Ram-Zet - Escape

Review

Schnallt Euch an! Nach ihrem Hammer-Erstling „Pure Therapy“ legen Ram-Zet nun ihren zweiten Longplayer nach und wieder haben sie sich übertroffen. Mittlerweile ist die Band durch Keyboarder, Sängerin und Violinistin zu einem Sextett gewachsen, wodurch vor allem die atmosphärischen Elemente an Gewicht gewonnen haben. Trotzdem ist Escape voll mit schrägen Riffs, viel Up-Tempo und bösen Vocals des Bandskopfs Zet. Jedoch kann man wohl sagen, dass die Songs gegenüber dem Debüt etwas reifer, sprich zugänglicher geworden sind da die Melodien schneller in die Gehörgänge gehen. Progressiv-Fans kommen aber weiterhin vollends auf ihre Kosten, denn spätestens beim zweiten Durchlauf klappt die Kinnlade immer weiter nach unten. Escape ist gleichermaßen zum genießen und abreagieren geeignet und zieht die Brücke zwischen Dream Theater, Death und The Gathering. Wer auf anspruchsvollen sowie gänsehauttauglichen Death-Metal steht kommt an dieser CD nicht vorbei.

11.04.2002

Der metal.de Serviervorschlag

Oder auch: "Wer 'Escape' von Ram-Zet mag, wird auch das hier mögen." Lass andere Leser wissen, welche Platten sie noch anchecken sollten, wenn ihnen "Escape" gefällt.

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7 Kommentare zu Ram-Zet - Escape

  1. Anonymous sagt:

    Ein äusserst sperriges Werk, das mir hier von den Norwegern Ram-Zet vorliegt. Das ursprüngliche Ein-Mann Projekt ist nun auf eine sechsköpfige Band herangewachsen, und versucht unsere Ohren mit experimentiellen Klängen zu verwöhnen. Die Musik ist erfrischend anders, und begeistert mit selten gehörtem Einfallsreichtum. So treffen mechanische Loops auf eine organische Violine. Black Metal trifft auf swingende Kneipen Atmosphäre. Sänger und Bandkopf Zet beeindruckt mit einer Stimme, die scheinbar übergangslos von kreischen auf cleanen Gesang wechselt. Mit Sfinx ist auch eine weitere Sängerin an Bord, die sich mit ihrer Stimme deutlich vom Düster Einerlei hervorhebt. Am ehesten erinnert die Dame noch an Anneke van Giersbergen von "The Gathering", agiert aber vielschichtiger. Ein wenig Probleme habe ich mit dem Schlagzeug. Ähnlich wie bei "Fear Factory" frägt man sich schon, ob das noch mit rechten Dingen zugehen kann. Zum einen ist es technisch von beeindruckender Brillianz, und zum anderen ist der Klang äusserst steril und trocken. Ansonsten gibt es kaum Anlass zur Kritik. Diese CD dürfte am ehesten Leuten zusagen, deren Musikgeschmack von Emperor bis Portishead, und darüber hinaus reicht. Der reine Metaler wird "Escape" vermutlich als akustische Vergewaltigung betrachten. Ich vermute, dass Ram-Zet mit diesem Meisterwerk unbeachtet in einer Nische verschwinden werden. Musik verkauft sich ohne eine dazugehörige Szene meist nicht. Und man täte Ram-Zet unrecht, würde sie man einer Szene zuordnen. ( 3/02 http://www.heavyhardes.de )

    9/10
  2. Erik sagt:

    gott sei dank gibt es audiogalaxy. sonst hätte ich noch ernsthaft erwogen, dieses album käuflich zu erwerben. und gott sei dank gibt es die kommentarfunktion. das gibt mir die möglichkeit, den redaktionellen schmus ein wenig zu relativieren. eigentlich geht mir schon das image der band fürchterlich auf den sack. ein bisschen düster, ein bisschen psycho, ein bisschen zu stromlinienförmig. nun gut, zehn punkte müssen ja irgendwas wert sein, denke bzw. dachte ich, also songs runtergeladen, angehört, …und wieder gelöscht. atmosphärefreie, prätentiöse pseudo-düstermusik, tausendmal gehört, tausendmal ist nichts passiert. die produktion ist ebenso makel- wie gesichtslos, violinen und variabler gesang können einfach nicht dafür entschädigen, dass es dieser combo am wichtigsten fehlt: riffs, melodien und songideen sind nur in homöopathischen dosen zu finden. eine weitere cd für den stetig wachsenden schrottplatz namens "dark metal".

