Nightbringer - Hierophany Of The Open Grave

Review

Wirklich sesshaft scheint man im Hause NIGHTBRINGER nicht werden zu wollen. Zumindest hinsichtlich der Labels gibt seit jeher einiges an Bewegung, von Full Moon Productions („Death And The Black Work“) über Avantgarde Music („Apocalypse Sun“), ist man nun bei Season Of Mist unter Vertrag, um „Hierophany Of The Open Grave“ ans Tageslicht zu bringen.

Was in Bezug auf die Label gilt, gilt aber nicht automatisch für die Musik. Denn NIGHTBRINGER folgen auch auf „Hierophany Of The Open Grave“ konsequent den bislang eingeschlagenen Weg und laufen damit Gefahr auf der Stelle zu treten. Ein Glück ist es aber noch nicht so weit, denn noch funktioniert das Gebräu aus höllisch rasantem Geprügel und unheimlicher, doomiger Schwere. Ein Großteil an der Wirkung nehmen dabei die immer wieder kreischenden, teils dissonanten Gitarren ein. Sie sind es, die auf dem Fundament des variablen Schlagzeugspiels die Dunkelheit von NIGHTBRINGER aufziehen lassen und immer wieder eine Atmosphäre erzeugen, die nur als unheimlich bezeichnet werden kann. Was allerdings fehlt, ist der Überraschungsmoment, mit denen die Amerikaner in der Vergangenheit ihren Alben noch den letzten „Kick“ verliehen haben. Aber auch ohne den hinterlassen Songs wie „Lucifer Trismegistus“ oder dem beinahe andächtige „Old Nights“ Spuren.

Entsprechend unheilvoll, dunkel und mitunter auch, gerade in den langsamerem Passagen, majestätisch ist „Hierophany Of The Open Grave“ geworden. Wenn es auch an dem letzten Rest Spannung fehlt, wird man als Freund der Amerikaner vollends auf seine Kosten kommen und für Nichtkenner ist es erst recht ein dramatisches und vermutlich auch aufregendes Album. NIGHTBRINGER gelingt es also, ihre Qualitäten erneut in den Vordergrund zu rücken, um aber vollends zu begeistern, fehlt es den meisten Songs an unerwarteten Momenten, die die Spannung aufrecht erhalten, sollte das beim nächsten Mal noch weniger gelingen, besteht ernsthafte Gefahr für eine dröge Selbstkopie – soweit sind wir aber noch nicht!

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06.08.2011

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