Iron Savior - Rise Of The Hero

Review

Galerie mit 20 Bildern: IRON SAVIOR - Rockharz Open Air 2014

IRON SAVIOR waren immer so etwas wie der kleine Bruder der großen deutschen Metal Bands. Die Frage nach dem Warum ist dabei vermutlich gar nicht zu klären. An der Qualität der Veröffentlichungen kann es sicherlich nicht liegen, denn Piet Sielck und seine Truppe haben qualitativ nie wirklich schlechte Alben veröffentlicht und mit ihrem letzten Album “The Landing” sogar ein Highlight des Jahres 2011 abgeliefert. Den eingeschlagenen Weg geht die Band auch auf dem neuen Album “Rise Of The Hero” konsequent weiter.

Das dürfte Fans der Band freuen, denn die können sich auf das wahrscheinlich beste Material, das die Band seit dem Debüt aufgenommen hat, einstellen. IRON SAVIOR haben das nicht gerade kleine Kunststück fertig gebracht ihren Vorgänger mit “Rise Of The Hero” noch einmal zu toppen. Songs wie “Dragon King”, “Thunder From The Mountains” oder “Firestorm” gehören zu dem besten was die deutsche Metal-Szene in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Die Songs wissen den Hörer zu packen, warten immer wieder mit interessanten Wendungen auf und zeigen eine Band die mit hörbarer Spielfreude bei der Sache ist. IRON SAVIOR haben beim Songwriting zudem noch ein paar Briketts nachgelegt und die Songs von “Rise Of The Hero” noch ein Stück weit lockerer arrangiert als auf dem Vorgänger. Hier sitzt wirklich jede Note an der richtigen Stelle, jedes Riff fräst sich ins Kleinhirn des Hörers und bleibt dort erfreulich lange erhalten. Die Hamburger haben zudem, wie immer, großen Wert auf wiedererkennbare Refrains gelegt, die zwar im Ohr hängen bleiben und von fetten Chören getragen werden, aber niemals kitschig oder albern daher kommen. Es ist schwer sich dem Reiz von Ohrwürmern wie “Burning Heart”, “Revenge Of The Bride”, sowie den oben genannten Liedern oder der Hommage an den Heavy Metal “Fistraiser” zu entziehen. Es ist aber nicht so, dass IRON SAVIOR gänzlich auf Nummer sicher gehen. Mit “The Demon” befindet sich eine unkonventionelle Halbballade und mit “Dance With Somebody” eine Coverversion der schwedischen Rock Band MANDO DIAO auf dem Album. Beide Songs stellen einen guten Kontrast zu den anderen Stücken des Albums dar, wobei das Cover wahrscheinlich zusätzlich eine Kontroverse hervorrufen wird.

IRON SAVIOR haben mit “Rise Of The Hero” eine saustarke Platte veröffentlicht, die ein weiteres Highlight des noch jungen Jahres darstellt. Hier passt einfach alles. Vom Sound über das Songwriting, bis hin zum wunderbaren, von Felipe Machado Franco gestalteten Artwork. Die Hamburger haben vorgelegt, jetzt muss die Konkurrenz sich ganz schön strecken um das Niveau von “Rise Of The Hero” zu erreichen. Bleibt IRON SAVIOR zu wünschen, dass sie langsam die verdiente Ernte einfahren können. Verdiente neun Punkte.

21.02.2014

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2 Kommentare zu Iron Savior - Rise Of The Hero

  1. Julian sagt:

    Ich habe so Bock auf die Scheibe und freue mich schon sehr auf die Release Show am 26.2 – bisher auch nur gutes gelesen über das Album

  2. Michél sagt:

    Ich komme nächste Woche am 26.2. extra aus Frankfurt/Main zur releaseparty nach Hamburg gerockt !!!!