Abstract Spirit - Liquid Dimensions Change

Review

(Doom) Metal aus den Tiefen von Mütterchen Russland gibt es in unseren Breiten nicht oft zu hören. TEARS OF MANKIND könnte man noch kennen, vielleicht noch den ein- oder anderen weiteren Vertreter, aber das flächenmäßig größte Land der Welt hat noch einen weiten, wenn nicht gar unmöglichen Weg zum Metal-Land Nummer eins bzw. zumindest in die Top 10 vor sich. Auch wenn ABSTRACT SPIRIT ein wenig eigenständiger an die Sache herangehen als die Kollegen von TEARS OF MANKIND hat man auch hier das Gefühl, andere Bands hätten zumindest schon mal ähnliche Ideen gehabt. Sehr zwiespältig ist “Liquid Dimensions Change“ aber deshalb geworden, weil die Qualitätsschwankungen vom hochklassigen Hymnus (man höre sich nur den Titeltrack an!) bis zur kakophonen Ohrenfolter („Apostasy“ hätte man deutlich überarbeiten müssen, diese kakophonen Keyboard/Orchester-Arrangements klingen mehr als gräßlich!) so verdammt groß sind, dass fast jede Wertung von 2 bis 8 Punkten seine Berechtigung hätte.

Man merkt wohltuend, dass nicht nur die gängigen Größen des Doom einen Einfluss auf den Sound der drei Genossen/Genossinnen haben, sondern auch eine gehörige Prise der alten CELTIC FROST aus den Saiten hervorklirrt. Die Produktion ist zwar sehr mächtig, aber auch roh genug, um einen gewissen Oldschool-Charme hervorzurufen, was diesem Album verdammt gut zu Gesicht steht. Auf Dauer wirkt diese Mischung jedoch ein wenig anstrengend. So viel monoton-disharmonisches Geschrammel in Kombination mit Keyboardteppichen und infernalischen Growls sind nicht für jede Gemütslage passend und könnten auch manchmal dafür sorgen, dass die CD einmal quer durchs Zimmer fliegt bevor ein einzelner Hördurchlauf beendet wurde.

Schnöder Durchschnitt ist diese Scheibe aber niemals nie nicht! Die Klasse der Musiker manifestiert sich weniger in ausserordentlichen instrumentalen Leistungen, sondern eher in der Untergangsatmosphäre, die über weite Strecken des Albums aufkommt. Fans von extrem langsamen, kaputten, kakophonen, zerstörerischen Klängen sollten einen Lauscher riskieren, sich aber nicht danach bei mir wegen Zahn- und Ohrenschmerzen beschweren!

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28.09.2008

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1 Kommentar zu Abstract Spirit - Liquid Dimensions Change

  1. disbeliefer sagt:

    Meine Fresse… als ich den Track auf der Solitude-Seite damals gehört hab, war ich ja schon tierisch angefixt, aber nach einfuhr des ganzen Albums, welches nun schon einige Durchläufe hinter sich hat, komme ich nicht drumrum die Höchstnote zu ziehen… 😮 Wahnsinn, was hier für eine abartig finstere Stimmung geboten wird. Zu keiner Sekunde gibt es hier auch nur einen Schimmer an Licht. Zähflüssig und dunkel strömt einem dieses perfekt produzierte Album entgegen und hinterlässt nichts als faule, kaputte Erde…

    10/10