Malthusian - MMXIII

Review

Irland, die grüne Insel im Westen Europas, hat eine neue Band hervorgebracht – 2012 gegründet, 2013 das erste Demo mit dem schlichten Titel „MMXIII“ veröffentlicht (mit Invictus Productions gleich mit einem Label im Rücken), setzen MALTHUSIAN alles daran, ihre grüne Heimat schwarz anzumalen. Nicht mit einfachem Black Metal, auch nicht mit einfachem Death Metal, sondern mit einem hässlichen Bastard aus beiden, der obendrein noch mächtige (Death-)Doom-Einflüsse ins Boot holt, ein bisschen Noise hinzufügt und so alles in allem nicht nur sehr eigen klingt, sondern auch noch dadurch hervorsticht, dass es ihm gelingt, eine unglaublich intensive Atmosphäre aufzubauen – und sie über die ganze Spielzeit hinweg aufrechtzuhalten.

Dabei beginnt mit „Wraith///Plague Spore“ alles so greifbar: mit einem Schrei als Intro, der sich von irgendwo ganz weit weg in den Vordergrund schiebt, bevor bis in den Keller gestimmte Gitarren in bester Death-Doom-Manier einige gerade Akkorde anschlagen und sich eine wiederkehrende Leadmelodie darüber setzt, die disharmonisch und quietschend den titelgebenden „Wraith“ mimt. Das ist auch schon finster (und ob seiner Einfachheit irgendwo genial), aber es ist noch (neben einer Melodie am Anfang des zweiten Songs „The Mother’s Blade“) der am einfachsten fassbare Aspekt von „MMXIII“. Was im Anschluss mit dem zweiten Teil des Tracks – „Plague Spore“ -, mit dem zehnminütigen Herzstück „The Mother’s Blade“ sowie dem abschließenden „Hallucinogen“ folgt, ist aufgrund seines minimalistischen Sounds und seiner verschrobenen Herangehensweise kaum über die musikalischen Bestandteile zu erfassen. Für den Genuss dieses Werkes ist es – mehr noch als für viele andere, ähnlich gelagerte Bands und Alben – unumgänglich, sich auf die Stimmung einlassen zu können, die es erzeugt. Dann jedoch schenken MALTHUSIAN dem Hörer knappe 25 Minuten durchdringender, klug aufgebauter Atmosphäre, wie man sie sonst eher von jüngeren australischen Bands kennt (zum Beispiel das PORTAL-Nebenprojekt GRAVE UPHEAVAL oder das Projekt von deren Livegitarristen, AETHYRVOROUS).

Somit hat uns Invictus Productions zum Jahresende nochmal einen richtig fiesen Brocken aus dem Bereich des okkulten, atmosphärebasierten Death Metal beschert – auch wenn „MMXIII“ die erste Demo dieser Band ist, ist das, was man darauf zu hören bekommt, ganz großes Kino und ein weiteres Death-Metal-Highlight des eh schon gut bestückten Jahres 2013. Man darf gespannt sein, was MALTHUSIAN uns noch bringen werden.

22.12.2013

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