Saltatio Mortis - Das Schwarze Einmaleins

Review

Galerie mit 28 Bildern: Saltatio Mortis - MPS Speyer 2019

Mit ihrer Single „Wachstum über alles“ haben SALTATIO MORTIS gezeigt, dass nicht nur Märchen, Mythen und altertümliche Themen in ein Mittelaltergewand gepackt werden können. Das neue Album „Das schwarze Einmaleins“, welches den erwähnten Song beinhaltet, steht dem eigentlich in nichts nach. Zwar wird es einigen Fans nicht schmecken, dass Alea der Bescheidene (Gesang) und Lasterbalk der Lästerliche (Schlagzeug) nun auch aktuelle Themen in ihren Songs verarbeiten, aber damit kann die Band wohl gut leben. Fakt ist, dass „Das schwarze Einmaleins“ ein gelungenes Album ist, mit dem SALTATIO MORTIS nicht nur ihre Fans ordentlich bedienen, sondern auch über den üblichen Tellerrand schauen (lassen).

Der an DIE ÄRZTE erinnernde Song „Früher war alles besser“, tritt mit seiner leichten Punk-Attitüde gleich in die Vollen und verbreitet trotz seiner Fröhlichkeit Denkanstöße. Das folgende „Wachstum über alles“, welches schon im Vorfeld heiß diskutiert wurde, bildet den ersten Gassenhauer von „Das schwarze Einmaleins“. Vorstellbar ist, dass sich dieser Song langfristig ins Liveset der Band integrieren wird. Ebenfalls mit einem ersten Hintergrund ist „Krieg kennt keine Sieger“ versehen. Rein musikalisch extrem eingängig und unterstützt von fetten Gitarren – ein weiterer Hit vom Album. Wer nach typischen Krachern der Band sucht, dem sind Stücke wie „My Bonnie Mary“, „Satans Fall“, „Idol“ (super eingängig, macht süchtig) oder „Galgenballade“ ans Herz zu legen.

Auffallend ist, dass auf „Das schwarze Einmaleins“ die Gitarren bei den meisten Stücken besonders fett aus den Boxen feuern. Ob das am Neuzugang Till Promill (Gitarre) liegen mag, sei mal dahingestellt. Feststeht, dass das Mann sich rein wohl gut in der Band integriert hat, ansonsten würde ihm wohl kaum so viel Platz freigeschaufelt. Der Sound an sich ist aber auch schon tierisch fett. Nicht, dass man bei den vorherigeren Veröffentlichungen Kritik üben sollte, aber auf „Das schwarze Einmaleins“ zeigt sich, dass SALTATIO MORTIS wieder einmal weiterentwickelt haben. Alea singt alles in Grund und Boden, meistert jede Hürde mit Bravour und singt Gefühlvolle Stücke genauso emotional wie härtere Lieder.

Auch wenn „Das schwarze Einmaleins“ bei den ersten Durchläufen nicht sofort zünden sollte – man muss die Platte einfach wirken lassen. Möglich, dass „Aus der Asche„, „Wer Wind saet“ und „Sturm aufs Paradies“ insgesamt eingängiger waren, „Das schwarze Einmaleins“ ist jedoch ein würdiger Nachfolger und die fleißigen Spielleute zeigen keinerlei Ermüdungserscheinungen.

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14.08.2013

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1 Kommentar zu Saltatio Mortis - Das Schwarze Einmaleins

  1. Pascal sagt:

    Viel Spaß In Extremo, es wird schwer, DIESE Scheibe zu toppen. Egal ob aktuelle oder mittelalterliche Themen, Saltatio Mortis bewältigen beide Nischen nahezu schwebend. Eine überragende Scheibe ist „Das Schwarze IXI“ geworden, ganz ohne Zweifel. Das beste der Diskografie, das beste Mittelalter-Rock Album seit verdammt langer Zeit. Hut ab!