Wallachia - Monumental Heresy

Review

Aus meinem Gedächtnis sind WALLACHIA nie verschwunden, wenngleich gute fünf Jahre seit dem letzten Output „Shunya“ vergangen sind. Dieser bot aber ein herrlich nostalgisches Feeling, das an den Melodic Black Metal der frühen Tage erinnerte. Jetzt ist die Band um Kopf Lars Stavdal zurück und lädt auf „Monumental Heresy“ erneut zu einer schwelgerischen Geschichtsstunde ein – dieses mal leider mit einer gehörigen Portion Pathos an Bord.

WALLACHIA bieten heuer zu viel Stückwerk

Hier liegt eines der großen Probleme am vierten WALLACHIA-Album. Die orchestralen Arrangements nehmen auf „Monumental Heresy“ sehr viel Raum ein und schaffen es dabei nur selten, wirkliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Der durchaus in vergangenen Tagen beheimatete Gesamtsound hat zweifellos dennoch seinen Charme. Gerade die eher kantigeren Black-Metal-Gitarren sowie das Wechselspiel aus harschen Vocals und teils erhabenen Klargesängen (zum Beispiel direkt im Opener „Heathen Shores“) kommt dem Album sehr zugute.

Leider bleibt es bei zu viel Stückwerk, als dass „Monumental Heresy“ in positiver Weise an den Vorgänger anknüpfen könnten. Häufig gibt es eher getragenes Midtempo, garniert mit zwischenzeitlichen Blast-Ausbrüchen wie in „So We Walk Alone“. Dennoch bleibt der Grundtenor und die Rezeptur stets dieselbe, ohne richtig große Momente zu erschaffen. WALLACHIA gelingt es trotz viel Mühen, opulenter Symphonic-Arrangements, wenigen folkigen Einflüssen und einiger Sturmböen nur selten, einen atmosphärisch wirklich packenden Sog zu erschaffen. Bei aller Vielseitigkeit leidet so auch der Spannungsbogen, sodass der weibliche Gesang in „The Parallel Fate Of Dreams“ ebenso wenig überrascht wie ein dramaturgisch wichtiges Element zu sein.

„Monumental Heresy“ ist solide, aber nicht viel mehr

So bleibt eben alles auf „Monumental Heresy“ gut gemeint und gut gemacht. Es ist ein solider Blick in die Geschichtsbücher des Symphonic Black Metals, der weder experimentelle Überraschungen bietet noch eine wirklich ereignisreiche Geschichte zu erzählen hat. Ich werde das Gefühl nicht los, dass WALLACHIA ihre Sternstunde vor einigen Jahren hatten und etwas an Charme eingebüßt haben – klar, für Genrefans lohnt sich das Werk, gerade wegen der guten, härteren Songs à la „Beast Of The Earth“, allemal. Aber die Szene hat heuer einfach Spannenderes zu bieten.

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09.05.2018

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