Summer Breeze 2018
Der Liveblog

Special

Samstag, 18. August 2018

Was ein Morgen. Becher wässeriger Kaffee – 2 Euro.  Wasserdichtes Zelt – 50 Euro. Nicht von BETONTOD oder GOITZSCHE FRONT geweckt werden – unbezahlbar.

Stattdessen sind es PARASITE INC., die am Samstagmorgen die Hauptbühne eröffnen dürfen. Und wie soll man sagen: Die festivalseitige Omnipräsenz in Form von Flyern, Bannern und den metal.de-DJs untergejubelten CDs hat sich ausgezahlt. Trotz der frühen Morgenstunden findet sich die Kollegin Grönecke-Preuß inmitten eines Tsunamis aus zahlreichen neugierigen Melo-Death-Fans wieder. Schön, dass hinter der Fassade auch mächtig Wumms steckt und die Herren mit ihrem am Vortag releasten Zweitwerk „Dead And Alive“ mächtig einheizen.

Mit Feuerschwanz zum Schubsetanz

Warm wird es den Kolleginnen und Kollegen dann auch bei Feuerschwanz – manches Störsignal lässt sich eben nicht ewig ignorieren, ohne dass es früher oder später an die Substanz geht. Musikalisch das Äquivalent zu einem „Bier formte diesen schönen Körper“-Shirt, möchte Kollege Klug der Band in diesem Bericht keine weitere Vokabel mehr widmen.

Sinnvollster musikalischer Moment des heutigen Gigs: Ein augenzwinkerndes Basssolo. Davon gab es heute immerhin nicht allzu viele. ORIGIN etwa müssen heute ohne Basser auskommen, stattdessen nimmt man geschickt einen „Luftbassisten“ aus dem Publikum in die Pflicht. Die kurz darauf aufspielenden FRACTURED INSANITY dürfen ihren Tiefsaiter gleich einmal an Tyla Campbell von PHIL CAMPBELL AND THE BASTARD SONS durchreichen, dessen Instrument heute im falschen Flieger nach Timbuktu landete. Schade, dass man auf dem Flug dorthin nicht noch die eine oder andere Mittelalter-Rock-Band im Gepäck hatte.

Dafür nimmt die Band dann aber auch gerne ein kleines Publikum-Shoutout auf. British Airways dürfte sich jedenfalls in den nächsten Tagen über eine Grußbotschaft von 10.000 den Mittelfinger reckenden Fans freuen. Diese wiederum erfreuen sich an einem gelungen Lemmy-Tribut durch Sänger Neil Starr, das allerdings noch von ORANGE GOBLIN übertrumpft wird – mit Rampensau und Zugpferd Ben Ward eines der groovigsten Festhighlights. Auch wenn sich die Mehrheit der Festivalbesucher eher zu den später ertönenden BLUR- und LINKIN PARK-Covern von PAPA ROACH bewegt.

Anschließend Blackie-Lawless-Zeit, zu W.A.S.P. wird es noch einmal voll im Infield. Den krönenden Abschluss gibt dann das gewagte, aber erwartungsgemäß bezaubernde Synthwave-Doppel aus CARPENTER BRUT auf Main und PERTURBATOR auf T-Stage. Wer hätte schon gedacht, dass MICHAEL SEMBELLOs „Maniac“ einmal den krönenden Abschluss auf der Hauptbühne geben würde.

Ein gesondertes Lob geht an dieser Stelle an TANKARD, die uns nicht nur den Jägermeister geleert haben, sondern auch als einzige Band die Ehre besitzen, Shirts für weniger als 20 Euro zu verkaufen. Stark! Und für ein Oettinger wird‘s ohnehin schon reichen.

Text von Alex Klug und Jeanette Grönecke-Preuß.

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19.08.2018

Ja, weißt du … das ist vielleicht … deine Meinung, Mann.

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