Edguy - Hellfire Club

Review

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Ihr Drachentöter, Jungfrauenretter und Schlachtenliebhaber! Der Tag ist gekommen, an dem man euch zeigt, dass Metal nicht immer eine ernste Angelegenheit sein muss. Denn die Fuldaer Spaßmetaller von EDGUY beweisen mit ihrem Neuling „Hellfire Club“ erneut, dass man auch über die üblichen (lyrischen) Power Metal-Horizonte hinausgehen kann. So bekämpfen die Hessen um Sänger Tobias Sammet keine Furchterregenden Monster. Nein, lieber besingen sie ihre Morgenlatte oder vernaschen die Stewardess eines abstürzenden Flugzeugs. Entsprechend optimistisch ist auch die Stimmung, die einen während des gesamten Albums begleitet. Doch neben den vielen fröhlichen Harmonien, bei denen die Gedanken gelegentlich mal in Richtung Twisted Sisters schweifen, gibt es (überraschenderweise) auch wirklich schnelle und aggressive Stücke, die stark an Judas Priest erinnern („Mysteria“, „Under The Moon“). Auf groovige Riffs im Mid-Tempo-Bereich muss man ebenfalls nicht verzichten, denn die findet man in „King Of Fools“ oder dem zehnminütigen „The Piper Never Dies“ zu Genüge. Vor allem letzteres überrascht auf sehr angenehme Weise, weist es doch starke Einflüsse von Classic Rock-Bands wie Deep Purple oder Rainbow auf, die mit ihrer düsteren Stimmung einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Als weiteren Pluspunkt des Albums ist die Zusammenarbeit mit dem Babelsberger Filmorchester nennen, welches viele der Songs sehr „groß“ wirken lässt und sie mit einer ergreifenden Atmosphäre unterlegt. Erwähnen sollte man da das flotte „We Don’t Need A Hero“ und die „Pussy-Ballade“ des Albums (Zitat: T.Sammet) namens „Forever“, die durch die Streicher das Herzblut zehnmal schneller fließen lässt. Zum Schluss bleibt zu sagen, dass „Hellfire Club“ ein Album für den Metal-Fan ist, der auf eingängige Melodien mit einer gewissen Prise Härte und auf jede Menge positive Energie steht. Aber keine Angst: So positiv, wie beim Küblspeck isses dann doch net!

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15.04.2004

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2 Kommentare zu Edguy - Hellfire Club

  1. Anonymous sagt:

    Na ja, die Lyrics sind nicht nur albern, sondern meiner Meinung nach wesentlich besser als bei vielen anderen Bands, da sie einfach sehr positiv sind.
    Musikalisch ist die Scheibe auch klasse, allerdings erreicht sie nicht die Genialität von ‚Mandrake‘, dem Vorgänger. ‚Forever‘ ist zum Beispiel furchtbar, dito der Refrain von dem ansonsten wunderbaren ‚Down To The Devil‘. Im großen und ganzen aber sehr gut. Beste Songs: ‚Mysteria‘, ‚The Piper Never Dies‘ und natürlich der Killer-Song überhaupt: ‚Under The Moon‘.

    8/10
  2. blackchest sagt:

    Dieses Album hatte ich "damals" als Voice-Over-Promo erhalten und musste aufgrund der Frechheit, wie dreist hier doch die alten HELLOWEEN kopiert wurden, nur den Kopf schütteln. Auch die Vocals von Herrn Sammet klingen schrecklich, so dass ich mehrere Anläufe benötigte, mir das Album anzuhören. Ohne Aspirin geht hier gar nichts. Sorry.

    2/10