Stage Secrets Festival
Nocte Obducta, Lantlos, Verdunkeln u.v.m. live in Oberhausen

Konzertbericht

Billing: Fäulnis, Lantlôs, Nocte Obducta, Thränenkind und Verdunkeln
Konzert vom 03.11.2012 | Kulttempel, Oberhausen

Das waren noch Zeiten, als Black Metal-Konzerte 10 Mark Eintritt gekostet haben, dann gabs ’nen Stempel, rein ins Jugendzentrum, einen halben Liter Bier für 2 Mark gekauft, zwischen den Bands ist man kurz vor die Tür gegangen, hat Eindrücke ausgetauscht… die Zeiten sind jetzt vorbei.

Was im Rahmen des ersten Stage Secrets Festival im Oberhausener Kulttempel in dieser Hinsicht abläuft, ist in mehrererlei Hinsicht atemberaubend. Neben dem stolzen Eintrittspreis von rund 30 Euro gibt’s am Einlass von den erlesen unfreundlichen Mitarbeitern des Ladens eine Verzehrkarte. Das ist OK. Der Mindestverzehr beträgt 3 Euro. Bezahlt wird am Ausgang. Na gut. Bei Verlust der Karte sind 31 Euro zu entrichten. Bitte was? Aber damit noch nicht genug. Wenn man den mit sicherlich rund 600 Leuten zum Bersten gefüllten Laden verlassen möchte, um beispielsweise etwas zu essen (der Kulttempel selbst bietet nichts an), Luft mit Sauerstoff zu atmen oder sich vielleicht nach mehreren Stunden Dauerbeschallung im Stehen auch kurz hinzusetzen – bekommt man eine neue und leere (!) Verzehrkarte, wenn man wieder reingehen möchte. Das heißt im Klartext: Der Kulttempel verlangt von jedem, der den Laden, in dem übrigens kein Rauchverbot herrscht, kurz verlassen möchte, jedesmal 3 Euro. Da bin ich nicht der Einzige, der das als absolute Unverschämtheit und Abzocke (auch Begriffe wie „Freiheitsberaubung“ und „Nötigung“ geisterten durch den Laden) empfindet, die auf Metalkonzerten nichts zu suchen hat. Was im Discobetrieb einigermaßen verständlich erscheint, hat bei einer zehnstündigen Veranstaltung einfach nichts zu suchen. Veranstalter Igor Ryvkin, auf diese Praxis angesprochen, versicherte uns gegenüber, von dieser Regelung der Location auch erst am Vortag erfahren zu haben. Ein ausführlicheres Statement dazu ist hier zu finden.

Solche Dinge sind, obwohl eigentlich Nebensächlichkeiten gegenüber der musikalischen Qualität des Festivals, ärgerlich. Da sinkt die Laune schon in den Keller, bevor’s überhaupt losgeht. Glücklicherweise machte der Abend in vielerlei Hinsicht diese Unannehmlichkeiten auch wieder wett.

(Fotos: folgen in Kürze)

Stage Secrets Festival

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30.11.2012

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