem Riff von Adam Jones auf Instagram, dort mit Fan-Smartphone-Aufnahmen von zwei neuen Tracks, die Tool seit Mai auf Konzerten performt haben („Invincible“, „Descending“). Anfang Ausgust leakt Tool den Albumtitel und das Albumcover.

    Und dann vor drei Wochen: Das „going digital“. Parallel dazu wird der Titeltrack „Fear Inoculum“ bei Youtube veröffentlicht. 10:23 lang. Und in jeder Sekunde Tool – und doch anders. Weiter gereift. Soll ich sagen: AUSgereift? 4 Millionen Views in den ersten zwei Tagen. Hunderte „Reaction“-Videos. Die physische Ausgabe des Album ist vorbestellbar und geht trotz des astronomisch anmutenden Preises von 80 Euro direkt auf #1 Musik CDs/Vinyl bei Amazon. Aktuell mehr als 10 Millionen Views für den Titeltrack.

    Und wie ist es nun geworden, das neue Tool-Album?

    Es ist keine leichte Kost und absolut ungeeignet, um es nebenbei zu hören – dies hat es natürlich gemein mit jedem bisher erschienenen Tool-Album. 7 „echte“ Songs, der kürzeste (!!) geht 10:05, der Längste („7empest“) fast 16 Minuten. Dazu einige Interludes, von denen auf dem Album nur das psychedelische „Chocolate Chip Trip“ enthalten ist (die anderen erhält man via Download-Code, leider nur als komprimierte mp3s). Hier sollten unbedingt flacs nachgeliefert werden.

    Das Album ist komplex, die Songs haben die für Tool typischen sich steigernden Aufbauten, der Gesang von MJK wirkt wieder einmal als mystifizierendes, viertes Instrument. Die Texte sind gewohnt kryptisch und lassen in Tool-typischer Manier viel Raum für eigene Interpretationen und Identifikationen. Die Songs durchlaufen oft eine ganze Reihe verschiedener Phasen, und kehren in hypnotischer Weise doch oft zu ihrem Eröffnungsthema zurück, angereichert um ein solches Maß an Intensität, wie sie nur sehr wenige Bands zu erschaffen wissen. Jeder Song für sich fühlt sich, lässt man sich darauf ein, wie ein Abschnitt einer Reise an.

    Bei keiner anderen Band verliere ich so sehr das Zeitgefühl in den Tracks wie bei Tool. Keiner der Songs fühlt sich für mich lang an. „Wie, das waren 13 Minuten? WTF?“

    Maynards James Keenans Gesang ist das, was sich am deutlichsten von bisherigen Alben unterscheidet. Der Gesang wird so gut wie garnicht aggressiv – vom letzten Track „7empest“ (kein Schreibfehler) einmal abgesehen. Nach kurzer Gewöhnungsphase bei Eröffnungstrack (ein paar Durchgänge hat’s mit dem Gesang für mcih schon gebraucht) vermisse ich inzwischen auch beim Gesang absolut gar nichts im Vergleich zu den früheren Alben.

    Das Drumming von Danny Carey kann Gerüchten zufolge garnicht er selbst gespielt haben, da man dafür mindestens 8 Arme brauche… Spaß beiseite, Danny ist ja schon in Normalform eine Liga für sich. Hier legt er drei bis fünf Schippen drauf. Tribal drumming, ein ganzes Füllhorn fantastischer Fills, Polyrhythmik, schräge Zeitsignaturen zuhauf – Danny ist das Triebwerk von Tool. Und das Triebwerk bekommen beim auf der CD enthaltenen Interlude „Chocolate Chip Trip“ die ihm gebührende Bühne für ein mehr als dreiminütiges Drumsolo.

    Justin Chancellor am Bass hat einen so markanten Stil, der Tool geprägt hat seit der Ænima. Oft spielt er auf die Beats von Danny (oder andersrum) und gibt so vielen Rhythmen den zusätzlichen Punch. Justin ist wie jedes Bandmitglied nicht wegzudenken und hat den Tool-Trademark-Sound vielleicht wie kein zweites Bandmitglied mit seinem Spiel begründet.

