Djevelkult - Når Avgrunnen Åpnes

Review

Galerie mit 9 Bildern: Under The Black Sun 2016 - Djevelkult

Der skandinavische bzw. (genauer) der norwegische Black Metal ist ein Phänomen, welches auch 26 Jahre nach der Veröffentlichung von „A Blaze In The Northern Sky“ wenig von seiner ursprünglichen Faszination eingebüßt hat. DJEVELKULT haben sich dieser puren Essenz der norwegischen Finsternis verschrieben und huldigen dem Gehörnten streng gemäß Reinheitsgebot von 1992.

„Når Avgrunnen Åpnes“ bietet zunächst einmal saubere Handarbeit

Mit „Når Avgrunnen Åpnes“ knüpfen DJEVELKULT an ihr Debütalbum „I Djevelens Tegn“ (2014) an. Black Metal ohne Schnörkel und Beiwerk, welcher dennoch in seiner Gesamtheit mehr als ein bloßer Tribut ist, denn DJEVELKULT bedienen die gesamte Klaviatur des Genres. Auch ihre handwerklichen Hausaufgaben an den Instrumenten hat die Band verrichtet.

Primitives Geknüppel wie im Opener „Atomic Holocaust“ wird durch schleppende Mid-Tempo-Nummern und melodische Elemente variiert. Dabei muss auf eine treibende Attitüde mit Gitarren-Soli und geradlinig nach vorne gehenden Parts nicht verzichtet werden. Gerade in den schiebenden Mid-Tempo-Passagen liegt eine Stärke von DJEVELKULT, wie beispielsweise das Stück „Døpt I Helvetesild“ beweist. Aber auch schnellere Stücke wie „Vredeskvad“ fräsen sich dank gelungenem Riffing tief in die Gehörgänge. Experimente außerhalb der traditionellen Leitlinien sind in diesem Zusammenhang weder gewünscht noch notwendig.

Besonders positiv soll an dieser Stelle der organische Sound der Drums hervorgehoben werden, welcher dem Album eine hervorragende Schlagfertigkeit jenseits nerviger Trigger-Sounds aus der Konserve verleiht. Aber auch die restliche Produktion muss sich wahrlich nicht verstecken. Kark von DØDSENGEL hat DJEVELKULT einen mehr als angemessen Klang durch Mixing und Mastering verliehen.

DJEVELKULT – Tradition ist Stärke

Die Qualität von „Når Avgrunnen Åpnes“ lässt sich gut anhand des Cover-Artwork erläutern. Jose Gabriel Sabogal hat im Stile mittelalterlicher Stiche eine moderne Interpretation der Höllenqualen von Hieronymus Bosch geschaffen. Ebenso haben DJEVELKULT ihren Ansatz des Black Metals interpretiert.

In Promo-Informationen steht ja meistens viel, wenn der Tag lang ist. Diesmal trifft diese den Nagel auf den Kopf: „True Norwegian black metal is undead!“

18.05.2018

Stellv. Chefredakteur

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4 Kommentare zu Djevelkult - Når Avgrunnen Åpnes

  1. nili68 sagt:

    Für Die Hard-Trve Norwegian BM-Fans… und auch NUR für die. Zumindest, wenn alles von denen so klingt wie obiges Lied.

    1. Doktor von Pain sagt:

      Meins ist es jedenfalls nicht – und ich mag so dies und das aus dem Black-Metal-Bereich.

  2. Vectrex sagt:

    Geile Band, geiler Track. Aber ich hör auch zu 95% nur BM, nicht wie meine Vorposter.
    Find daran jetzt auch nichts so „ungewöhnlich“ bzw. super „traditionsreich“, dass man das dauernd erwähnen muss, wie im Review.

    Ist halt einfach nur guter Black Metal wie man ihn heutzutage oft zu hören bekommt. Nein, Black Metal ist nicht schlecht geworden heutzutage. Das Genre blüht mehr denn je mit Bands wie Acherontas. Nightbringer, Hetroertzen, Mare, Whoredom Rife, Varathron, Dodsengel, Malum, Die Kunst der Finsternis, Slidhr, Funerary Bell, LvxCaelis, Baptism, Inferno, Hecate, Sinmara, Balmog, Sheidim usw. usw.
    Ihr tut immer so als wäre eine normale gute BM Scheibe die wie aus den 90ern klingt was völlig aussergewöhnliches heutzutage. Versteh ich nicht.

    9/10
    1. DieBlindeGardine sagt:

      Ochja Black Metal Alben kommen hier aber in der Regel doch eigentlich ziemlich gut weg. Finde (dem verlinkten Song nach zu urteilen) an der Mucke jetzt auch nichts außergewöhnlich, weder im guten noch im schlechten Sinn, ist halt Black Metal für Leute die Black Metal mögen, nichtmal unbedingt für Ultratraditionalisten. Es kann halt auch nicht jede Band das Genre neu erfinden. Müsste nili als Deathcore-Freund (war doch richtig oder?) eigentlich wissen.