    4/10
  3. him sagt:

    Um wiederum eriks Annahme des "redaktionellen Schmus" etwas zu relativieren 🙂 – Es ist eigentlich nicht meine Art, eine andere Meinung (fast) komplett zu übernehmen, aber erik hat exakt das formuliert, was ich über Ram-Zet denke (allerdings auch nur, nachdem ich die einzelnen Titel ‚geklaut‘ habe). Reichlich keimfreie Krankenhausmusik, sterile Neon-Atmosphäre, wie als wenn die Musiker beim Spielen Mundschutz und Handschuhe tragen. Dazu ein wenig am Sick-Gainlevel geschraubt und fertig ist die Sensation… naja, also ich halte diese Norweger für erstaunlich unspektakulär.

    4/10
  4. stativision sagt:

    da war ich aber jetzt auch mal gespannt. wobei, ich muss sagen, aus dem einheitsbrei ragt das teil schon ein wenig raus, auch wenn das ganze zu konstruiert wirkt. leider können sich die herren und damen nicht ganz entscheiden, ob sie nun lieber eingängige songs schreiben sollen, oder was aussergewöhnliches machen wollen, so bleibst bei einem kompromiss, der keine von beiden seiten zufrieden stellt. wobei mich die parts, in denen weniger draufgeladen wird, definitiv mehr überzeugen. wirklich brauchen tut das aber niemand wohl wirklich.

    5/10
  5. Michi sagt:

    Hi! Da hier alle so über die Cs schimpfen, hab ich mir gedacht ich muss das wieder ein bißchen relativieren. Bis vor kurzem kannte ich Ram-Zet überhaupt nicht, bis ich sie live als Vorband von Theatre of Tragedy (waren übel schlecht) gesehen habe. Und ich muss sagen live hat Ram-Zet sofort überzeugt, die Show was super! Also hab ich mir die Cd geholt und ich muss zugeben sie ist schlechter als die Live Show aber trotzdem gut. Ram-Zet haben eben ihren völlig eigenen Stil, ich wüsste keine Band die etwas ähnliches fabriziert. Und das ist für mich das Positive:sie trauen sich einfach, etwas neues zu machen und mischen verschiedene Stile wie Blackmetal, Deathmetal und Gothic meiner Meinung nach ziemlich gelungen. Reinhören sollte jeder mal, der härtere Musik mag.

    9/10
  6. umbrA sagt:

    Ist schon witzig: habe den review auf dieser seite gelesen, cd gekauft, war absolut begeistert, dann lese ich die aktuelle legacy und sehe ram-zet irgendwo um platz 35 im soundcheck, mit einer 7/15-kritik. ich dachte nur: der muss ne andere cd gehört haben. dann lese ich das hier und – irgendwie kann ich die kritik an dem album schon nachvollziehen. ich finde auch dass das album stellenweise etws klanglich steril rüberkommt. sobald aber wieder ein rhythmisch geiles riff einsetzt, das sich dann perfekt mit schlagzeug und bass deckt und die ganze sache einfach groovt wie sau, dann sind die zweifel an dem album weg. außerdem die betörende stimme der sängerin und die entsprechenden melodien, die progressiven einsprengsel… hammer! die meinung muss ja keiner teilen, für mich aber ist dieses album schon definitiv ein highlight des metal-jahres 2002.

    9/10
  7. shadowofdeath sagt:

    Kann mich dem Review nur anschließen!

    10/10