Vesania - Deus Ex Machina

Review

VESANIA? VESANIA: Das war die Band, die sich ganz offensichtlich an DIMMU BORGIRs post-qualitativer Phase bedient und nie was Besonderes zustande gebracht hat, aber immer abgefeiert wurde, weil sie zur Hälfte aus (mittlerweile teils ehemaligen) Mitgliedern von VADER und BEHEMOTH bestand. 2007 kam das letzte Album „Distractive Killusions“, 2008 noch eine Single, dann war Pause. Bis jetzt. Denn obwohl die Band schon quasi vergessen ist, kommt sieben Jahre nach „Distractive Killusions“ ein weiteres Lebenszeichen von VESANIA: „Deus Ex Machina“. Und ja, meine Güte, es ist nicht schlecht. Es ist auch nicht wirklich gut, aber von dieser Band haben wir schon massig Langweiligeres gehört.

Die Kunst, einen vernünftigen Opener zu schreiben, beherrschten die Polen schon immer, und so auch auf „Deus Ex Machina“: „Halflight“ ist ein flotter Symphonic-Black-/-Death-Metal-Batzen, der sofort kräftig zulangt ohne Gefangene zu machen. Auf die Fresse, aber mit Melodie, schön. Was VESANIA auch immer gut konnten: Nach dem Opener nichts Anständiges nachfolgen lassen. Jap, gilt auch für „Deus Ex Machina“: „Innocence“ rechtfertigt alle DIMMU BORGIR-Vergleiche und langweilt mit den verzweifelten Versuchen, Atmosphäre zu erschaffen. „Disillusion“ reiht sich da ein: VESANIA wollen Atmosphäre, wollen Stimmung – aber dafür klingt das alles zu glatt und zu uninspiriert. So geht es weiter, es gibt ein paar ordentliche Momente und mit „Glare“ sogar noch einen zweiten richtig guten Song neben dem Opener, insgesamt ist „Deus Ex Machina“ weit davon entfernt, mies zu sein. Trotzdem fehlt es einfach am gewissen Etwas, um jemanden vom Hocker zu reißen, der nicht erst seit gestern in extremeren Metalgefilden unterwegs ist.

Ja, VESANIA können ihre Instrumente bedienen. Sie können Songs schreiben und aufbauen. Und ja, „Deus Ex Machina“ klingt eigenständiger und – mit Ausnahmen – weniger direkt von jener norwegischen Band geklaut als die Vorgängeralben. Das alles ändert aber nichts daran, dass das Album über weite Strecken uninspiriert und handzahm klingt. Auch, wenn ein paar nette Stellen und zwei ordentliche Songs zu finden sind. Wem’s gefällt … ich prophezeie aber, dass das nicht allzu viele Leute hinter dem Ofen hervorlocken wird.

17.10.2014

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