Vandermeer - panique automatique

Review

VANDERMEER aus dem schönen Trier haben jüngst beim saarländischen Indie-Label Barhill Records unterschrieben und zaubern nun „panique automatique“ als zweites Album aus dem Hut. Folgt nach den starken FLARES („Allegorhytmus„) der nächste Volltreffer für Freunde eher unmetallischer aber anspruchsvoller Klänge?

VANDERMEER – heiter bis rockig

Der erste Durchlauf macht zugleich klar: VANDERMEER sich auf „panique automatique“ extrem abwechslungsreich platziert. Die Damen und Herren aus Trier sind mal treibend poppig wie im Opener „Only Two Hearts“ unterwegs, wechseln geschmeidig zum schnellen Picking des Shoegazing oder hauen im Mittelteil ohne mit der Wimper zu zucken einen rockigen Hit namens „Time Was Up“ heraus. Auch elektronische Songs der Marke „We Are“ sind zu finden. Dabei verbindet die Band das Spielerische von DILLON mit dem soliden Fundament einer Rockband. Melodieverliebtheit und Soundlandschaften stehen dicht beieinander. Jauchzende Synthieakzente für poppige Wohlfühlatmosphäre inklusive.

Wohlfühlatmosphäre ist ein gutes Stichwort, denn es beschreibt den besonderen Charme von „panique automatique“ sehr gut. Das Album als Ganzes funktioniert trotz oder aufgrund der Fragmentierung der einzelnen Genres, welche in Gesamtsumme eingeebnet und stimmig funktionieren. Lohn dieser Mühen ist der große Spannungsbogen und das enorme Abwechslungsreichtum des Albums, welches unverkennbar dem Stil der Band.

Poppig ja. Aber würden VANDERMEER in Radio funktionieren? Bleiben wir einmal bei den westdeutschen Sendern. Für 1Live fehlt definitiv der Wille zum, Zitat aus der Presseinformation, Dienstleistungs-Pop, während WDR 2 vermutlich eine musikalisch plattere und rührselig rückwärtsgewandetere Band bevorzugen wurde. In der extremisitischen Auslegung gilt dies auch für WDR 4. Am Ende könnte man sich VANDERMEER am ehesten im eher progressiven Abendprogramm des Kulturradios von WDR 3 vorstellen.

Sängerin Harmke van den Meer brilliert auf „panique automatique“

Allerdings spielen auch die Herren an den Instrumenten keine Nebenrolle. VANDERMEER haben sich mit ihrem zweiten Album „panique automatique“ ein wirklich spannendes, zugängliches und vielseitiges Album aufgenommen, welches auf eigenen Beinen steht und der perfekte Soundtrack für den Frühling ist, sofern es musikalisch (auch mal) etwas gediegener zugehen darf.

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06.05.2019

Stellv. Chefredakteur

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