    Adam Jones ist für mich der geheime Star dieses Albums. Woher der Mann diese fantastischen Riffs in einer solchen Menge nimmt, wird mir immer unverständlich bleiben. Adam verdanken Tools Songs zumeist ihren melodischen, hypnotischen Flow. Und in mehr als nur einem Track bietet Tool hier dank Adam eine Heavyness auf, wie man sie sich von Tool wünscht – und sie vielleicht an der einen oder anderen Stelle auf der 10,000 Days vermisst hat.

    Jedes Bandmitglied ist hier in absoluter Bestform. Und dennoch ist das Ergebnis noch soviel mehr.

    Novum bei einem Tool-Album: Die Songtexte liegen der physischen Ausgabe in Form des absolut prächtig gestalteten Booklets dabei.

    „7empest“, der längste und zudem der Schlusstrack des Albums hat aus meiner Sicht eine ganz besondere Stellung innerhalb des Schaffens der Band, bringt er doch als letzter Track des vielleicht – wahrscheinlich, leider! – letzten Tool-Albums alles, was Tool bisher erschaffen hat, in einem einzigen fast 16 Minuten langen Track zusammen. Als solches markiert er aus meiner Sicht den absoluten Höhepunkt des an Climaxen unfassbar reichen Werks – und Werk meint hier beides: Das vorliegende Album, wie auch das Gesamtschaffen dieser unfassbaren, stilschaffenden Band.

    In einem Interview, welches Daniel Carter von der BBC mit Maynard geführt hat, hat dieser erklärt, warum es so lange gedauert hat mit dem neuen Album. Die Band hat sich selbst einen enormen Erwartungsdruck auferlegt. Ihrer Ausnahmestellung als Band sind sich die Jungs sehr bewusst gewesen, und so nagte an Songs, die „eigentlich schon 2011 fertig waren“ sehr schnell der „Ist das wirklich das Beste, was wir daraus machen können?“-Zweifel, und so wurde immer weiter gefeilt und perfektioniert. Und schwups, waren 13 Jahre rum…

    Mehr als nur eine würdigende Erwähnung verdient auch die Produktion des Albums. Diese ist derart perfekt, dass ich ohne Übertreibung behaupten würde, dass man eine Metal-/Rock-CD nicht besser produzieren kann. Extrem klar, extrem druckvoll, warm, alle Instrumente und Effekte sehr gut separierbar – absolute Referenz!!

    Schon Aristoteles wusste: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Das gilt nicht nur für die Band, die soviel mehr ist als nur die Summe von vier brillanten Musikern. Es gilt genauso für das neue Album (wie auch für alle vorherigen Tool-Alben) – das Album wirkt in seiner Gesamtheit noch viel besser.

    2019 ist ein gutes Jahr für die Musik. Das Beste seit 13 Jahren.

    10/10
    1. royale sagt:

      @ian_tank! Guter Text, ehrliche Meinung.
      Aber hatten den Tool je eine Wahl?
      Tool ist Tool, weil sie eben Toolsachen machen und nach 13 Jahren muss man eben ein Tool Album für Toolfan abliefern.
      Für alles andere gibt es ja Projekte.
      Zuvor gab es ja schon Bands wie Bad Religion, Napalm Death,…wo man sagte „die nehmen ja immer das selbe Ablum auf nur anderes Cover“. Dann gab es einen Wandel und schon wurde gejammert, „also die alten Alben waren besser“.
      Klar mittlerweile haben auch diese Alben ihren Platz in der Diskographie gefunden und werden Live abgefeiert. Somit, „hatten Tool je eine Wahl“? Tool ist eben nicht eine Band die machen können was sie wollen wie Xysma, Lawnmower Deth, Ulver….sondern eben Tool;)

  11. L@THERIVERFLOW sagt:

    Schon etwas übertrieben wie hier diese ganzen Tool jünger das Album ,,wertschätzen“. Das hat schon was von Sekte…

    1. royale sagt:

      @L@THERIVERFLOW, ach komm, jeder hat doch so seine Bands, wo man alles haben mag, 3 mal im Jahr sieht und was weiss ich 😉

      1. BlindeGardine sagt:

        Klar doch, bei mir z. B. haben, große Überraschung, Blind Guardian absolute Narrenfreiheit. Ich kann aber auch absolut nachvollziehen, wenn man die scheiße findet. Wenn über Tool gesprochen wird habe ich manchmal das Gefühl, allein schon das „nur gut“ finden reicht oft schon für eine Steinigung.
        Wie gesagt, Tool sind toll, aber das am meisten erwartete Rock-Album der letzten 20 Jahre? Ach komm, da wird schon etwas sehr Subjektives wie eine allgemeine Tatsache dargestellt. Wie gesagt, ich war von „Lateralus“ damals auch total begeistert, muss aber auch ehrlich zugeben, dass ich vermutlich seit 10 Jahren nicht mehr bewusst Tool gehört und es auch nicht wirklich vermisst hab. Aber das ist halt auch wieder nur mein persönlicher Geschmack.

