Mustasch - Thank You For The Demon

Review

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MUSTASCH klingen auf ihrem aktuellen Werk „Thank You For The Demon“ etwas lockerer und leichtfüßiger, als man es aus der Vergangenheit gewohnt war. Die Unbekümmertheit war zwar schon immer Teil ihres Sounds, die etwas düsteren und bedrohlichen Elemente hat man allerdings etwas zurückgefahren. Das Album bietet im Großen und Ganzen melodische Rocksongs, die sich nach wie vor grob im Stoner/Alternative-Rock einordnen lassen. Dabei sind die Schweden immer noch im Höchstmaß abwechslungsreich. Eine recht harte, metallische Nummer wie „From Euphoria To Dystopia“ geht mit ihren rauen Ecken und Kanten bisweilen sogar als Highlight durch. Die eröffnende Single „Feared And Hated“ ist ein melodischer Rocksong mit High-Energy-Vibes, der Titelsong ist im etwas schleppenderen Tempo gehalten und lässt die nachdenkliche Seite der Band wieder ein bisschen durchschimmern („I’m a king without kingdom to rule“).

Bei „The Mauler“ geht es wieder sabbath-doomig zu, ein Stilmittel, das sich bei der Band bereits in der Vergangenheit bewährt hat. Das siebenminütige „All My Life“ geht in der Gesamtheit noch am ehesten als düster und melancholisch durch und wirkt mit seiner konstant ruhigen Ausrichtung beinahe balladesk. Bei „I Hate To Dance“ wagt die Band einen recht mutigen Spagat, unterlegt den groovigen Rocker mit Disco-Beats, verleiht ihm damit beinahe eine Industrial-Note, lässt aber trotzdem den Metaller raushängen. „Bang your head ‚cause I hate to dance“ heißt es im Chorus, gar nicht mal schlecht, die MUSTASCH ein wenig Ironie einbauen.

Die weiteren Songs, das recht moderne „Borderline“, das etwas unspektakuläre „Lowlife Highlights“ und das abschließende blues-angehauchte „Dont’t Wanna Be Who I Am“ machen ebenfalls Spaß, auch ohne musikalische Revolution. Wäre die Produktion ein bisschen gitarrenlastiger und energiegeladener, wäre noch ein Punkt mehr drin, so ist das Album eine lohnenswerte Investition für Genrefans, die man nicht zwingend haben muss (auf wie viele Alben trifft das schon zu), die aber gut unterhält.

11.01.2014

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