Volbeat - Live: Sold Out!

Review

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Es ist schon bezeichnend, wenn Mascot Records Boss Ed van Zijl auf der Doppel-DVD „Live: Sold Out!“ erzählt, dass 2005, als er VOLBEAT anhand eines Demos unter Vertrag nahm, kein anderes Label wirklich an der Band interessiert war. Mittlerweile dürften sich die Führungsetagen der europäischen Labels mächtig in den Arsch beißen, solch ein Potenzial offenbar nicht erkannt zu haben. Dabei hätten sie einfach regelmäßiger metal.de lesen sollen. Bereits 2004 schlug VOLBEATs Demo „Beat The Meat“ ein wie eine Bombe – und machte deutlich, dass hier etwas Großes ansteht.

Und genau diese Entwicklung zeichnet der visuelle Output der Dänen nach. Unter dem Motto „von kleinen Hallen vor 150 Leuten zu Beginn bis 1500 Menschen in Köln und Kopenhagen zum Schluss“ deuten 18 Liveclips von unterschiedlichen In- und Outdoor-Auftritten an, welche Kraft VOLBEAT auf der Bühne ausstrahlt. „Andeuten“ deshalb, da bei einer Ansammlung von verschiedenen Livemitschnitten jegliche Chance ausgeräumt wird, ein gutes und komplettes Konzertgefühl aufkommen zu lassen – was bei einer Liveband wie VOLBEAT töricht ist. Das ganze auf die Spitze treiben die „Mixclips“, die es schaffen, innerhalb eines Songs verschiedene Locations zu verwursten. Gepaart mit dem hektischen Schnitt, haben diese Aufnahmen nicht mehr Wert als ein Musikvideo.

Die zweite DVD lässt die Band, ihre Crew und ihre Fans in einer Dokumentation mehr oder weniger sinnvoll, aber durchaus unterhaltsam und ausführlich zu Wort kommen – wobei die häufig persönlichen Anekdoten der Bandmitglieder nur so tiefgründig sind, wie es ihr Englisch zulässt. Störend ist, dass die Macher der Dokumentation so tun, als gäbe es die erste DVD nicht: Die meisten in die Gespräche hineingeschnittenen (Konzert-)Szenen gleichen sich 1:1.

Trotz der Kritikpunkte: Die Doppel-DVD bietet viel Material für relativ wenig Geld, wartet mit einem fetten Live-Sound auf und macht deutlich, warum diese sympathische und fleißige Truppe den Erfolg verdient, den sie momentan feiert. Wer VOLBEAT noch nicht live gesehen hat, sollte dies dringend nachholen.

Setlist:

01. Introduction
02. The Human Instrument
03. Danny And Lucy
04. Caroline #1
05. Radio Girl
06. Mr & Mrs Ness
07. Sad Man’s Tongue
08. A Moment Forever
09. Rebel Monster
10. Soulweeper 2
11. Devil and The Blue Cat’s Song
12. Caroline Leaving
13. Soulweeper
14. Pool of Booze
15. Something Else
16. Always With You
17. Intro/Encore
18. I Only Wanna Be With You
19. River Queen
20. The Gardens Tale
21. Outroduction

07.04.2008

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