      2. L@THERIVERFLOW sagt:

        Seh ich absolut genauso, aber jedem das seine.
        Ich muss sagen 2019 hat mich bisher noch kein Album so richtig begeistert und hoffe sehr das da noch die ein oder andere Überraschung dabei ist.

  12. nili68 sagt:

    Ich hab’s mir jetzt mal tatsächlich nebenbei beim Surfen ganz angehört. Das muss auch so halbwegs funktionieren und einen hin und wieder mal aufhorchen lassen, was nicht geschehen ist. Ich hätte auch genau so gut dezenten Country-Pop laufen haben können. Was für’n langweiliges, uninspiriertes Gedudel. Das hört man doch nur aus Prestigegründen, weil irgendein Musikinfluencer oder so mal gesagt hat, dass die cool sind, kann mir doch keiner erzählen.. oder die Anzahl an Kiffern nimmt langsam Überhand..
    Ich geb‘ trotzdem keine Note, gebe aber endgültig auf, Irgendwas in Tool zu entdecken. Tja Pech für die Band.. 😀

    1. royale sagt:

      so geht es mir mit Heilung oder Sabaton. Irgend ein Vogel findet es cool und daraus wird dann ein Hype 😀
      Ja das Tool Album ist okay, kann man hören, aber hätte problemlos nochmal 13 Jahre drauf warten können.
      Habs auch gerade nochmal laufen lassen und naja werde es nicht kaufen.

      1. nili68 sagt:

        Seems legit. Ja, ich hype Heilung manchmal, aber im Endeffekt hat man manchmal einfach zu viel Zeit. Ob die jemand mag, hat ja keinen Einfluss auf mein Leben. Das kommt dann verbissener rüber, als es ist, da helfen auch keine Smileys.. 😀

    2. royale sagt:

      🙁 und ich dachte Smileys wären die ultimativesupidupi Waffen 🙁

      1. nili68 sagt:

        Nee, das wären „Dei Mudda-Sprüche“. Damit bringst du jeden zum Schweigen und nachdenken, probier’s mal.. 🙂

  13. Barad sagt:

    Für mich ist der springende Punkt für die Beurteilung des neues Albums dieser Abschnitt aus der Rezension: „Eingängige, jedoch komplexe Kompositionen, die (…) aber dennoch kompakt wirkten, sind ein Markenzeichen der Band. Wir erinnern uns an Songs wie „Schism“, „Stinkfist“ oder „The Pot““

    Was mich am neuen Album stört, ist, dass diese Kompaktheit fehlt. Ich empfand das immer als gutes Gegengewicht gegen die 10 Minuten-Monster, die Tool ja auch schon auf älteren Alben hatte. In gewisser Weise ist die Richtung hin zu immer monströseren Kompositionen (allein das Wort, es sind nicht mehr Lieder, sondern schon „Kompositionen“) ja konsequent. Vereinfacht ausgedrückt wurde Tool seit Opiate ja immer komplexer. Die Frage, die jeder für sich selber beantworten muss, lautet dann halt, bis wohin man das mitgeht und ab wann es anstregend wird. Ich bin beim neuen Album da ehrlich gesagt manchmal an der Grenze angekommen, wo ich mir wünschen würde, ja okay jetzt haut doch mal einen raus, Klangteppich hin oder her.

    In gewisser Weise bedient man mit der Art des neuen Albums, sprich komplex, athmospärisch etc, ja auch die Erwartung des Publikums. Was wäre gewesen, hätte Tool ein schlankeres Album wie Opiate gemacht also Songs um die 5 Minuten? Das hätte ich mutig gefunden, weil es so krass mit den Erwartungen gebrochen hätte. Insofern finde ich das neue Album nicht besonders mutig.

    7/10