Rockharz Open Air
Rockharz 2015 – Der Liveblog

Special

Freitag

Die Nacht war kurz, das Aufwachen fällt schwer, die Lust ist aber nach wie vor riesig. Tag drei, wir haben Bock auf Dich! Jan bekommt von André sogar einen Kaffee ans Bett gebracht, so kann ein Morgen doch gern beginnen. Auf dem Weg zum Auto kommen wir (unter anderem in ein recht direktes MARDUK-Oberteil gekleidet) an einer Touri-Führung vorbei, als der Gruppenleiter passenderweise verlauten lässt: „So, meine Damen und Herren, wir befinden uns jetzt in der Hölle“. Natürlich lag das nicht an dem entsprechenden Straßenschild, sondern an der Tatsache, dass des Beelzebubs Charme zu jeder Zeit aus unseren Poren dringt. Dämonisch feixend fahren wir in den nächsten Supermarkt, um Utensilien zu erstehen, die unseren Bierdurst stillen und uns nicht dehydrieren lassen. Vorsorge ist besser, als nachher kein Bier zu haben, nicht wahr?

Beim RockHarz angekommen driften die Gespräche sogleich in philosophische Gefilde und wir lernen: Der heutige Undercut nannte sich in den 80ern noch Vokuhila … wobei, eigentlich müsste das eher Overcut heißen. Nun, wir diskutieren das aus! Skurrilitäten sieht man auch, wenn man mal über den Campground flaniert. Da wehen Gummipuppen an langen Fahnenmasten übers Gelände, man entdeckt Typen mit „Kettenhemden“ aus Kronkorken und feierfreudige Menschen spielen mit überdimensionalen Würfeln. Übergroß scheint auch der Sonnenball am heutigen Tag, denn unsere Gesichtsfarbe schlägt recht fix in Rot über – da passt es ganz gut, dass die Wasserpistolen vom Nachbarstand fast durchgängig im Einsatz sind. Selbst DELAIN bekommen während ihrer Autogrammstunde am metal.de-Stand eine volle Ladung ab.

Wie jedes Jahr sind die Signing Sessions eine dankbare Gelegenheit für alle interessierten Besucher, einen Blick auf ihre Lieblingsbands zu werfen und ein paar Worte zu wechseln. Bei SCHANDMAUL ist der Andrang am größten, während die BIOHAZARD-Session leider ausfallen muss, weil die Jungs es aufgrund von logistischen Problemen gerade so zum Gig schaffen.

Rockharz Open Air

Rockharz Open Air

Im Fall von COPPELIUS war die eingeplante Zeit hingegen etwas knapp bemessen, sodass die Zylinderträger ihre Autogrammstunde flexibel vor dem Stand fortführen – stark!

Wir verbringen erneut einen großartigen und abwechslungsreichen Tag, schauen uns Bands an, machen uns fleißig Notizen, bemuttern die Musiker am Stand, leiten Besucheranfragen weiter, führen lustige Gespräche und, und, und. Auch die Stand-Verschönerung wird fokussiert, und so gestaltet Eckart, der die Malerei schon an Höhlenwänden geübt hat, nach und nach Autogrammkarten um: aus EPICA werden ERICA, aus PANZER werden PANTER, und die Musikerinnen und Musiker bekommen Bärte und hübsche Frisuren. Spaß muss sein! Laune macht es auch, die vielen kulinarischen Schätze des Festivals auszugraben. Und so können wir sagen: Der vegane Burger erzielt auf ganzer Linie positive Resonanz!

Weil wir selbstredend ganz witzige Typen sind, fällt uns auch immer die eine oder andere ulkige Aktion ein. Stephan klebt Jonas beispielsweise klammheimlich ein Schild auf den Rücken, das jeder Leserin und jedem Leser sehr eindeutig ein unmoralisches Angebot macht. Weil der Ärmste damit trotz subtiler Hinweise auch noch zu TANZWUT geht, bricht Jan in einen konkurrenzlosen Lachanfall aus. Jonas nimmt es aber genau richtig: mit Humor. Und so können wir nachts zufrieden und bierselig, aber brutal müde zurück nach Quedlinburg gondeln, wo es dann keine fünf Minuten dauert, bis alle Äuglein zufallen. Gute Nacht und bis morgen!

Galerie mit 15 Bildern: Impressionen - Rockharz Open Air 2015

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11.07.2015

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