Riot V - Armor Of Light

Review

Galerie mit 10 Bildern: Riot V - Armor of Light Tour 2018

Nach dem letzten regulären RIOT-Album “Immortal Soul” verstarb Bandkopf Marl Reale leider viel zu früh. Sein kongenialer Partner Mike Flyntz sowie der Rest der Band steckte die Köpfe aber nicht in den Sand, sondern fragten höflich beim Vater des Verstorbenen nach, ob dieser etwas dagegen hätte, wenn die Band unter dem Namen RIOT V weitergeführt werden würde. Hatte der Mann glücklicherweise nicht, und so wurde 2014 mit “Unleash The Fire” eines der besten Melodic-Metal-Alben der letzten Jahre veröffentlicht. Klar, dass der Nachfolger “Armor Of Light” nun unter besonderer Beobachtung steht.

Die komplette Vollbedienung

Dabei haben Mike Flyntz (Git.) und Don Van Stavern (Bass) und ihre Jungs abermals alles richtig gemacht und mit “Armor Of Light” ein Album geschaffen, das wirklich jedem RIOT (V)-Fan zusagen sollte. Hier bekommt man als Metal-Fan alles geboten, weswegen wir unsere Musik so lieben. Knackige Frickelriffs (die Herren Flyntz und Lee haben extrem flinke Finger), erhabene Melodien (nachzuhören in jedem (!) Song), die sofort ins Ohr gehen und dort hartnäckig verweilen, sowie mit Todd Michael Hall einen der besten Sänger der Szene, der die Songs perfekt intoniert. Wer das nicht glaubt, sollte sich die beiden im Vorfeld veröffentlichten Videos angucken. Hier stimmt einfach alles, und das alles im Geiste von Mark Reale. Selten hat eine Band ein Erbe derart ehrfürchtig verwaltet, wie es auf “Armor Of Light” der Fall ist.

Von allem ein bisschen

Egal, welchen Song man herauspickt. Man spürt den Spirit von Mark Reale in jeder Note, respektive hört man jede Bandphase heraus. Es gibt die frühen Einflüsse, die sich in Songs wie dem genialen Rocker “San Antonio” wiederfinden, oder die Mitte der Neunziger eingeschlagene Richtung gen RAINBOW (“Burn The Daylight”). Aber auch die aggressive Phase Ende der Achtziger um “Thundersteel” und “The Privilege Of Power” wird mit Songs wie “Heart Of A Lion” oder “Raining Fire” ausreichend gewürdigt. Und wie jedes der neueren RIOT V-Alben gibt es zu den ganzen Highlights natürlich auch noch den ultimativen Hit als Sahnehäubchen obendrauf. In diesem Fall hört dieses Kleinod auf den Namen “Angel’s Thunder, Devil’s Reign”, und ist alleine wegen der geilen Melodie und den Textzeilen “Angel’s Thunder, Devil’s Reign. Heavy Metal Runs Through My Veins” schon jetzt ein Szenehit.

Das Album des Jahres?

Wer in das Album des Jahres lauschen mag, sollte sich mit “Armor Of Light” befassen. Denn neben den ganzen technischen Kabinettstückchen ist es vor allem das Songwriting, das noch ein bisschen ausgereifter als auf dem Vorgänger ist. Die Scheibe ist zu keiner Sekunde langweilig, und man kann auch nach dem zehnten Durchlauf immer noch neue Facetten entdecken, wobei oberflächlich alles von straight gehaltenen Arrangements zusammengehalten wird. Das ist eine Kunst, die nur wenige Bands beherrschen. RIOT V sind eine davon.

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24.04.2018

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Riot V auf Tour

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29.09.18metal.de präsentiertPrimal Fear - "Apocalypse Over Europe"-TourPrimal Fear und Riot VKaminwerk, Memmingen
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13 Kommentare zu Riot V - Armor Of Light

  1. blashyrk78 sagt:

    Unleash the Fire war schon Bombe . Jetzt heisst es noch zwei Tage warten , aber bei einer 10 mach ich mir überhaupt keine Sorgen bzw auf Riot ist immer verlass

  2. hrhr sagt:

    eine 10 ist vielleicht ein klein wenig übertrieben. in meinen augen oder eher ohren stört der drumsound ein wenig. aber starke 8 punkte würde ich dem album schon geben.

    8/10
  3. metalfreak sagt:

    Massloss uebertrieben , 8 punkte sind hier leicht genug.

    8/10
  4. Metalpapa sagt:

    Absolut gerechtfertigt die 10. Hab heute die ersten 2 Durchläufe hinter mir und bin begeistert. Wahnsinnig gutes Album.

    10/10
  5. Doktor von Pain sagt:

    Ich kenne das Album (noch) nicht, aber diese ganzen Robbenkopf-Cover von Riot (V) sind so unfassbar bescheuert…

    1. Alex sagt:

      …dass sie schon wieder geil sind!

      9/10
      1. Doktor von Pain sagt:

        Ja, das stimmt.

    2. Max Martin sagt:

      Ich finde sie so niedlich. <3 😀
      Besser als immer nur Titten, Splatter oder bedeutungschwangerer Pathos.

    3. Krabbe sagt:

      is halt das Markenzeichen von Riot seit je her. Bei Maiden ist es halt Eddie, bei Over Kill der geflügelte Shullhead usw.
      Wer Alben wie…fire down under…born in amerika…thundersteel…privilege of power und eben das Neue im gepäck hat kann von mir aus auch Stachelschweine aufm Cover haben !!!

  6. DieBlindeGardine sagt:

    Ich gebe zu, Riot (V) sind eine Band, die ich in meinen bisherigen Hörgewohnheiten bisher sträflich vernachlässigt habe. Bei den eigentlich durchweg guten Bewertungen habe ich mich dann aber doch mal mit der neuen Platte beschäftigt und ich muss schon sagen, gefällt mir sehr gut.
    10 Punkte finde ich persönlich zwar etwas übertrieben, die sollte man nur für ein Album mit absolutem Klassikerpotential auspacken, sehr solide 8 Punkte würde ich aber auch vergeben.
    Wer mit der Band etwas besser vertraut ist als ich wird mich vermutlich jetzt steinigen, aber ich finde besonders im Gesang höre ich da ältere Hammerfall raus, ohne das dümmliche Templerimage und den vollkommen übertriebenen Pathos selbstverständlich. Und ja, mir ist klar dass Riot schon deutlich länger unterwegs sind, war einfach nur so mein Ersteindruck.

    8/10
  7. Zott sagt:

    Hätte man nach „San Antonio“ (und meinetwegen der Neueinspielung des Evergreens „Thundersteel“) einen Schlussstrich gezogen, dann würde ich der Scheibe auch die volle Punktzahl geben. Leider haben sich da aber gegen Ende noch ein paar Songs eingeschlichen, die das Niveau nicht halten können.

    Trotzdem ein solides Werk! Mark Reale wäre stolz!

    9/10
    1. Doktor von Pain sagt:

      Neun Punkte sind „solide“? Ah ja. Nun.

      1. Zott sagt:

        Eigentlich sollten es 8,5 Punkte sein. Geht hier aber nicht und ab 5 rundet man ja bekanntlich auf. 😉

        Ach ja, die Kategorie „Schlimmstes Album-Cover 2018“ dürfte Riot V sicher sein. Wenigstens passt der Inhalt!