Tremonti - Marching In Time

Review

Galerie mit 13 Bildern: Tremonti - MetalDays 2018

All seine Projekte zusammengerechnet stellt „Marching In Time“ das bereits 15. Album von Gitarrist Mark Tremonti dar. Auf dem fünften Werk unter dem TREMONTI-Banner kehren er und seine Mitmusiker nach dem Konzeptalbum „A Dying Machine“ zu einer klassischeren Herangehensweise an ein Album irgendwo zwischen Hard Rock und Metal zurück. Das tut dem Spaß aber keinen Abbruch.

TREMONTI geben Gas

Eher das Gegenteil ist der Fall, können TREMONTI deutlich unverkrampfter vorgehen, wenn nicht jeder Track in einen vorgefertigten Plan gequetscht werden muss. Dadurch gewinnt die Band eine Spontaneität zurück, die in dieser Form zuletzt auf dem Debüt „All I Was“ zu spüren war.

Locker schüttelt TREMONTI-Mastermind Mark virtuose Soli aus dem Ärmel, die alle seine Trademarks von den schnellen Legato-Läufen bis zu den dramatischen Bendings beinhalten. Davon zeugt der Mittelteil von „Thrown Further“ genauso wie etwa die Singleauskopplung „Now And Forever“.

Dazu gesellen sich die gewohnten Songwriting-Qualitäten des Saitenhexers. Nahezu jeder Track besitzt mindestens ein Riff, bei dem erst der Fuß und schlussendlich Kopf mitwippt. Dazu gesellen sich eingängige Refrains wie etwa in „Let That Be Us“.

Das macht verdammt viel Laune. Bei TREMONTI sind eben ausschließlich Profis am Werk, die ihr Handwerk verstehen. Allerdings machen sich auf „Marching In Time“ doch ein paar Ermüdungserscheinungen breit.

Auf „Marching In Time“ fehlt eine Entwicklung

Mit fast einer Stunde Laufzeit ist die Platte mal wieder ein wenig zu lang geraten. TREMONTI haben ihre Formel seit dem ersten Album kaum variiert. Gelegentlich unterbricht eine Ballade wie „The Last One Of Us“ das Geschehen. Doch davon ab gibt es ausschließlich Dampfhammer-Songs, mal schleppend, mal schnell. Das ist cool, kommt einem aber alles verdammt bekannt vor, weswegen ein paar Songs weniger gut getan hätten. Zumal Tracks wie das langatmig vor sich hin plätschernde „Not Afraid To Lose“ nicht zünden.

Noch dazu entwickelt sich Mastermind Mark TREMONTI als Sänger kaum weiter. Seine Stimme ist angenehm wie eh und je, doch singt er eben längst nicht so variabel wie sein ALTER BRIDGE-Kollege Myles Kennedy. Auf „All I Was“ war es noch überraschend, wie gut er sich als Sänger schlägt. Doch dieses Überraschungsmoment hat „Marching In Time“ nun wirklich nicht mehr.

Auch die klinische Produktion von Michael „Elvis“ Baskette lässt immer noch keinerlei Dynamik zu, sondern pflastert alles mit Lautstärke voll. Das raubt den Songs, wie schon auf den Vorgängern und einigen ALTER BRIDGE-Platten viel von der Seele. Nur sorgt gerade bei letztgenannter Band der bereits erwähnte Kennedy mit seiner einmalig grandiosen Gesangsleistung für einen Ausgleich dieses Schwachpunkts.

Aber all das ändert nichts daran, dass TREMONTI mit „Marching in Time“ eine weitere gutklassig Ansammlung von modernen Hard-Rock- und Metal-Songs abliefern. Ein paar Längen haben sich eingeschlichen und wie immer könnte vieles davon in ähnlicher Form bei ALTER BRIDGE stattfinden. Doch wer diesen Sound mag, wird mit der Platte zweifellos glücklich.

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24.09.2021

"Irgendeiner wartet immer."

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