Qwälen - Unohdan Sinut

Review

Seit 2017 bewegen sich die aus dem finnischen Oulu stammenden QWÄLEN nun durch den metallischen Untergrund. Ein Jahr nach der Gründung gab es mit dem knapp neunminütigen Demo bereits einen Vorgeschmack auf das, was nun in Form der ersten Langrille namens „Unohdan Sinut“ vorliegt. Und die hat es mit ihrer Mischung aus pechschwarzem Black Metal und crustiger Punk-Attitüde in sich.

QWÄLEN haben ordentlich Dreck unter den Nägeln

Bereits der Opener „Pimeä Tila“ macht die Marschrichtung unmissverständlich klar und prescht hemmungslos voran. Instrumental wechselt die Band immer wieder zwischen ungestümer Raserei und groovigem Black’n’Roll. Das besessen klingende, heisere Gekeife von Sänger Eetu Viita kristallisiert sich schnell als eines der prägnanteren Wiedererkennungsmerkmale im Gesamtsound von QWÄLEN heraus. Nummern wie das crustige, teils an MARTYRDÖD erinnernde „Hän Ei Tule Koskaanoder“ oder auch „Temppeli“ mit seiner zusätzlichen Schippe Wahnsinn im Gesang haben so viel Dreck unter den Nägeln, wie man ihn bei modernen Bands aus dem schwarzmetallischen Sektor nur noch selten findet.

Das Songwriting auf dem Debütalbum der fünfköpfigen Truppe gestaltet sich derweil überaus abwechslungsreich. So besticht „Polku“ beispielsweise durch vergleichsweise sehr melodische Gitarrenarbeit, der Titeltrack „Unohdan Sinut“ punktet hingegen mit seinen punkigen Versatzstücken und etwas mehr Varianz im Gesang.

QWÄLEN klingen rockig, rotzig, roh und verdammt finster

Eben dieser könnte für den ein oder anderen im Verlauf des Albums zur Belastungsprobe werden. Die Screams sind für das harsche Gesamtbild der rauen Klanglandschaft von QWÄLEN zwar durchaus zuträglich, doch die vereinzelt eingestreuten Abweichungen vom bewährten Muster in Form von Gangshouts oder zusätzlichem Hall könnten für manches Ohr möglicherweise zu rar gesät sein, um sich auf „Unohdan Sinut“ voll und ganz einlassen zu können.

Wer an besagtem Kritikpunkt keinen Anstoß nimmt und sich auch sonst in schroffen musikalischen Gefilden heimisch fühlt, kann sich mit dem Debütalbum der finnischen Formation auf ein ausgesprochen kurzweiliges Hörerlebnis einstellen. QWÄLEN spielen Black Metal, wie er dieser Tage gerne wieder öfter klingen dürfte: rockig, rotzig, roh und verdammt finster.

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27.02.2021

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