God Dethroned - The Lair Of The White Worm

Review

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Irgendwie wirken GOD DETHRONED auf ihrem neuen, mittlerweile sechsten Studioalbum so frisch wie schon Jahre nicht mehr. „Ravenous“ war ein gutes Album, aber vom Grundtenor her zu knüppelig. Der Nachfolger „Into The Lungs Of Hell“ schlug dann ins Gegenteil um und ging als bisher langsamstes und melodischstes Album der Holländer in die Geschichte ein.
Ob es jetzt am halb ausgetauschten Line-Up und somit dem Input der neuen Mitglieder Henk (b) und Isaac (g) liegt, dass „The Lair Of The White Worm“ das beste Album seit „Bloody Blasphemy“ geworden ist, oder ob Henri Sattler einfach seinen Werdegang Revue passieren lassen und das Beste herausgefiltert hat, kann ich hier und jetzt nicht beurteilen. Tatsache ist jedoch, dass diese neun Songs alle Stärken von GOD DETHRONED vereinen und kompekt auf den Punkt bringen. Der Opener „Nihilism“ thrasht auf der einen Seite alles in Grund und Boden, nur um Mittelteil mit einer der epischsten Gitarrenmelodien aufzuwarten, die man von dieser Truppe jemals zu hören bekam. „Sigma Enigma“ ist ein Hit, verankert im Midtempo, und hätte auch auf dem Vorgänger eine gute Figur abgegeben, während der Titeltrack mit seiner kompromisslosen Raserei eher auf „Ravenous“ Platz gefunden hätte. Dieser Abwechslungsreichtum zieht sich glücklicherweise durch den kompletten Rest der Platte und ist genau das, was auf „Into The Lungs Of Hell“ gefehlt hat, damit auch dieses Werk dem normalen Standard des Holland-Vierers gerecht geworden wäre.
Textlich hat sich der liebe Herr Sattler ebenfalls nicht auf eine Richtung festlegen lassen. So handelt „Arch Enemy Spain“ z.B. vom 80-jährigen Krieg zwischen Spanien und Holland, der Titeltrack ist an das gleichnamige Buch von Bram Stoker angelehnt, „Last Zip Of Spit“ (potentieller Liveknaller!) basiert auf dem Tarantino-Geniestreich „Kill Bill“ und in „Rusty Nails“ wird beschrieben, wie sich Jesus kurz vor der Kreuzigung gefühlt haben muss; aber garantiert nicht aus einer christlichen Sichtweise heraus.
Was soll ich noch groß sagen? „The Lair Of The White Worm“ präsentiert GOD DETHRONED endlich wieder in Normalform, weil es die beiden Vorgängeralben verbindet und ihre Stärken vereint. Deswegen sei mir als Fazit die Verwendung eines hier enthaltenen Songtitels gestattet: Nach dem Genuss dieser Platte wird jeder mehr als „Loyal To The Crown Of God Dethroned“ sein!

02.11.2004

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3 Kommentare zu God Dethroned - The Lair Of The White Worm

  1. Anonymous sagt:

    Hab‘ das Album jetzt nicht komplett gehört, aber das was ich davon kenne ist doch ziemlich schlapp. Die volle Melodiebreitseite von "Into the Lungs of Hell" fand ich eigentlich ziemlich klasse. Songs wie "The Warcult" haben doch 10 mal mehr Drive als relativ stumpfes Geprügel wie "Sigma Enigma". Das kriegt doch jeder hin…

    6/10
  2. holzmichl sagt:

    9 Punkte, mehr gibts nicht zu sagen dazu.

    9/10
  3. el topo sagt:

    meiner ansicht nach nicht ganz so stark… finde gerade, dass sie hier nicht mehr ganz so frisch wirken… aber trotzdem noch gut

    7/10