Väki - Kuolleen Maan Omaksi

Review

VÄKI haben sich nach dem 2017er Demo „Kirous“ endlich entschieden, die Metalgemeinde mit ihrem Debütalbum „Kuolleen Maan Omaksi“ zu beglücken. Ein guter Zeitpunkt, da aufgrund des omnipräsenten COVID-19 eine lange Durststrecke vorherrscht. Keine Konzerte, keine Festivals. Umso besser also, wenn eine langersehnte Platte ins Haus flattert. Volume up!

Bescheiden und bodenständig – VÄKI

Die finnischen Musiker halten sich zum Bandgeschehen relativ bedeckt. 2016 in Tampere gegründet, bringen sie ein Jahr später eine EP heraus, die im Internet von allem Seiten gefeiert wurde. Weiterhin spielen drei der fünf Bandmitglieder noch in der Black-Death-Band DEATHKIN.

Ein bisschen MGLA, ein bisschen THE GREAT OLD ONES und ein Schuss Eigeninitiative. VÄKI variieren zwischen trägen Hymnen, technischer Präzision und verdrehten Melodien. Wer hier was absolut Neues und total Innovatives sucht, soll bitte keine allzu hohen Erwartungen haben.

Geordnetes Chaos

Das heißt nicht, dass „Kuolleen Maan Omaksi“ nicht hörenswert ist. „Ikiuni“ ist der Inbegriff des Weltschmerzes. Sänger L. Annala schreit und kreischt, schimpft und zetert. Und da das Tempo auf dem Album generell etwas gedrosselt ist, klingt es, als würde er versuchen stimmlich vorauseilen zu wollen. Blöderweise ist die akustische Handbremse gezogen, aber dann legt Drummer Pekka Paavola los. Zack, da gibt es kein Halten mehr und der Song eskaliert in einem Blutrausch aus feinstem Black Metal.

Kein Musterschüler – „Kuolleen Maan Omaksi“

Schraubt sich ein Refrain so weit in der Tonleiter hoch, dass es in den Ohren klingt, dann ist das eines der markanten Merkmale von VÄKI. Schlängeln sich die Riffs träge und abgrundtief böse durch den Song und preschen unerwartet vor, wenn L. Annala seine Stimme in einem donnernden Crescendo entlädt, könnt ihr euch sicher sein, dass auch dies typisch für die Finnen ist.

„Kuolleen Maan Omaksi“ ist wirklich ein solides Album mit Höhen und Tiefen. Die Produktion ist spitze. Die Songs sind in der Regel ähnlich aufgebaut und bieten von langen Intros bis hin zu doomigen Passagen, Refrains mit Wiedererkenungswert und schnellen Blastbeats die ein oder andere Überraschung.

09.07.2020

Der Mensch: Das einzige Wesen, das während des Fliegens eine warme Mahlzeit zu sich nehmen kann. - Loriot

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