Blodskam - Là-Bas

Review

Dieser Tage veröffentlichen die schwedischen „Psychotic Black Metaller“ BLODSKAM nach 22 Jahren Bandgeschichte via Suicide Records (das schwedische Label, nicht das chilenische desselben Namens) ihr Debütalbum „Là-Bas“. Darauf soll es finster, psychotisch, mental verwirrt und sehr abwechslungsreich zugehen – und in der Tat halten die beiden Brüder hinter BLODSKAM, Aghora und Dödfödd, einige dieser Versprechen. „Là-Bas“ ist für ein Black-Metal-Album überaus abwechslungsreich: Von flotten, schnellen Parts über Doom bis hin zu (wenigen) abgedrehten Teilen, um das Psychosen-Konzept zu unterstreichen, gibt es hier einiges zu hören. Allerdings klingen BLODSKAM auch nicht so bahnbrechend und irrwitzig, wie es die Köpfe hinter der Band – oder die Promo-Abteilung des Labels – gerne hätten.

„Là-Bas“ ist nicht so wahnwitzig, wie BLODSKAM es gerne hätten

Denn letztlich orientiert sich das Duo, ergänzt um Schlagzeuger Kim Filppu (CONVIVIUM) stark am norwegischen Black Metal nach der Jahrtausendwende, also neueren Werken solcher Bands wie GORGOROTH oder TAAKE. Das machen sie vielerorts besser als die Vorbilder – denn wie gesagt, einige der Versprechen halten BLODSKAM –, zumindest aber versierter, abwechslungsreicher und, ja, spannender. Trotzdem ändert das nichts daran, dass die Grundausrichtung von „Là-Bas“ sich eben an bereits oft gehörten Mustern und Strukturen orientiert. Man kommt allerdings nicht umhin, sich zu wundern, ob das Album mit einem etwas spannenderen, weniger glatt produzierten Sound nicht hätte mehr gewinnen können. So ist diese Platte ein gutes, solides Stück Black Metal – zwar nicht weniger, aber auch nicht mehr als das.

05.02.2019

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