Zombie Girl - Blood Brains And RockNRoll

Review

Zunächst hat es den Anschein, als wäre ZOMBIE GIRL ein gemütliches Familientreffen. Das ZOMBIE GIRL ist eine junge Dame namens Renee Cooper-Komor, bei deren Namen der erfahrene Elektrohörer aufhorchen wird. Komor ? Genau, die junge Dame ist die Ehefrau von Sebastian Komor von ICON OF COIL, der gleichzeitig das Lineup von ZOMBIE GIRL komplettiert und sich auch für die Produktion verantwortlich zeigt.

Von einem gemütlichen Familientreffen ist das Album „Blood, Brains & Rock’n’Roll“ dann jedoch weit entfernt. Angefangen hat die Aufregung um das Album bereits im Vorfeld, als sich nämlich keine Druckerei fand, die das gewagte Booklet drucken wollte – zu viel Blut, zu viel Kannibalismus. Das Problem ist inzwischen gelöst und das Album hat offiziell das Licht der Welt erblickt. Viel Hype um nichts? Schwer zu sagen!

„Blood, Brains & Rock’n’Roll“ ist ein Album, das aus der Masse an Elektro-Veröffentlichungen heraussticht – nicht nur optisch, auch musikalisch. Das belgische Label ALFA MATRIX ist bekannt für innovativen Elektro, wie ihn Bands wie beispielsweise I:SCINTILLA oder das neue Projekt CRISK repräsentieren. Nicht ohne Grund taucht im Albumnamen der Begriff „Rock’n’Roll“ auf, ist dieses doch eine Mischung aus modernem Elektro, Industrial, Elektropunk und eben auch einer Brise Rock’n’Roll – so seltsam das auch klingen mag. Die Musik von ZOMBIE GIRL ist alles andere als eingängig, wirklich melodisch ist sie eigentlich auch nicht. Vielmehr zeichnet sich der Sound von ZOMBIE GIRL durch eine enorme Vielschichtigkeit und Komplexität aus, gepaart mit einer geballten Ladung Energie und den Vocals von Renee. Klingt positiv und ist es eigentlich auch.

„Eigentlich“ – denn all das kann unter gewissen Umständen auch verdammt nervig sein. Ist man am Morgen mit dem falschen Fuß aufgestanden oder hat einen bescheidenen Tag hinter sich, kann „Blood, Brains & Rock’n’Roll“ einem auch gediegen auf die Nüsse gehen. Die Beats wirken oft ziemlich hektisch, die Samples einfach nur anstrengend und die Vocals sind monoton und in einem Tonfall gehalten, dass man der jungen Dame eigentlich nur noch zurufen will, endlich den Mund zu halten.

So ergiebt sich die positive Wertung für „Blood, Brains & Rock’n’Roll“ aus einer subjektiv gerade positiven Stimmung und einem objektiv betrachtet professionell und innovativ produziertem Album. Doch schon morgen könnte mir das Album wieder gehörig auf den Senkel gehen und ich würde „Blood, Brains & Rock’n’Roll am liebsten gerade einmal 3 Punkte geben …

21.04.2007

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