Vicious Rumors - Electric Punishment

Review

Galerie mit 4 Bildern: Vicious Rumors in Dornbirn 2016

Ich freue mich wirklich für die US-Metaller VICIOUS RUMORS, dass sie mittlerweile ein halbwegs stabiles Line-Up haben und wieder richtig Gas geben können. Aber nur halbwegs stabil? Ja, denn an der zweiten Gitarre gibt es mit Thean Rasmussen einen Rückkehrer zu vermelden, der sich der Band nach den Aufnahmen zum letzten Album “Razorback Killers” wieder angeschlossen hat. Erfreulicherweise ist der Posten des Sängers wohl in nächster Zeit nicht gefährdet und so veredelt Brian Allen auch das neue Studioalbum “Electric Punishment” mit seinem variantenreichen Gesang.

Als Konstante kommt hinzu, dass sich die Band um Gitarrist Geoff Thorpe auf den letzten beiden Releases wieder gefangen zu haben scheint. Sowohl “Warball”, als auch “Razorback Killers” konnten zu großen Teilen songwriterisch überzeugen. Mit “Electric Punishment” gehen Thorpe und seine Jungs noch einen Schritt weiter in die eigene Vergangenheit, nur um die Band einen weiteren Schritt nach vorne zu bringen. Die Songs klingen wieder mehr nach einer Mischung aus den frühen Alben der Band und der “Word Of Mouth”-Phase und zeigen eine Band, die eine Frischzellenkur durchlaufen zu haben scheint. Der Esprit ist wieder da und Songs wie “I Am The Gun”, die starke Halbballade “Escape (From Hell)”, den aggressiven “Thirst For A Kill” und vor allem “Block D” zeigen VICIOUS RUMORS als eine vitale Band, die sich ihrer neugewonnenen Stärke durchaus bewusst ist und das auch entsprechend musikalisch umsetzt. Die typischen Gitarrenharmonien stehen wieder im Vordergrund und auch gesanglich liefert Brian Allen hier seine bislang beste Leistung für die Band ab.
Allerdings haben sich auch auf “Electric Punishment”, wie auch auf den vorangegangenen beiden Alben, Nummern eingeschlichen, die das Qualitätslevel der anderen Stücke nicht so ganz erreichen. “Eternally” und “Dime Store Prophet” wirken in ihrer Harmlosigkeit wie die typischen Lückenfüller. Beide Songs können weder durch interessantes Riffing, noch mit überzeugenden Spannungsbögen punkten. Die Songs plätschern am Hörer vorbei ohne großartig im Ohr hängen zu bleiben. Kein Vergleich zu einem Track wie “Black X List”, der frisch und unverbraucht aus den Boxen ballert.

Trotz dieser beiden vermeintlichen Ausfälle, ist das restliche Material stark genug um eine Kaufempfehlung auszusprechen. Alleine das Quartett zu Beginn der Platte dürfte Fans die Freudentränen in die Augen treiben. Ich bin gespannt, ob VICIOUS RUMORS der ganz große Wurf, wie damals mit “Digital Dictator”, noch einmal gelingt. Für den Moment ist “Electric Punishment” aber definitiv ein starkes Album, das von dem gelungenen KISS-Cover “Strange Ways” abgeschlossen wird. US-/Power-Metal-Fans sollten ihrem Einkaufszettel eine neue Position hinzufügen.

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27.04.2013

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