Nachtblut
Was bedeutet Vergänglichkeit?

Interview

NACHTBLUT ist eine gesellschaftskritische Band. Gibt es bestimmte Themen, die euch auf dem Herzen liegen und die ihr vielleicht auch auf „Vanitas“ behandelt?

Gewiss. Uns liegen eigentlich alle Themen auf dem Herzen. Wobei ein kleiner Teil der Songs, zugegebener Weise, einfach nur eine interessante, meist morbide Betrachtungsweise darstellt, aber solche Songs hatten wir schon immer. „Vanitas“ und „Nur in der Nacht“ zählen zu diesen beiden Stücken auf „Vanitas“. Ansonsten behandeln wir mit „Puppenhaus“ das Thema Diktaturen mit wirklich zutreffenden Metaphern. In „Leierkinder“ geht es um unsere soziale Programmierung und unserer Definition von Glück. In „Kaltes Herz“ wird das Thema der materialisierten Selbstverwirklichung behandelt. In „Fürchtet, was geschrieben steht“ haben wir natürlich auch wieder einen religiösen Song auf dem Album, der den eigentlich einzigen Antrieb und Motivation von zum Beispiel Extremisten auf den Punkt bringt. Mit „Schmerz und Leid“ haben wir eine Art Hymne für die Szene geschaffen. In dem Song geht es darum, dass musikalische Interessen nicht das Einzige sind, das uns verbindet. Daher war die Idee, den Song mit einem anderen Musiker, in dem Fall Chris Harms von LORD OF THE LOST zusammen umzusetzen, perfekt. In „Gegen die Götter“ geht es kurz und knapp darum, worauf es im Endeffekt ankommt. Aber das soll jeder selbst für sich so auffassen, wie er möchte. Mein persönlicher Favorit by the way. „Die Toten vergessen nicht“ ist wohl mein persönlichster Song auf dem Album, wird sich aber jeder denken können, worum es darin geht. Auf die Bonus Tracks gehe ich an dieser Stelle Mal nicht ein, die sind unseren „Vanitas Box“-Besitzern vorbehalten.

2020 feiern NACHTBLUT ihr fünfzehnjähriges Jubiläum. Mit einer Rückschau auf eure Diskografie: welche Songs vergangener Alben spielt ihr immer noch richtig gerne, welche nicht?

Die Antwort auf diese Frage wird uns vermutlich niemand abkaufen. Aber ich zitiere an dieser Stelle Mal Ablaz, unseren Bassisten, als wir eine Setlist erstellen wollten: „Das Dumme bei Nachtblut ist, dass einfach alle Songs geil sind und man sich echt nicht entscheiden kann, welchen man spielt und welchen nicht.“ Und ungewöhnlich für eine Band ist es auch, dass wir bei einem Konzert eben nicht das neue Album plus Single-Auskopplungen vergangener Alben spielen, sondern auch über zehn Jahre alte Songs wie „Kreuzigung“, „Kreuzritter“ oder „Die Blutgräfin“ Stammgäste unserer Setlisten sind.

Danke für eure Zeit, die letzten Worte gehören euch!

Vielen Dank für das Interview!

Galerie mit 25 Bildern: Nachtblut - Wolfszeit Festival 2020

Seiten in diesem Artikel

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Quelle: Interview mit Askeroth
13.10.2020

Unguided we were, Unguided we will be.

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