Dismember - Indecent & Obscene

Review

Wie alle anderen Alben bis auf das geniale Debüt „Like An Ever Flowing Stream“, findet auch das Zweitwerk unserer Schwedenhelden „Indecent & Obscene“ in diesen Tagen seinen Weg als Re-Release über Regain Records (wieder) zu uns.

Als Digipack und in einer Remastered Version gibt es hier die ursprünglichen neun Songs plus zwei Bonustracks namentlich „Hill 112“ (durchschnittlich) und der DEATH-Coverversion „Beyond The Unholy Grave“ (geil!). Zwar hätte man sich als Fan ein paar Extras bei der Aufmachung, wie vielleicht ein paar Linernotes oder Anekdoten aus der Entstehungszeit gewünscht, aber hier soll wohl nur die musikalische Qualität als Kaufargument dienen. Und davon gibts auf „Indecent & Obscene“ ja bekanntlich genug. Doch drehen wir die Zeit ein wenig zurück.

Nach Veröffentlichung des Debüts gab es damals in England Riesenwirbel um den Song „Skin Her Alive“ – inklusive Importverbot und Gerichtsverhandlung. Diese konnte nach langen hin und her zwar gewonnen werden aber als Reaktion darauf benannten DISMEMBER ihr Folgealbum „Indecent & Obscene“ und fuhren sowohl musikalisch als auch textlich eine noch härtere Schiene (z.B „Eviscerated [Bitch]“). Folglich gab es auf „Indecent & Obscene“ neun Mal ordentlich in bester Schwedentodtradition was aufs Gebälk, unter anderem hat man hier solche Alltimeclassics wie „Skinfather“ und „Reborn In Blasphemy“ verbrochen, die auch heute noch zu Livesetstandards zählen. Ganz zu schweigen vom damaligen Rausschmeißer, einem der 10 besten Death-Metal-Songs überhaupt: „Dreaming In Red“. Allein das Bassintro von Mr. Rickard Cabeza sorgt bei mir auch nach über zehn Jahren noch für eine gepflegte Gänsehaut… Killer!

Bei DISMEMBER konnte man als Fan von waschechtem Death Metal noch nie daneben liegen und das wird sich wohl auch hoffentlich nie ändern. Saustarke Scheibe, damals wie auch heute noch.

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19.07.2005

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