Edge Of Sanity
Unser Diskografie-Check

Special

Infernal (1997)

Das sagt der Meister:

„Ich mag immer noch die meisten meiner Tracks. Aber als ganzes Album ist ‚Infernal‘ schon eine Art Stinker. Auch der Mix von jemand so besonderem wie Peter Tägtgren ist, nun ja, überraschend seltsam.“

Vielleicht geht Dan hier mit dieser Scheibe etwas zu hart ins Gericht. Aber „Infernal“ leidet schon spürbar darunter, dass EDGE OF SANITY sich nun endgültig von einer Band zu einem reinen Projekt gewandelt hatten. Quasi Swanö gegen den Rest der Truppe. Die Scheibe hat ganz sicher ihre richtig guten Momente, und da reden wir nicht nur von den Songs, die Dan selber geschrieben hat. Dennoch wirkt das Ganze eher wie eine Art Compilation, nicht wie ein richtiges Album. Highlights gibt es natürlich trotzdem. Da wären z.B. der rockige Opener „Hell Is Where The Heart Is“, das melodiöse „Forever Together Forever“ oder die Ballade (!) „The Last Song“, alle aus der Feder von Swanö. Aber auch das schwarze „Helter Skelter“ und vor allem das richtig geniale „Inferno“, beides Andreas-Axelsson-Songs, können absolutu überzeugen. Dazwischen gibt es aber eben leider auch recht viel Füllmaterial. Dass es nach „Crimson“ nur schwerlich nochmals bergauf gehen konnte, erschien logisch. Aber die Fallhöhe von „Infernal“ war dann schon beachtlich, zumindest im gesamten Kontext der Historie von EDGE OF SANITY betrachtet. Doch die Zerwürfnisse in der Band ließen sich einfach nicht länger kaschieren und führten schließlich zum Ausstieg Dan Swanös.

Einordnung: Absolut kein Pflichtkauf, dennoch mit guten Momenten

Anspieltipps: Hell Is Where The Heart Is; Helter Skelter; Forever Together Forever; Inferno

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17.10.2018

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2 Kommentare zu Edge Of Sanity - Unser Diskografie-Check

  1. Nether sagt:

    Hach, da schwappt die Nostalgie wieder hoch.
    ’91 kaufte ich mir „Nothing but Death Remains“ und danach jede Veröffentlichung bis ’96.
    „Crimson“ lief mir damals überhaupt nicht rein. Im Nachhinein eher unverständlich, da heutzutage die Crimson-Teile meine volle Sympathie genießen. „Crimson I“ sorgte dafür, dass ich EoS nicht weiter großartig verfolgte.
    Als „Crimson II“ erschien – mittlerweile mochte ich auch den ersten Teil – kaufte ich mir die Platte und zur Verwollständigung der Sammlung direkt „Infernal“ und „Cryptic“ dazu.
    Mit dem Diskografie-Check stimm ich fast gänzlich überein. Lediglich „Nothing but Death Remains“ hat bei mir einen höheren Stellenwert. So ist das mit einer damals noch jungen Liebe …

  2. Dor Leo sagt:

    Zu Review und des Meisters Einschätzung gibt es nix hinzuzufügen. Bis einschließlich Crimson sind die Werke von Edge of Sanity einfach unglaublich stark.

    Eine überragende Band die leider nie den Status der ganz Großen erreicht hat. Sicher dem geschuldet, dass EoS nur selten auf Tour zu sehen waren. Hätte, in einer Zeit vor der totalen Vernetzung, sicher den Bekanntheitsgrad gesteigert. Schade eigentlich, ich hab sie leider auch nie zu Gesicht bekommen.
    Nach Crimson hab ich EoS ehrlich gesagt auch nicht mehr wirklich verfolgt. Mit Crimson II liefern EoS dann aber doch nochmal einen würdigen Abschluss der Historie.

    Mein Favorit : purgatory afterglow 10+