Rock am Härtsfeldsee
Der große Bericht - Rock am Härtsfeldsee 2010
Konzertbericht
Samstag, 26.06.2010
Vereinzelte Wolken ziehen schattenspendend über den Himmel, dennoch ist es heute kaum weniger heiß als am Vortag und im Zelt staut sich die Hitze des Tages. Irgendwie wirkt das Gelände heute ein wenig leerer als am Vortag. Die Stimmung ist trotzdem hervorragend und nach wie vor läuft die Organisation reibungslos. Auch heute dürfen die 4000 Besucher eine friedliche und unterhaltsame Metal-Party miteinander feiern.
DREAMSHADE (18:00 – 18:25)
Irgendwie scheint es für richtig junge Bands gerade immer einfacher zu werden, einen Plattenvertrag an Land zu ziehen. Was im Mainstream mit den unsäglichen TOKYO HOTEL so richtig losging, rückt nun auch in der Metal-Szene minderjährige Gruppen wie STURM UND DRANG, HACKNEYED oder KISSIN‘ DYNAMITE ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Und auch die Schweizer DREAMSHADE dürfen sich hier einreihen. Ihr Sound besteht im Wesentlichen aus melodischem Death-Metal der klassischen Göteborger Schule, vereinzelt brechen aber auch Metalcore-Passagen durch. Das mag nicht wirklich innovativ sein, ist aber mit viel Herz und Leidenschaft dargeboten. Und angesichts des geringen Alters von DREAMSHADE darf man ihnen auch noch ein gehöriges Entwicklungspotential bescheinigen und ihnen sogar ihr extra-kitschiges altes Bandlogo verzeihen (das man inzwischen glücklicherweise gegen ein der Musik deutlich angemesseneres ausgetauscht hat).
BURY ME DEEP (18:40 – 19:15)
Irgendwie weiß man bei Michelle Darkness immer sehr genau, was man erwarten kann. Egal, ob er jetzt mit seiner Hauptband END OF GREEN antritt oder seiner Nebenspielwiese BURY ME DEEP, im Grunde dominiert atmosphärische Düster-Mucke das Geschehen. Und obwohl BURY ME DEEP vielleicht einen Tick weniger deutlich nach TYPE 0 NEGATIVE klingen mögen als END OF GREEN, begibt sich der Sänger auch hier nicht wirklich auf musikalisches Neuland. In Verbindung mit dem betont lässigen Gehabe des Frontmanns, bei dem man heute das Gefühl nicht los wird, dass er sich mehr Gedanken um sein optisches Erscheinungsbild als um die Musik macht, die er spielt, wirkt das alles etwas seicht. Folgerichtig fallen auch die Reaktion eher verhalten aus, woran auch die zahlreich anwesenden Fans und Freunde der Band nichts ändern.
EMIL BULLS (19:35 – 20:20)
Von ihrem letzten Auftritt beim „Rock am Härtsfeldsee“ im Jahr 2003 ausgehend hatte ich die EMIL BULLS eigentlich in erster Linie als Alternativ-Rock-Combo in Erinnerung. Insofern bin ich etwas überrascht, dass die Münchener hörbar an Härte gewonnen haben und sogar eine starke Metalcore-Schlagseite in ihren Sound eingearbeitet haben. Die Neuorientierung hat den EMIL BULLS richtig gut getan und ihre energiegeladene Show kann auch Skeptiker überzeugen. Vor allem Sänger Christoph von Freydorf und der dunkelhäutige Bassist James Richardson machen dabei auch in Sachen Stageacting eine hervorragende Figur. Mit jeder Menge Groove und positiver Aggression gestalten die EMIL BULLS ihre Show äußerst kurzweilig und sorgen für beste Stimmung.
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Florian Schörg



















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