V8Wankers - The Demon Tweak

Review

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Ich bin sicherlich nicht der Experte in Sachen Heavy Metal, und ich geb’ auch gerne zu dass ich meistens eine ziemlich große Klappe hab’, aber so ein bisschen fehlen mir schon die Worte, wenn ich mir das anhöre. Der eindeutigste Hinweis, dass man es mit einer ziemlich langweiligen Platte zu tun hat ist, wenn einem nach dem dritten Durchlauf nichts dazu einfällt und nichts hängengeblieben ist. Das ist bei den Offenbachern V8WANKERS nicht nur beim dritten, sondern sogar noch beim sechsten Mal so gewesen, und das ist nicht nur bedenklich, das ist einfach ein schlechtes Zeichen.
Die fünf sonnenbebrillten Wichser, die sich laut Infozettel als Zusammenrottung von „volltätowierten Vorzeigeassis“ verstanden wissen wollen, beherrschen ihre Instrumente an und für sich wirklich mehr als solide, haben eine Produktion ohne Ecken und Kanten verpasst bekommen und machen mir auch sonst gar nicht den Eindruck einer asozialen Kellerband. Eher könnte man sich die Jungs als das vorstellen, was man landläufig „Feierabendrocker“ nennt. Familienväter mit wilder Vergangenheit, Astra Kombi und Silverwing in der Doppelgarage, die sich aus der Sicherheit von Haus und Heim heraus den Luxus erlauben, den Biker raushängen zu lassen und ein bisschen Musik zu machen. Diese Musik ist nicht mal schlecht, aber es gilt: hast du ein Lied gehört, hast du prinzipiell alle gehört. Die Riffs bewegen sich auf dem Level von MANOWAR oder AC/DC, sind keine Reißer, aber auch keine Totalausfälle. Hier und da lockert eine ziemlich standardisierte Sologitarre das Geschehen ein bisschen auf, das Schlagzeug poltert trotzdem den Großteil denselben schnarchigen umta-umta-4/4-Hardrockpattern runter. Der Gesang hat was ziemlich Versoffenes, könnte aber – wie die ganze Kapelle – wirklich ein bisschen weniger nervtötend und vor allem variantenreicher sein. Was heißt „variantenreicher“… Sänger Lutz Vegas (…) könnte sich überhaupt mal bemühen, IRGENDEINE Variation in seine Darbietung zu bringen. Immer vorausgesetzt natürlich, die Band will das überhaupt, und da liegen meine Ansprüchen von den ihrigen bestimmt weit entfernt.
Zusammengenommen bin ich der Auffassung, dass kein Mensch 13 Songs dieser immer gleichen Machart braucht, und wenn schon, dann bitte ein bisschen knackiger und vor allem räudiger, ungeschliffener. Ganz abgesehen von der Qualität der Songs ist außerdem ganz offensichtlich, dass diese Band für die Bühne, für Bikerfeste und feuchtfröhliche Open-Airs lebt, wo dieser Stil bestimmt um einiges besser kommt. Weil aber hier aus der ziemlich öden Konserve gibt’s von mir nur unterdurchschnittlich viele

15.04.2005

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1 Kommentar zu V8Wankers - The Demon Tweak

  1. losmeehnos sagt:

    Kann dem Autor da nicht zustimmen. Die Scheibe bietet z.b. deutlich mehr Knaller als die Foxtail Testimonial 5 Jahre später. Das ist noch der gute, alte Wankers-Stil, den man von der ersten Scheibe kennt.
    Ab Nr. 5 (Foxtail Testimonial) wurde es anders, weg vom Streetpunk hin zum Hardrock, und damit sicher nicht besser.
    Naja, jedem seine Meinung.

    8/10