Klabautamann - Our Journey Through The Woods

Review

Bandnamen sind ja immer so eine Sache. Manche hören sich scheiße an, manche hingegen lustig aber irgendwie können sie meistens doch die Band mit nur einem Schlagwort beschreiben. Über den Klabautamann ist man in der Vergangenheit sicherlich schon ein paar Mal gestoßen. Der Name ist Programm und weil er eben gerade so bescheuert ist, kann man ihn sich auch so leicht merken. Aber Bandname hin oder her – das Wichtigste ist doch die Musik, der ich mich ja nun auch widmen soll. Nach den beiden Demo-CDs „Opus Obscoenum Infernalis“ und „Gott schenkt Gift“ ist nun eine weitere Scheibe veröffentlicht worden, die dem Demo-Charakter entwachsen ist und als Debut-CD verstanden werden will. Obwohl es immer noch eine Eigenproduktion ist, kann ich dem Begriff Debut-CD nur beipflichten, denn vom Sound, Artwork und musikalischen Fähigkeiten her, kann diese Scheibe locker mit Labelbands mithalten. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass Tim ein eigenes Homestudio besitzt. Von der soundtechnischen Seite kann man da also absolut nicht meckern. Bei der Musik habe ich dagegen manchmal meine Schwierigkeiten. Nicht, dass ich sie total schlecht finde, nur manchmal fehlt mir der Zugang zur Musik. Dies ist v.a. bei den schnelleren (Black-)Metal-Passagen der Fall, da diese für meinen Geschmack teilweise einfach ohne Punkt und Komma runtergerattert werden (vgl. z.B. „Der Nöck“). Vielleicht mag das ja gerade das Beste an der Band sein, mir gefallen jedoch die etwas langsameren bis sehr langsamen Stücke bzw. Passagen wesentlich besser. Diese werden teilweise mit sehr schönen Akustikgitarren gespielt, die ich noch nie so wundervoll gehört habe (hier z.B. „Elfentanz“). Der Song „Rabenmorgen“ ist da sehr gefühlvoll und ruhig und kann dem Songtitel wirklich alle Ehre machen. Die hier eingesetzten Gitarren sind wirklich wunderbar! Auch wenn es dann ein bisschen schneller wird, bleibt das positive Gefühl erhalten. „Tower Of Sorcery“ ist zwar wieder schnell bis sehr schnell, allerdings macht sich hier die Härte nicht ganz so negativ bemerkbar, da hier mit einigen melodischen Mitteln gespielt wird. Vielleicht eine Scheibe, die beide Seiten der Medaille präsentiert, aber diese sind es nichtsdestotrotz Wert angetestet zu werden. 10 Euro (plus 1,44 für Porto) gehen an oben genannte Adresse, wenn ihr den Rundling selbst antesten wollt.

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03.11.2003

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1 Kommentar zu Klabautamann - Our Journey Through The Woods

  1. zigor sagt:

    geile scheibe! knüppel-aussem-sack meets akustik-schwelgerei. mir gefällt neben der gut komponierten musik und guten produktion vor allem das image der band, welches ohne dumme schminkerei und bm-typischen firlefanz besticht. die zwei klabautamnänner wirken irgendwie sympathisch. wer auf ausgereiftes songwriting und durchdachten bm steht sollte zugreifen! langweiliges kellergeschrubbe sucht man vergebens…. meine anspiel-tips: tower of sorcery und elfentanz! man darf auf die weiterentwicklung sehr gespannt sein…

    8/10