Samsas Traum
Atrocity, Pain, Samsas Traum

Konzertbericht

Billing: Atrocity, Pain und Samsas Traum
Konzert vom 16.01.2001 | Batschkapp, Frankfurt/Main

Atrocity, Pain und Samsas Traum – eine sehr ungewöhnliche Konstellation, die uns an diesem winterlichen Dienstag Abend in der Frankfurter Batschkapp erwarten sollte. Die Halle war schon zu Beginn des Openers Samsas Traum gut gefüllt, was jedoch nicht sonderlich verwunderlich war, denn Konzerte renommierter Metal Bands sind in der Batschkapp in den letzten Jahr doch sehr rar geworden. Dank der guten PA war es Samsas Traum wie auch Pain und Atrocity an diesem Abend, wie in der Batschkapp üblich, möglich ihr Material unter optimalen Soundbedingungen zu präsentieren. Doch Samsas Traum sollte dies nicht weiter hilfreich sein, denn die Audienz hielt sich mit Beifall bis zur Ankündigung des letzten Stückes grösstenteils zurück und jener Jubel der vor dem letzten Song aufbrandete, war klar und deutlich als Häme und Spott zu verstehen. Pain hingegen, die als Quartett auftraten, machten einen deutlich motivierteren Eindruck und kamen mit ihren, wie Mastermind Tägtgren die Musik selbst treffend beschreibt, tanzbaren Rhythmen mit sich repetierenden Metal-Gitarren beim Publikum von Beginn an durchweg gut an. Songs wie „Suicide Machine“, „On and on“ und „End of the Line“ machen es einem aber auch wirklich schwer, nicht in Ekstase zu geraten und so fanden sie durch ihre extreme Eingängigkeit auch bei jenen grossen Anklang, die nicht wegen Pain gekommen waren. Der Schwerpunkt lag deutlich auf dem aktuellen Album , welches eine gänzliche andere Seite des Mannes aus dem Land der Elche zum Vorschein bringt. Vielleicht liegt es an der, die Kreativität beflügelnden Mitternachtssonne über Schweden, vielleicht aber auch einfach am Musikverstand des Halb-Alien Peter, dass einfach alles gelingt, was dieser Mann anpackt. Wie dem auch sei… Pain waren live ebenso überzeugend und durch das energische Drumming und die bretternden Gitarren eher noch einen Tick härter und dynamischer als zu Hause im CD-Player. Und die Frage, ob das Schlagzeug nun getriggert war oder nicht, stellt sich für mich dabei ebenso wenig, wie die Frage nach dem Sinn des erstklassig umgesetzten 60er Jahre Stücks „Eleanor Rigby“ von den Beatles – es passte einfach perfekt zusammen. Für mich gehören Pain nicht auf grosse Open-Air-Bühnen, wie beispielsweise beim letztjährigen Wacken-Open-Air, sondern in überschaubare Clubs, denn nur dort überträgt sich die Energie und Aggression der Songs in ihrer ganzen Entfaltung aufs Publikum. (Azazel)

Samsas Traum

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25.01.2001

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