Mort - Raw & Cold

Review

“Pure Frankonian Black Metal”. Wahrlich plakativ das Banner auf dem Cover, keine Frage, und dennoch ist das Ziel hier in keiner Weise verfehlt worden, soviel kann ich vorweg nehmen. Das Trio aus dem Frankenland legt mit “Raw & Cold” ihr nunmehr drittes Album vor, und, man höre und staune, da wo “Raw & Cold” drauf steht, ist eben genau selbiges auch drin.

Ohne Rücksicht auf Verluste, Lust auf musikalische Ausflüge oder hinderliche Seitenblicke widmen sich MORT wie erwartet dem schnörkellosem Black Metal der alten Schule. Soll heißen: Gitarrenläufe der Marke DARKTHRONE Anno ´94, unterstützende Basslinien, Keifgesang und straightes, wenngleich effektives Drumming. Im Gegensatz zu manch anderen Genrekollegen jedoch wissen die Musiker hierbei durchaus um ihr recht eintöniges und alles andere als avantgardistisches Vorgehen und halten sich gar nicht erst damit auf, den Gedanken an fremdartiges Musikgut zu verschwenden. Aufgelockert durch ein paar an alte, glorreiche CARPATHIAN FOREST-Zeiten erinnernde Black N´Roll Einschübe groovt und keift man sich also durch die elf Songs (Intro und drei Livestücke inbegriffen) des Albums, und widmet seine Songs dabei “Dem Spirit der letzten 20 Jahre”.

Während der Titeltrack mich dabei noch aufhorchen lässt, “Under A Funeral Moon” lässt grüßen, fallen dabei die anderen Stücke des Albums allerdings dann doch eher weniger ins Augenmerk. Mit zunehmender Spielzeit droht die Platte sang- und klanglos an mir vorbeizurauschen, und die Momente, die mich aufhorchen lassen (wie beispielsweise der Titelsong) kann man im Laufe der Zeit leider an einer Hand abzählen. Klar, diese Platte ist sicherlich nicht gemacht worden, um das Rad neu zu erfinden, keine Frage. Wenn ich dann allerdings an Alben wie “Perished And Forgotten” denke komme ich zum Schluss, dass auch in dieser Hinsicht noch deutlich mehr drin ist.

Hinzukommt, dass mir gerade soundtechnisch noch etwas an Dreckigkeit fehlt: Die Produktion ist glasklar und das Ganze tönt im Gesamten eher harmlos. Gerade die Gitarren klingen auf den Liveaufnahmen wesentlich fieser und sägender, was der Sache einen wesentlich authentischeren Unterton verleiht als die doch sehr sauberen Studioaufnahmen. Wer also Lust auf simplen, wenngleich effektiven Black Metal hat, und sich nicht um technische Spielereien, Melodieläufe oder Fremdeinflüsse schert, könnte an “Raw & Cold” durchaus seinen Spaß hab

11.08.2008

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