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Black River - Black'n'Roll

Review

„This is metalized rock’n’roll of XXI century!“ – so der beigelegte Promo-Wisch über „Black’n’Roll“, das zweite Album der Polen BLACK RIVER. Dieser Satz (der ein bisschen nach Sacha Baron ‚Borat‘ Cohen klingt – wie der Rest des Promo-Textes auch) ist nicht nur grammatisch, sondern auch inhaltlich nicht ganz korrekt.

Aber fangen wir ein Stück weiter vorn an: Bei BLACK RIVER handelt es sich um eine Art Allstar-Projekt, bei dem unter anderem Mitglieder von BEHEMOTH, VESANIA, DIMMU BORGIR und ROOTWATER aktiv sind. Verschrieben hat sich dieses Stelldichein bekannter Extrem Metal-Musiker dem Rock’n’Roll im Stile MONSTER MAGNETS und DANZIG. Nach der Gründung 2008 brachten BLACK RIVER relativ schnell das erste, selbstbetitelte Album heraus und legen nun den Nachfolger vor. So viel also zur Einordnung von „Black’n’Roll“.

Beim Anhören des Albums stellt sich schnell heraus, dass Bandname und Albumtitel die einzigen „schwarzen“ Bestandteile sind. Ansonsten gibt es nämlich „nur“ Rock – „nur“ heißt hier, dass die elf Songs alles andere als spannend sind. Tausendfach gehörte Standard-Riffs treffen auf völlig unaufregendes und wenig inspiriertes Schlagzeugspiel, dazu gibt es Gesang, der mich die meiste Zeit irgendwie an Rob Zombie erinnert, die Töne aber noch schlechter trifft.

Das alles wäre irgendwie zu verschmerzen, wenn BLACK RIVER irgendwie charmant klingen würden, irgendwelche Ecken und Kanten hätten. Pusteblume, „Black’n’Roll“ klingt für „’n’Roll“ viel zu glatt gebügelt, viel zu digital, einfach zahn- und eierlos. Da klingt die im Promo-Schreiben zitierte Aussage des Gitarristen „[Die Musik hat] den Geschmack von gutem Whisky, den Geruch von Frauenschweiß in einer Strip-Bar und den Gestank von heißen Reifen auf Asphalt“ fast wie Hohn.

Sicherlich hat „Black’n’Roll“ ein paar nette Momente – solche nämlich, in denen die Musiker aus den ausgelutschten pentatonischen Standard-Harmonien ausbrechen – diese sind jedoch viel zu rar gesät, um „Black’n’Roll“ zu einem empfehlenswerten Album zu machen. Und schon gar nicht zu „metalized rock’n’roll of XXI century!“.

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18.01.2010

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