Darkest Hate Warfront - The Aftermath

Review

Der perfekte Ausgangszustand für DARKEST HATE WARFRONT muss zunächst künstlich hergestellt werden. Im Idealfall schießt man sich zuvor gefühlte 30 Durchläufe, Power Metal der übelsten Sorte um die Ohren, sodass man unheimlich Lust verspürt irgendwas Dreckiges, Stumpfes und unheimlich Fieses zu hören. Alternativ besteht natürlich auch die Möglichkeit schlichtweg den erstbesten Gegenstand kurz und klein zu schlagen, was sich allerdings im heimischen Wohnzimmer dann doch eher als suboptimal darstellt. Doch leider muss ich sagen, dass sich selbst im Sinne totaler Zerstörungswut weitaus bessere musikalische Begleitmaßnahmen finden lassen als “The Aftermath“.

In der Tat bedarf es keiner großen Erkennungsfähigkeit um festzustellen, dass DARKEST HATE WARFRONT, obgleich sie ihre Interpretation von Black Metal mit einer guten Portion Thrash-Anleihen würzen, im Wesentlichen von MARDUK und deren Trümmerwerk “Panzer Division Marduk“ beeinflusst wurden. Nicht alleine, dass das anti-christliche Sprachrohr namens Agares verblüffende Stimmparallelen zu Legion aufweist, so klingt auch die instrumentale Präsentation in den schwarzmetallisch inspirierten Parts ähnlich dem schwedischen Höllenritt. An die schiere kriegerische Gewalt von “Panzer Division Marduk“ kommt “The Aftermath“ allerdings beim besten Willen nicht ran, denn dazu erscheint es viel zu harmlos, zu wirkungsfrei, wobei auch die stilistische Ausrichtung ob der Thrash-Anteile eine etwas andere ist.

Aufgrund derer nehmen die Brasilianer hier und da etwas Geschwindigkeit heraus und besinnen sich auf eingängige, groovige Riffs und das ein oder andere Solo. Dahingehend gibt es zum Beispiel bei “Triumph In Blood“ ein ziemlich nettes Gitarren-Arrangement zu hören, was vor allen Dingen, entgegen der anderen Stücke, mal etwas in mir bewegt. Insgesamt sind mir DARKEST HATE WARFRONT sowohl auf musikalischer als auch auf lyrischer Ebene entschieden zu plakativ und aufgezwungen, als dass die Musik irgendeine Wirksamkeit entwickeln könnte. Die stellenweise sogar etwas holprig gespielten Stücke und die dumpfe Produktion sind bei diesem Thema auch eher Teil des Problems, als Teil der Lösung. So bleibt infolgedessen eine unbedeutende Platte, die sich wahrlich in keinem Belang von der breiten Masse abhebt – schade eigentlich.

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17.12.2008

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