Edguy
Space Polic World Tour 2014 - live in Filderstadt

Konzertbericht

Billing: Edguy und Unisonic
Konzert vom 2014-10-03 | Filharmonie, Filderstadt

 

UNISONIC sind dagegen schon ein ganz anderes Kaliber. Vor zehn Jahren hätten HELLOWEEN-Nostalgiker noch keinen Pfifferling darauf gewettet, die Herren Hansen und Kiske wieder gemeinsam auf der Bühne stehen zu sehen. Dass dies im Rahmen von UNISONIC inzwischen zur Normalität geworden ist, ist zu einem nicht unbeträchtlichen Teil auch der Verdienst von Tobias Sammets AVANTASIA-Projekt, das beide Künstler bereits 2011 wieder gemeinsam auf die Bretter brachte. Doch während die Menge Sangesgott (oder Gottessänger?) Michael Kiske und Saitenhexer Kai Hansen (hat sich die fiese Emo-Frise inzwischen verwachsen oder hat man sich einfach dran gewöhnt?) ausgiebigst huldigt, sollte man nicht vergessen, das UNISONIC ursprünglich aus der Zusammenarbeit Kiskes mit den beiden PINK-CREAM-69-Kollegen Dennis Ward (Bass) und Kosta Zafiriou (Schlagzeug), sowie KROKUS- und Ex-GOTTHARD-Gitarrist Mandy Meyer hervorgingen, die eine nicht minder starke Leistung zeigen.

Galerie mit 20 Bildern: Unisonic - Space Police World Tour 2014 - Edguy live in Filderstadt

Ihrem Supergroup-Status werden UNISONIC mehr als gerecht. Dass alle Beteiligten bereits seit den 1980er-Jahren musizieren und Songs schreiben, merkt man den Kompositionen deutlich an, die mitreißend dargeboten die komplette Menge zum allgemeinen Mitsingen, -klatschen und -wippen anstacheln. Von der Bühnenpräsenz jedes einzelnen Musikers dürften sich gerade Bands wie STARCHILD gerne eine dicke Scheibe abschneiden. Zweifellos ist das, was UNISONIC heute abliefern absolut Headliner-würdig und bringt die nachfolgenden EDGUY – zur Freude aller Anwesenden – mächtig in Zugzwang.

Bei „King For A Day“ wandert dann plötzlich eine Plastik-Krone von Musikerkopf zu Musikerkopf, zu einem echten „Defender Of The Crown“ fühlt sich indes keiner berufen. Und wenn eine Steigerung überhaupt noch möglich ist, dann natürlich mit einem alten HELLOWEEN-Klassiker, den das Publikum Wort für Wort mitschmettern kann. „I Want Out“ kommt zum Zuge und wird nicht nur für muntere Mitsing-Spielchen, sondern auch für ein heiteres Melodienraten genutzt. Ob IRON MAIDENs „Running Free“, JUDAS PRIESTs „Breaking The Law“ oder KISS‘ „I Was Made For Loving You“ – die lässig angezockten Evergreens sorgen für Heiterkeit und unterstreichen das sympathische Auftreten von UNISONIC noch einmal. Mit der selbstbetitelten Bandhymne und unter tosendem Beifall wird die Menge bestens aufgewärmt in die ungewöhnlich lange Umbaupause vor dem Hauptact des Abends entlassen.

 

Setlist UNISONIC:

  • For The Kingdom
  • Exceptional
  • Star Rider
  • Your Time Has Come
  • When The Deed Is Done
  • King For A Day
  • Throne Of The Dawn
  • I Want Out
  • Unisonic

 

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08.10.2014

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