Edguy
Live in Filderstadt 2011
Konzertbericht

Mit „Nobody’s Hero“ legen EDGUY gleich ordentlich los und machen klar, dass das neue Album „Age Of The Joker“ im Mittelpunkt des heutigen Abends stehen soll. Bereits mit den ersten gesungenen Zeilen wischt Goldkehlchen Tobi Sammet jeglichen gesundheitsbedingten Zweifel an seiner Sangeskraft beiseite. Wo jedoch der Mensch brilliert, versagt die Technik. Es dauert einige Lieder, bis aus dem undurchsichtigen Soundmatsch endlich ein klar differenzierbarer, wohltönender Krach geworden ist.
So können weder „The Arcane Guild“ noch der früh die Stimmung anheizende Klassiker „Tears Of A Mandrake“ ihr volles Potential entfalten. Richtig schade ist es aber voll allem um „Pandora’s Box“, für dessen Country-Flair der heute praktisch nicht zu identifizierende Western-Gitarren-Sound schlechterdings unerlässlich ist. Die Musiker geben ihr bestes, um trotz dieses akustischen Handycaps für beste Stimmung zu sorgen. Und das gelingt ihnen auch. Im Grunde sind EDGUY-Fans hinreichend pflegeleicht und lassen sich gerne bespaßen. Da wird jeder blöde Spruch in Tobi Sammets Ansagen frenetisch bejubelt – und davon gibt es wieder einmal reichlich viele. Dabei vermissen die anwesenden Schwaben den traditionellen Spott gegen ihren VfB Stuttgart schon richtig. Dass der Sänger statt von „Filderstadt“ meist vereinfachend von „Stuttgart“ spricht, sei ihm hingegen gerne verziehen.
Als geborener Entertainer zieht Tobi Sammet wieder einmal alle Blicke auf sich. Dabei darf man aber die gleichermaßen routiniert wie spielfreudige agierende Instrumentalfraktion nicht vergessen, die mindestens ebenso wichtig für das Gelingen einer EDGUY-Show sind. Nach der unfreiwilligen Tour-Unterbrechung hat man heute stellenweise den Eindruck, dass die Jungs sich erst wieder aufeinander eingrooven müssen. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, denn echte Patzer leistet sich hier keiner.
Interessante Alben finden
Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 38818 Reviews und lass Dich inspirieren!
Edguy auf Tour
| 18.08. - 21.08.27 | metal.de präsentiertSummer Breeze Open Air 2027 (Festival)Summer Breeze Legends & Orchestra, Electric Callboy, Edguy, Children Of Bodom, Blue Medusa, Lord Of The Lost, Wind Rose, Saltatio Mortis, Hammerfall, Eluveitie, Halestorm, Finntroll, H-BlockX, Mono Inc., Warkings, Dark Funeral, Swiss & Die Anderen, Clawfinger, Atreyu, Emil Bulls, Shadow of Intent, Carnifex, Equilibrium, Gaerea, Long Distance Calling, Combichrist, Wolfheart, Samurai Pizza Cats, Kupfergold, The Browning, Ellende, Ahab, Regarde Les Hommes Tomber, Hiraes, Lavina, The Night Eternal, Fleshgod Apocalypse, Nasty, Gutalax, Spitting Glass, Angelus Apatrida, Anaal Nathrakh, Necrotted, Left To Suffer, Mittel Alta, Any Given Day, Evil Invaders, Insomnium, End Of Green, Burning Witches, Defiance HC, Accvsed, Sunborn und AsenblutSummer Breeze Open Air, Dinkelsbühl, Dinkelsbühl |
Florian Schörg




























Kommentare
Sag Deine Meinung!