God Dethroned - Bloody Blasphemy

Review

Galerie mit 22 Bildern: God Dethroned - Europe Under Black Death Metal Fire 2019

Mit „The Grand Grimoire“ meldeten sich die Holländer lautstark zurück und bewiesen, das „The Christhunt“ nur ein leise Ankündigung für eine wahre Kakophonie war. „The Grand Grimoire“ überbot die Erwartungen bei weitem und ist im Nachhinein eine astreine Death Metal Platte mit vielen klasse Melodien und modernen Einflüssen. Kann der Nachfolger dagegen anstinken? Nicht ganz. Die Mischung stimmt auch hier wieder; Melodien, Aggression, Atmosphäre, Black, Death, Thrash, dies alles fließt in einen eigenen Sound zusammen, den man inzwischen schon als „typisch“ God Dethroned nennen kann und es ist auch wieder ein etwas Midtempo orientiertes Stück mit einer Riesenportion Atmosphäre auf dieser CD, welches fast an „Under a Silver Moon“ herranreichen kann. Aber eben nur fast und das ist auch das Problem dieser Scheibe: Der Vorgänger war zu stark, das neue Material klingt dagegen einfach ein wenig zu fade, auch wenn es selbst für sich gesehen ziemlich gut ist. Die Vier aus dem Kifferparadis setzen die Songs verdammt gut in Szene und können sogar richtig gut Keyboards, Frauengesang und Piano einsetzen, ohne auch nur einen Hauch an Aggression zu verlieren. Nur leider waren ähnliche Songs schon auf dem Vorgänger ein wenig besser drauf. Man kann aber auf keinen Fall sagen, daß die Band abgefallen wäre, vielmehr ist das dritte Album im direkten Vergleich zu „The Grand Grimoire“ ein Stillstand und enttäuscht somit ein wenig die hohen Erwartungen, die an dieses Album gestellt wurden. Das sollte jetzt aber wirklich keinen Fan derber und melodischer Musik davon abhalten, sich dieses Teil hier zuzulegen, den nach wie vor gehören God Dethroned zu einen der besten Bands des Genres und das wird sich mit diesem Album nicht ändern. Und wenn man seine Erwartungshaltung vielleicht nicht so hoch angesetzte hätte, wäre man vielleicht auch etwas zufriedener mit diesem Album gewesen. Nehmt euch an mir Schwarzseher also kein Vorbild und genießt das Album einfach wie es ist: Ein gnadenlos gutes Brett.

Shopping

God Dethroned - Bloody Blasphemybei amazon4,84 €
15.04.1999

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Bloody Blasphemy' von God Dethroned mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Bloody Blasphemy" gefällt.

Wie funktioniert der metal.de Serviervorschlag?

Es gibt noch keine Empfehlungen zu diesem Album. Willst du die erste abgeben? Dann registriere dich oder logge dich ein.

Shopping

God Dethroned - Bloody Blasphemybei amazon4,84 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 32399 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

3 Kommentare zu God Dethroned - Bloody Blasphemy

  1. Anonymus sagt:

    Also, ich finde die 7 etwas untertrieben, hier muß eine höhere Wertung hin. Eine wirklich großartige Scheibe. Wenn "God Dethroned" zu Bloody Blasphemy-Zeiten noch nicht eine der weltbesten Death Metal Bands waren, dann haben sie sich diesen Status spätestens mit dem Nachfolger "Ravenous" erarbeitet. Das sind absolute "Must Have"-Platten. Unnötige Info am Rande: Das Sample am Anfang von "Serpent King" stammt aus "Ein Mann sieht rot – Teil 2."… Charles Bronson und Death Metal… Cool 🙂

    9/10
  2. shadowofdeath sagt:

    Ich mußte dieses Album erst 3 mal durchhören, um in den Genuß zu kommen!! Ein geiles aggressives Brett, was dir da an den Kopf geschmissen wird! Danach biste erstmal für ne Stunde platt und kannst deinen Schädel von der Wand kratzen! BASTARD!!!

    9/10
  3. embit sagt:

    10 Punkte für die beste Scheibe von God Dethroned. Hier erwartet einen ein Knüppel nach dem anderen, ohne Verschnaufpause. Für mich ist es ein Kultalbum. Mit ‚Ravenous‘ und ‚Lungs Of Hell‘ zeigte sich leider Routine, was die beiden Alben nicht ganz so frisch und ‚in die Fresse‘ erscheinen liess. Dieses geniale Werk kann eben nicht so schnell getoppt werden. Es gibt eigentlich keinen Song, der mir da nicht gefällt.

    10/10