Vektor - Outer Isolation

Review

Thrash ist eigentlich so gar nicht meine Baustelle, kann doch sogar ein Tischler die Genrealben, die mir zusagen, an den Fingern einer Hand abzählen. Nein, rein schubladentechnisch bin ich denkbar ungeeignet, mich mit VEKTOR kritisch auseinanderzusetzen. Deswegen ist es als Fügung des Schicksals anzusehen, dass ich “Outer Isolation” nicht so sehr rezensieren als vielmehr bewerben möchte. Zu sabbernder Lobhudelei reicht’s vielleicht gerade noch.

Im Prinzip könnte ich mir dabei alle Worte sparen: Hört euch einfach “Tetrastructural Minds” an; wem’s danach nicht warm am Bein runterläuft, dem ist eigentlich nicht zu helfen. Doch der Form halber will ich mal nicht so sein. VEKTOR stehen für äußerst verspielten progressiven Frickelthrash. VOIVOD scheinen die Jungs zu mögen (man siehe sich nur mal das Logo an), als BMler meine ich einen Hauch ABSU herauszuhören, aber in erster Linie klingen die Amis nach VEKTOR. Das heißt wilde Gitarrenritte, ordentlich Speed, mitunter ziemlich verschachtelte Endloskompositionen, die mit ihren extremen Gegensätzen eine musikalische Achterbahnfahrt darstellen, absolute Kompromisslosigkeit und die Fähigkeit, auf dieser Grundlage letztendlich ziemlich eingängiges, mitreißendes und unendlich energiegeladenes Material zu fabrizieren. Prog hin, Frickeln her, nach kurzem Kennenlernen ist “Outer Isolation” vor allem ein nicht nur packendes, nein: ein geiles Metalalbum, zu dem man die Metalfaust hochreißen möchtemuss.

VEKTOR haben ihren dritten Rundling so mit großartigen Ideen und spannenden Details vollgepackt, dass es einem den Atem nimmt und das Scheibchen auch auf Dauer nicht langweilig werden dürfte. Ich könnte mich ewig und drei Tage darüber auslassen, wie besonders toll dieses Solo hier oder jenes Riff dort sind, aber das macht ja keinen Sinn. Wozu dieses Meisterwerk zerreden, wenn man es selbst erleben muss? Genießt das Album in seiner vollen Pracht, staunt ein bisschen und seid begeistert.

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20.02.2012

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12 Kommentare zu Vektor - Outer Isolation

  1. Stendahl666 sagt:

    Stimmt alles! Hab auch alle neune verteilt, sooooooooooooo dermaßen gut.. Schade dass die keiner kennt!

    1. Michael Bott sagt:

      Ich habe Vektor auch erst nach dem Release der letzten Scheibe kennengelernt. Mittlerweile auch die zwei CDs davor zugelegt.
      Bin schwer begeistert.

      9/10
  2. Hans-Hubert sagt:

    Sehr gute Scheibe, wobei ich das allerdings nicht so euphorisch sehe.

  3. Sane sagt:

    Jap,geiles ding,damit gehe ich schon seit Jahren hausieren 🙂

    9/10
  4. DieBlindeGardine sagt:

    Vektor sind mMn die spannendste Thrash-Band der letzten Jahre, ach was, Jahrzehnte. Auch wenn die Mucke teilweise hochkomplex ist macht es einfach Bock den Jungs zuzuhören. Die ständigen Voivod Vergleiche kann ich auf musikalischer Ebene allerdings nur bedingt nachvollziehen, bin mit Voivod aber auch nie richtig warm geworden.

    Sehr schade, dass “Terminal Redux” hier nicht besprochen wurde, war mMn eines DER Metalalben 2016.

    9/10
    1. SaGi sagt:

      “Terminal Redux” ist wirklich ein Kracher.
      Zu den Vergleichen nur soviel:
      Letztes Jahr war ein Bekannter zu Besuch, der Vector nicht kannte und es lief bei uns.
      Kommentar: “Was ist das denn? Haben sich da Voivod und Death zusammen getan und ‘ne Thrash-Platte gemacht?”

      1. DieBlindeGardine sagt:

        Den Death-Vergleich wiederum kann ich deutlich besser nachvollziehen. Aber wie gesagt, mit Voivod bin ich auch nie so richtig warm geworden und deren punkiger Einschlag geht Vektor halt finde ich völlig ab.

  5. Sane sagt:

    Wtf
    Ich dachte naja kann man so stehen lassen wenn einem nichts besseres einfällt aber death?
    Nur weil da thrash mit death und ein bisschen Schwarzwurzel reingemischt wurde?
    Ich finde den voivod Vergleich schon eher passend..
    In meinen Augen bzw Ohren sind Vektor viel zu spacig für diesen Death Vergleich.
    Einzig allein cosmic sea würde mir da einfallen wie man diese parallele ziehen kann..
    Aber drauf geschissen, Hauptsache Vektor rocken und das läuft.

    1. SaGi sagt:

      Sagt ja auch keiner, dass Vektor wie Death klingen, aber hör dir noch mal “Pillars Of Sand” oder “Charging The Void” an.

  6. metalfreak sagt:

    Vektor spielerisch interessant, den Gesang mag ich aber nicht.

    6/10
    1. SaGi sagt:

      Lieber metalfreak, wenn du etwas nicht magst ist das völlig ok. Aber bitte, dann lass auch die Benotungen.
      6 Punkte ist für Vektor völliger Quatsch.
      Ich geh ja auch nicht hin und setz unter jedes Metalcore Review 1/10 Punkte.

      1. Sane sagt:

        Jo werde die Gelegenheit nutzen und mir das Teil wieder mal zu Gemüte führen.
        Zu metalfreak’s Bewertung: ich weiß, der geht uns allen auf den Sack aber niemand ist verpflichtet gut zu bewerten.auch wenn ich deine Kritik verstehe und er offensichtlich keine Ahnung hat.
        Andererseits spricht es doch auch für Vektor dass sie bis auf den Gesang sogar so einem Traditionalisten gefallen..
        Oder spricht das eher gegen sie? Hmmmmm
        Immerhin keine einser Wertung, er hat sich anscheinend wenigstens damit beschäftigt..