V2A - Machine Corps

Review

Mit „Cyber Elektro“ muss man ja heutzutage etwas vorsichtig sein, denn nicht alles, was hier in letzter Zeit veröffentlicht wurde, hatte das Prädikat „besonders wertvoll“ verdient – um es einmal vorsichtig zu formulieren. Mit V2A melden sich nach längerer Schaffenspause nun zwei Altbekannte zurück und präsentieren mit „Machine Corps“ ihr drittes Album, auf dem eben besagter „Cyber Elektro“ eine entscheidende Rolle spielen soll. Am Lineup des britisch-deutschen Duos hat sich nichts geändert, Kevin Stewart & Ines Lehmann sind weiterhin an Bord und auch musikalisch hat sich im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben „EBM“ und „Mechanized Infantry“ nicht all zu viel geändert, es ist alles allerdings ein bisschen „moderner“ geworden und der Sound des Duos klingt insgesamt deutlich reifer als noch auf dem letzten Album. Der professionellere Sound auf „Machine Corps“ hat mit Sicherheit auch etwas damit zu tun, dass mit Kolja Trelle (SOMAN) ein absoluter Profi für das Mastering verantwortlich war.

Pumpende Beats, immer wieder technoid verfremdete Vocals und teilweise trancig-melodische Soundspielereien („Android“) lassen die eingangs beschriebenen unguten Gefühle bezüglich der Cyber-Ausrichtung dann relativ schnell verfliegen. V2A bieten auf „Machine Corps“ glücklicherweise keinen Kirmes-Techno-Elektro, sondern ergänzen eben diesen immer wieder „leicht gefährlichen“ Cyber-Touch mit klassischen Electro- und EBM-Elementen. Natürlich knallt es auch im Rahmen der 14 Tracks ordentlich („Cannibal Clan“), es sind jedoch durchgehend abwechslungsreiche Songstrukturen zu erkennen und der Sound von V2A driftet somit nie in billige Haudrauf-Gefilde ab. Das passt alles ordentlich zusammen, ein bisschen GRENDEL hier, ein bisschen SOMAN da und dementsprechend funktionieren dann auch Songs wie „Citizen“, „Infestation“ oder das schwungvolle „Angel Grinder“ ziemlich gut.

Auch im weiteren Verlauf entwickelt sich das Album in sich stimmig, geht seinen Weg ohne größere Experimente & Aussetzer bis zum Ende und wartet dann angenehmerweise nicht noch mit irgendwelchen Rausschmeißer-Remixen auf. So geht „Machine Corps“ insgesamt betrachtet gut ins Ohr und V2A haben eine funktionierende Mischung aus „Cyber“-Feeling und klassischen Harsh-Elektro gefunden – ordentliche Scheibe!

 

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05.06.2011

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