Septicflesh
Studiobericht

Special

Septicflesh

SEPTICFLESH haben mit ihren letzten beiden Werken „Communion“ und „The Great Mass“ die Bezeichnung Symphonic Death Metal fest definiert und ernteten dafür weltweit Anerkennung und Applaus. Aber nachdem der letzte Streich schon knapp drei Jahre auf dem Buckel hat, wird es langsam Zeit für ein neues Lebenszeichen. Wir von Metal.de hatten als einziges deutsches Magazin die Gelegenheit, für euch dabei zu sein und den griechischen Dämonen bei den Aufnahmen mit dem Prager Filmharmonie Orchester über die Schulter zu schauen.

Prag ist immer eine Reise wert. Die tschechische Hauptstadt ist bekannt für einige der schönsten Sehenswürdigkeiten Europas und versprüht einen gewissen düster-romantischen Charme. Als wir also zum Besuch der Aufnahmen in Prag eintreffen, stellt sich bereits die Optik der Stadt als perfekte Einleitung auf das Kommende ein, denn um die Katze aus dem Sack zu lassen: Gitarrist Christos Antoniou hat bereits bei seinem Interview im Mai letzten Jahres verraten, dass das neue Werk das bis dato düsterste werden sollte – und er wird damit definitiv recht behalten.

Septicflesh

Der Ort des Geschehens, die Studios des Prager Filmharmonie Orchesters, sehen derweil wirklich unscheinbar aus. Mitten im Stadtzentrum von Prag versteckt, werden wir durch einen verwilderten Hinterhof über baufällige Treppen in den Regieraum geleitet, in welchem uns bereits Christos und Fotis bestgelaunt empfangen. Dabei sind die Aufnahmen schon in vollem Gange und es stellt sich in den ersten Minuten heraus, mit welch professionellen Musikern SEPTICFLESH hier zusammenarbeiten. Teils auf den ersten Take erledigt das Orchester seine Arbeiten und sorgt somit nicht nur bei uns für staunende und begeisterte Gesichter.

Gerade im Bereich der Percussions wirken die zehn neuen Kompositionen wesentlich düsterer und erhalten durch unter die Haut gehenden Streichermelodien die nötige Auflockerung. Man erkennt aber immer wieder die unverwechselbare Handschrift von Komponist Antoniou, auch wenn sich eine starke Weiterentwicklung nicht verleugnen lässt. SEPTICFLESH schaffen es somit, einen unweigerlich in den Bann zu ziehen und es stellt sich ein gewisses Soundtrack-Flair mit all seinen Höhen und Tiefen ein. Dies ist aber nicht nur der besseren Integration des Orchesters und einem Kinderchor geschuldet, sondern liegt auch in der Natur der Sache. Laut Schlagzeuger Fotis Bernado wird es auf dem kommenden Album keine Songs à la „Rising“ oder „Theriantrophy“ zu hören geben, vielmehr orientierte man sich beim Songwriting an Stücken wie „Persepolis“ oder auch „The Great Mass Of Death“. Somit wird Epik anno 2014 bei SEPTICFLESH wohl groß geschrieben.

Septicflesh

Es ist schwer, aufgrund der Orchesterpassagen ein endgültiges Fazit abzuleiten, allerdings unterstreicht das Gehörte die Aussagen der Musiker, „Communion“ und „The Great Mass“ seien nur der Anfang gewesen, denn mit dieser Wucht und Energie erschaffen SEPTICFLESH ein wahres Monster symphonischen Death Metals, das erstmal Seinesgleichen finden muss.

Galerie mit 20 Bildern: Septicflesh - Wacken Open Air 2019
03.02.2014

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1 Kommentar zu Septicflesh - Studiobericht

  1. Niko sagt:

    Meiner Meinung nach eine absolut unvergleichliche Ausnahmeband und ein Genre für sich. Mit Fleshgod Apocalypse und Bloodbath meine absoluten Top Bands. Hat mich sogar zu Tattoos inspiriert.
    Das Release wird wie Weihnachten und Geburtstag zusammen 🙂